Montag, 2. September 2024

Mein Monatsrückblick

Ab und zu lese ich einen Monatsrückblick bei euch und denke: ganz schön was los bei den Leuten. Nun habe ich auch mal meinen recht abwechslungsreichen August rückwirkend betrachtet. Ich habe gemerkt, es scheint wieder etwas Normalität Einzug zu halten bei Familie L.

Ich habe...

Gelesen:

Die lange Reise der Glasmacher- eine wahre Geschichte aus Thüringen.

 

 

 

Genäht:

Nichts weiter. Nur meinen neuen Quilt für die Ausstellung habe ich fertiggestellt. Und ein paar Hexagons, abends, draußen auf der Terasse, bei einem Hörbuch.

 


 

 

Angeschaut:

- eine Textilausstellung der Gruppe TAT (TextilArtThüringen) im Kunstforum Gotha. Eine sehr inspirierende Schau. Verbunden mit einem Arztbesuch des Herrn L. beim Kardiologen,  meine Wartezeit wurde so wunderbar versüßt.

 

 
 
- die Ausstellung NURIA von Studenten der Uni Ilmenau. Leider ein Reinfall. Sehr klein, in einem schwarz gestrichenen Kellerraum(vermeintlich Studentenclub), schlechte Beleuchtung und vieles  irgendwie nicht mein Fall.
 

 
 
 
 
Begleitet
 
habe ich meinen Herrn L. zu einem Besuch ins Waffenmuseum Suhl. Dort war er Jahrzehnte nicht mehr.

 
Da dort eine Sonderausstellung des Jägers und Karikaturisten Klavinius gezeigt wird, habe ich mir die lange angesehen, denn Waffen sind so gar nicht meins. 

 

Gehört

habe ich beim Kochen, Backen, Putzen... das Hörbuch "Das Dorf der Lügen" - ein spannender Krimi.




Gefreut

habe ich mich über einen Tag Regenwetter.

 

 

 

Gefunden

wurden zwei schöne Sprüche für meine umfangreiche Sammlung.

 

 

 

Erlebt

habe ich einen schönen Tag mit Enkel Emil und seinem Freund in einem kleinen Freizeitpark bei Meiningen- unser Geburtstagsgeschenk zu seinem 8!




Gebastelt

wurde nach einer Idee im WWW mit Materialien des Gartens, die sonst auf dem Kompost landen würden.

 

Fotografiert: 

U.a. die wenigen Sonnenblumen, die dem Schneckenfraß nicht zum Opfer gefallen sind.


Betroffen

habe ich mich mit einer ehemaligen lieben Kollegin, die sich nach schwerer Erkrankung in der Nähe zur Reha befindet. Einen schönen Nachmittag im Park haben wir verbracht und viele gute Gespräche geführt. Sie hat selbstbemalte "Wunschsteine" auf den Skulpturen im Park verteilt. Eine schöne Idee.

 

 

 

Besucht

hat uns meine Schwester Jana für 3 Tage. Sie hatte ihr Werkzeug dabei und hat unseren Schuh im Garten mit Brenneisen und neuer Farbe wieder ansehnlich gemacht. Danke Jana!

 

Gelaufen

bin ich mal wieder mit Jana durch den Wald. Sie war auf der Suche nach geeigneten Wurzeln, weil sie die bearbeiten und als Griffe für Schubladen verwenden möchte. Eine schöne Idee.

 

Gemäht

wurde unsere Bienenweide, weil sie nicht mehr ansehnlich war. Dafür kam eine alte Sense zum Einsatz. Unser Sohn hat das ganz prima gemacht.

 

 

Gratuliert

haben wir der Nichte zum runden Geburtstag und gefreut über das Zusammentreffen aller Familienmitglieder.  Dabei konnten wir die selbstgemachte Kunst in ihrem Garten bewundern. Sind halt alles Kreative in der Familie. Auch die, die geheiratet wurden. Lach!




Er war schnell vorbei, der Monat August. Nun ist schon fast Herbst. 

Von weniger guten Ereignissen möchte ich nicht berichten. 

Erschreckend allerdings ist das Ergebnis der Wahl in Thüringen. Ich schäme mich so sehr für meine Mitmenschen im Land, die die Tragweite ihrer Wahl wohl nicht ermessen können. 


 

















Montag, 26. August 2024

Jubiläum ...

...in der Kulturscheune.

Die Kulturscheune Mühlberg,  (dort, wo unsere Schwarz-Weiß-Quilts ausgestellt waren) feiert 25-jähriges Bestehen. Man hatte angefragt, ob ich mit 6 anderen Künstlern gemeinsam die Galerie mit Exponaten bestücken würde. Ich fand es ehrenvoll, zu den sieben ausgewählten Künstlern zu gehören, die bereits dort ausgestellt haben und nun zum Jubiläum ein paar Exponate aus ihrer künstlerischen Tätigkeit zeigen dürfen. Mein Plan war ja, den "Neuen" mit in der Ausstellung der Kulturscheune Mühlberg zu zeigen.  Er ist fertig und hat nun einen  ersten öffentlichen Auftritt.

Gezeigt werden bis Mitte September neben meinen Quilts Bilder von zwei Malern, Arbeiten einer Stickerin, eines Keramikkünstlers und eines Fotografen. Außerdem noch Objekte eines Künstlers, der u.a. aus Schuhleisten einer aufgelösten Orthopädiewerkstatt witzige Kunst kreiert. 

Die Stickerin macht ausdrucksstarke Bilder mit dem Klosterstich. Sie sehen, weil der Hintergrund total bestickt ist, fast wie Webereien aus.

 

Der Fotograf hat ganz unterschiedliche Themen, die er auf seinen Fotos festhält.

 

 

 Hier die Bilder der beiden Maler.

 

 

 

Der Keramikkünstler stellt sehr große Figuren und Gefäße aus, alle in einem ganz individuellen Stil. 


Ich habe mich für drei Wandquilts und eine große Decke entschieden. Zusätzlich habe ich mal meinen aus Spitze gemachten Sonnenschirm mit hingenommen. Das lockert alles etwas auf.

 

Von der Galerie erwünscht war mein "Interaktiver Quilt". Da in Galerien üblicherweise bei den meisten Exponaten ein Hinweis steht, dass man sie nicht berühren darf, sticht mein Schild mit folgendem Text hervor: 

"Anfassen ausdrücklich erwünscht!".  Denn nur durch das Ziehen an der 5 m langen Collage, die zu einem Ring genäht wurde, kann man alles betrachten.

Und schaut euch ganz oben das Plakat an. Die 25 wurde gebildet aus allen Namen der KünstlerInnen, die in den 25 Jahren des Bestehens dort ausgestellt haben. Und meiner mittendrin. Ich freue mich.




 

 



 

Sonntag, 25. August 2024

Nun ist er fertig…

 ... mein neuer Quilt  aus der Sommerwerkstatt 2024. 

Mein Ziel war ja, ihn für eine erste Ausstellung zu beenden. Mit viel Mühe und in nächtlichen Stunden habe ich mein Ziel erreicht. Die Näherei war ja bereits beendet, aber das Quilting nicht. Also Leute, freies quilten unter Zeitdruck und bei künstlichem Licht ist nicht lustig. 

 

Eher hätte ich mir Zeit gelassen, statt meinen Plan mit dem Quilten zu ändern. Ich wollte ganz einfach die Farbkonturen mit den Quiltstichen betonen und das ging nur ganz, ganz langsam.

 

Auch Handquilten war an manchen Stellen noch zu machen.

 Und  Knötchen auch.

 

Die habe ich an einem warmen Sommerabend auf der Terrasse gestickt. 

Für das Binding habe ich mir etwas kompliziertes ausgedacht. An bestimmten Stellen wollte ich eine passende Biese einarbeiten. Binding mit und ohne Biese, der Wechsel an der richtigen Stelle... Oh je!

Getrennt habe ich deshalb natürlich auch.

 

Nun ja, es ist vollbracht. 

 

Ob es der Quilt in die Ausstellung geschafft hat? 

Das verrate ich euch beim nächsten Mal.










 

Samstag, 17. August 2024

Die Lösung

Vielen Dank für euer Mitraten. 

 

Das, was ich euch gezeigt habe, ist ein Bildausschnitt. Von meinem Platz draußen auf der Terrasse habe ich es tagelang beobachten können. 

Es bewegte sich leicht im Wind, auch stärkere Luftbewegungen konnten ihm nichts anhaben. Erst ein Regenschauer machte dem Ganzen ein Ende.

Es ist nicht spektakulär. Es sind nur zwei verwelkte, abgefallene Blütenblätter einer Stockrose, die durch dünne Fäden einer Spinnwebe verbunden sind. 

 

Zusammen hängen sie an einem Grashalm. 

 


 

Dienstag, 13. August 2024

Etwas ganz neues habe ich ...

... in Wahlsdorf ausprobiert.

Wie ich schon mehrmals schrieb, zeigt uns Michaela in Wahlsdorf auch immer wieder zwischendurch mal eine Technik, die eigentlich nichts mit dem Kursinhalt zu tun hat. Ich höre das auch anders. Wenn Frauen aus meinen Nähgruppen von Kursen zurückkommen, die sie irgendwo belegt haben, dann erzählen sie häufig davon.

Kursleiterinnen verraten nur soviel, wie zur Umsetzung des eigentlichen Themas notwendig ist. 

Alles andere ist ein "Extra-Kurs".

Gesehen hatte eine unserer Mädels bei Michaela im Laden kleine Windlichter aus Spinnvlies, die mit zarten Blüten und etwas freier Stickerei gemacht waren. Sehr zart sahen sie aus. Leider habe ich kein Foto davon. Die Frage, ob das gemalt ist, verneinte sie. Sie bot uns an, die Technik gerne für Interessierte zwischendurch mal zu zeigen.

Wer möchte, könne eine kleine Arbeitsprobe anfertigen.

Sie holte uns Blüten aus dem Garten, etwas Aquarellpapier, ein Stück Folie und einen Hammer. Die Blüten haben wir dann nacheinander auf dem Papier arrangiert, dass es ein harmonisches Bild gab.

 

 

Dann wurde die Folie aufgelegt und mit dem Hammer draufgeschlagen. Die Farbe der Blüten und der Blätter überträgt sich auf das Papier. Es geht auch auf glatten Stoffen oder auf Spinnvlies. Man muss halt einiges testen.

 

 

Ich habe nach dem Trocknen der Farbe noch etwas mit einem Fineliner gearbeitet und - voilà - eine Karte ist fertig.

 

 

Die kräftigsten Farbe haben die Blüten im Frühjahr und im Frühsommer.

Diese Technik werde ich mal meinen Mädels zeigen.Auch mit Kindern kann man so etwas machen. Und - es kostet kein Geld.







Sonntag, 11. August 2024

Das Thema...

der diesjährigen Sommerwerkstatt in der Kreativ- und Patchworkbude Wahlsdorf lautete:

Traditionelles Patchwork modern interpretiert.

Auf das Thema hatten wir uns bereits im Vorjahr verständigt. Wir wollten, obwohl wir alle keine Anfängerinnen sind, traditionelle Blöcke in Miniaturformat anfertigen und eine Auswahl dann in einen Quilt integrieren. Wir arbeiteten Blöcke in unterschiedlichen Techniken. Welche, die dreidimensional angefertigt sind, waren für einige neu. Bei mir kamen auch einige lange nicht mehr gemachte Techniken zum Einsatz.

Ich hatte von zu Hause Stoff mitgenommen, denn ich wollte nicht zusätzlich welchen kaufen. Mein Stoffbestand ist für meine Zwecke groß genug. Meine Stoffe waren in Lila- und Grüntönen, Batiks, die schon gut abgelagert waren.

So machten wir unter Anleitung oder ganz individuelle Blöcke. Manche Blöcke gefielen mir und ich habe sie auch mit den anderen genäht. Da ich jedoch immer sehr schnell bin, fertigte ich zwischendrin noch zusätzliche Blöcke an.

 

 

 Schon am ersten Tag war viel erreicht.

 

 

Eines war bei mir bereits bei der Kursvorbereitung sicher, ich wollte einen ganz bestimmten Stoff als Unterlage verarbeiten, bei dem ich dann schöne, aufwändige Quiltmuster aufbringen kann. Und die Blöcke sollten alle wie kleine Quilts 3-lagig sein und aufgenäht, nicht eingenäht werden. Meinen Hintergrund habe ich so zusammengesetzt.

 

Dann kamen noch zwei aufgesetzte Querstreifen dazu.

 

Als Ey-Catcher sozusagen arbeitete ich auch ein paar wenige schwarz-weiße Akzente mit ein. 


Immer wieder legte ich die Blöcke auf, nahm welche weg, fertigte neue an, bis ich die endgültige Gestaltung im Kopf (und als Foto auf dem Handy) festhalten konnte. 

 

Die Position der kleinen Blöcke habe ich auf dem Hintergrund aufgezeichnet, um nicht unnütz darunter zu Quilten.

 

So wie auf dem Foto werde ich immer die Konturen des Stoffmusters nachquilten. An wenigen Stellen wird flächig Stippling gemacht.


Vor dem Quilten musste ich erst ein paar Probestückchen machen, mich warmquilten sozusagen. Denn gequiltet hatte ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr. 

Ich bin natürlich nicht ganz fertig geworden. Aber ich habe die Blöcke für das vorläufige, finale Foto aufgelegt.   

Nun wartet das Teil auf eine Schlechtwetterperiode, damit ich das Quilten weiterführen kann.  Die vollständige Fertigstellung des Quilts habe ich mir bis Anfang September festgelegt. Dann kann er nämlich ausgestellt werden. 

 

Die Kulturscheune Mühlberg, wo unsere Schwarz-Weiß-Quilts ausgestellt waren, feiert 25-jähriges Bestehen. Man hat angefragt, ob ich mit 6 anderen Künstlern gemeinsam die Galerie bestücken würde. Welch eine Ehre für mich. Und der "Neue" hätte da wohl einen guten ersten öffentlichen Auftritt.

So, das war es von der Sommerwerkstatt. Eine kleine andere Technik hat uns  Michaela zwischendurch gezeigt. Es hat nichts mit Patchwork oder Nähen zu tun.
Davon aber ein andermal.