Donnerstag, 4. Juni 2026

100. Geburtstag

Ich glaube, ich habe vor einiger Zeit schon einmal anklingen lassen, dass unser Familientreffen in diesem Jahr einen besonderen Anlass hatte.

Unser Elternhaus wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Auch unsere Mutter würde in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiern, wenn sie noch bei uns wäre.

Aus diesem Grund trafen sich vier Geschwister und die dazugehörenden Familienmitglieder am 30. Mai – dem Geburtstag unserer Mutter – alle in unserem Heimatort. Solche Familientreffen finden (fast) regelmäßig statt.

 

 

 

Meine Schwester wohnt mit der Familie ihres Sohnes im Elternhaus, und alle freuten sich auf das Wiedersehen. Jeder steuerte etwas zum Essen oder einen Kuchen bei, sodass die Vorbereitungen für alle entspannt blieben.

Insgesamt kamen 19 Personen zusammen – nur drei konnten nicht dabei sein.

Die Altersspanne reichte von 4 bis 88 Jahren.

 

 

Das ist unser Elternhaus – früher und heute.

 

Das Haus in den 1960ern.

 

 

Das Haus heute.

 

Unser Dorf liegt direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die Grenzanlagen waren "zum Greifen "nah. 

 


 

 

 

 Jetzt liegt es sehr idyllisch, in alle Richtungen gibt es nur Natur.

 

 


 

Die nächsten Dörfer sind alle etwa zwei Kilometer entfernt. Heute leben im Dorf nur noch knapp 30 Einwohner. 1952 sind viele Bewohner in den Westen geflüchtet. Hier kann man darüber etwas nachlesen.

Die roten Häuser existieren alle nicht mehr. 


 

Und dennoch gibt es sogar ein "Museum" – untergebracht in einem umfunktionierten Trafohaus. 

Spaziergang zum "Museum".

 

Nicht einmal vier Quadratmeter ist der Innenraum groß. Dort kann man die Geschichte des Dorfes in Bildern und Texten nachlesen. Und erstaunlicherweise finden darin sogar ganz viele Leute Platz – wenn es darauf ankommt. Seht selbst.




 

 

 

Stellt euch vor: Auch in diesem Jahr brüteten im Hausbriefkasten bei meiner Schwester wieder Blaumeisen. Ganze zwölf Eier lagen darin, und neun kleine Meisen sind geschlüpft. Einen Tag nach unserem Treffen sind sie ausgeflogen und der Briefkasten war wieder für seine eigentliche Aufgabe frei.

 




Die anzusehen war natürlich besonders für die Kinder spannend.

 

Und wer neu von euch hier mitliest: Die 100 Jahre alte Haustür unseres Elternhauses steht seit dem letzten Jahr bei uns als Sichtschutz im Garten. 

 

 

 

Weil wir bei unserem Treffen wunderbares Wetter hatten, konnten wir den ganzen Tag draußen im Garten sitzen. Es war einfach schön. Alte Fotos wurden angeschaut, es wurde geplaudert, viel gelacht und gemeinsam in Erinnerungen geschwelgt. Immer wieder hörte man die Frage: „Weißt du noch?“ oder „Kannst du dich noch erinnern …?“

Die Kinder hatten ausreichend Platz und viele Möglichkeiten zum Spielen, denn sie interessieren sich natürlich nicht für unseren „alten Kram von früher“.

 

 

 

Mögen wir uns noch oft zu solchen Treffen sehen können. 

Ich verlinke den Post zu Anitas BINGO und streiche das Feld: "Gartenglück oder eben draußen".