… macht aus meiner Sicht viel mehr Freude, als alleine im Zimmer so vor sich hin zu werkeln. Gemeinsam zu nähen, sich auszutauschen, Ideen zu teilen und voneinander zu lernen, ist einfach etwas ganz anderes, als still und für sich zu arbeiten. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Frauen im Stillen Quilts nähen, ohne dass jemand aus ihrem Umfeld überhaupt davon Kenntnis hat und ohne die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das finde ich wirklich sehr schade, denn gerade unser Hobby lebt doch vom Miteinander, vom Inspirieren und vom gegenseitigen Unterstützen.
Schon aus diesem Grund bin ich sehr dankbar, dass sich aus einem ehemaligen Patchworkkurs eine Nähgruppe entwickelt hat, die sich immer noch regelmäßig einmal im Monat trifft. Was damals als Kurs begann, ist heute eine gewachsene Gemeinschaft. Die Mädels nähen mittlerweile auf einem sehr hohen Niveau – man sieht richtig, wie sehr sich jede Einzelne weiterentwickelt.Außerdem, das ist ebenso wichtig, es menschelt in der Gruppe. Es gibt keine Zickereien oder Konkurrenzdenken. Stattdessen hilft jede jeder, wenn Bedarf besteht. Tipps werden ganz selbstverständlich weitergegeben, Probleme gemeinsam gelöst und Erfolge miteinander gefeiert. Genau so stelle ich mir eine kreative Gemeinschaft vor.
Im letzten Jahr haben wir gemeinsam einen Round Robin genäht. Das war ein spannendes Projekt, bei dem jede an den Arbeiten der anderen mitgewirkt hat. Die ersten haben ihren Quilt inzwischen fertiggestellt, und es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich und individuell die Ergebnisse geworden sind, obwohl alle nach dem gleichen Prinzip gearbeitet haben.
Nun kam in der Gruppe die Idee auf, auch heuer wieder etwas gemeinsam zu starten. Interesse hatten die Mädels an der Challenge der Patchworkgilde. Der Titel der diesjährigen Challenge lautet: „Log Beauties Quilt“. Bis Mai wird wöchentlich ein neuer Block samt Anleitung veröffentlicht.
Besonders schön finde ich, dass jeder Block jeweils für eine Woche auch für Nichtmitglieder zugänglich ist – so kann wirklich jede hineinschnuppern und mitmachen. Das Design ist eine spannende Mischung aus Log Cabin und New York Beauty – also eine Kombination aus klassischen Streifen-Elementen und den typischen geschwungenen Formen des New-York-Beauty-Musters. Seht selbst!
Mittlerweile ist bereits der dritte Block online. Obwohl meine Lieblings-Bernina immer noch aushäusig ist, habe die bisherigen Blöcke alle genäht. Zum Nähtreffen kommt ja eine kleine, leichte "Mitnehm-Nähmaschine" zum Einsatz.
Ich verwende Stoffe aus meinem eigenen Bestand. Es macht mir immer besonders viel Freude, vorhandene Schätze neu zu kombinieren und ihnen einen neuen Auftritt zu geben. Da ich allerdings nicht genug passende schwarz-weiße Stoffe hatte, habe ich mir noch drei kleine 25 cm Stücke gekauft. Diese möchte ich anstelle der in der Vorgabe vorgesehenen schwarzen Stoffe einarbeiten, um dem Quilt eine etwas persönlichere Note zu verleihen.
Ganz ohne eigene Handschrift geht es bei mir ohnehin nicht – daher werde ich auch kleine Veränderungen an den Blöcken vornehmen. Nichts Dramatisches, aber hier und da eine Anpassung, damit das Gesamtbild am Ende genau meinen Vorstellungen entspricht.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das Projekt in den kommenden Wochen weiterentwickeln wird – sowohl bei mir als auch bei den anderen aus der Gruppe. Genau solche gemeinsamen Aktionen machen für mich den besonderen Reiz unseres Hobbys aus.




















