Donnerstag, 13. August 2020

Kreative Auszeit...

...in der Patchwork-und Kreativbude Wahlsdorf.



Könnt ihr euch vorstellen, dass man sich auf ein paar Tage dort riiiesig freuen kann?



Könnt ihr euch vorstellen, was man dort alles lernen und machen kann?
Könnt ihr euch vorstellen...

Könnt ihr nicht? Dann lest hier meinen Bericht oder noch besser, fahrt mal hin. Mit oder ohne Nähmaschine, mit oder ohne Ehemann. Mit oder ohne Idee im Kopf.

Denn dort liegen die Ideen und Inspirationen regelrecht auf der Straße- nein, auf den Wegen im großen gepflegten Gelände. Man muss sie nur aufheben und nutzen, aber mit dem eigenen Stil.

Die Inhaberin der Kreativbude ist  Michaela. Sie ist der aktive- kreative Part dort, denn sie kann einfach alles. Sie näht, sie malt, sie filzt, sie bastelt, sie sie entwirft...
Und sie  ist eine hervorragende Kursleiterin, ohne das gewisse "Oberlehrerhafte". Sie führt auch anfänglich unsichere Kursteilnehmerinnen geschickt mit Geduld und manch gut gemeinten Schups zum Ziel.

Die Kreativbude hat sie von der Mutti übernommen, die vor genau 30 Jahren das Kreativschiff bzw. die Kreativbude vom Stapel gelassen hat. Sie hatte mit sehr viel Energie den Schritt gewagt und auf dem platten Land in einem kleinen Dorf in Brandenburg so eine Einrichtung eröffnet. Und nun hat sie den Staffelstab weitergegeben. Es muss schön sein, so ein Lebenswerk in fähige Tochterhände geben zu können.

Frau Walter, eben diese Mutti, ist aber trotzdem noch täglich im Laden und im Garten präsent, so ganz kann sie nicht lassen von den Geschehnissen. Viel zu gerne schaut sie auch den Eleven über die Schulter. Gerne setzt man sich mal zu ihr, wenn sie den Laden beaufsichtigt und hält einen kleinen Schwatz mit ihr. Aber nie sitzt sie da, ohne irgendetwas mit ihren Händen zu machen. Ganz die alte Schule, denn Müsiggang ist...

Der Vater Walter, die gute Seele in Haus, Hof und Garten, macht für die Pensionsgäste ein unübertrefflich liebevolles Frühstück und ist tagsüber unermütlich mit notwendigen Arbeiten im Gelände beschäftigt. Er kann übrigens auch mitsamt seiner gut ausgerüsteten Holzwerkstatt für mitreisende Ehemänner gebucht werden.

Wie wär es z.B. mal mit so einem Mehrfamilien- Vogelhaus?

Dafür muß man aber etwas mehr Zeit einplanen. Aber kleiner geht es ja auch.
Und vergessen möchte ich auch nicht den Ehemann von Michaela, der zwar in der Woche in eigener Sache unterwegs ist. Am Wochenende kommt er oft mit einem Brötchen in den Kursraum und erinnert seine Frau liebevoll daran, dass sie doch noch nichts gefrühstückt hätte.
Wie ihr seht, sind alle irgendwie am Erfolg unserer Arbeiten beteiligt.

Doch nun erst mal der Reihe nach.
Im Juni, als man nach C... (ich mag dieses unsägliche Ding einfach nicht mehr beim Namen nennen) wieder Unternehmungen unter bestimmten Hygiene- Auflagen machen konnte haben wir, meine Patchworkgruppe Suhl, unseren lange gebuchten Termin dort wahrgenommen. Wir wollten Gardinen und Fensterdeko aus Käseleinen gestalten.
Und wir haben unter fachkundiger Anleitung von Michaela mit ganz vielen unterschiedlichen Techniken experimentiert. Es war eine Freude, zu sehen, was bei meinen Mädels so entstanden ist. Ich werde noch darüber berichten und Ergebnisse von ihnen zeigen.

Gleich am ersten Abend, als wir uns unsere Thüringer Bratwürste auf den Rost gelegt haben kam die Anfrage meiner Mädels an mich: Hier ist es so toll. Machen wir das im nächsten Jahr wieder??? Meinetwegen gerne.

Die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Ich konnte mich aber freuen, denn 4 Wochen später fuhr ich ja schon wieder hin, zur sogenannten "Sommerwerkstatt".
Diese findet jedes Jahr einmal statt und für mich hat es lange gedauert, bis ich vor drei Jahren einen der begehrten 10 Plätze ergattern konnte.
Die Werkstatt geht über 4 Tage und umfasst immer ein aufwändigeres Projekt. Das Thema dieses Jahr: "Reingeguckt und rausgeschaut" und es sollten alte Fensterrahmen textil gestaltet werden. Spannende Sache, schon lange vorher. Denn wo bekommt man  schöne alte Fensterrahmen her, die auch noch in Ordnung sind. Im Internet sind schöne viel zu teuer. Mein Mann wußte Hilfe und schnell hatte er mir welche besorgt.

Die mussten zu Hause aber bearbeitet werden. Ich habe die lose Farbe abgebrannt, dann gespachtelt und mit Sandpapier geschliffen. Aber nicht zu sehr, denn das Alter sollte man ja sehen.


Mein Fenster wollte ich mit vier unterschiedlichen Motiven gestalten. Aber immer durchsichtig, um dem Thema gerecht zu werden.
Mein erstes Motiv war eine Libelle, auf Organza und Soluvlies frei gestickt, ausgeschnitten und in einem textilen Rahmen befestigt.


Das nächste Teil sollte mit Blättern gestaltet werden, wieder auf Soluvlies. Blätter mit weißen Garn werdet ihr fragen???
Ein anderes Teil sollte ganz hell in weiß und beige sein, deshalb war dies als Gegenstück gedacht. Das hat sich als nicht klug erwiesen und wurde später mit Textilfarbe behandelt. Ebenso die Halme bei der Libelle.


Das dritte Fenster bekam eine freie Stickerei auf Organza im Rahmen...
 


...und das letzte eine Landschaft aus hellen Stoffen als Applikation und Handstickerei.


So sah mein Fenster dann aus, als ich es für das Fotoshooting bereitgestellt habe.






Nach den Bearbeiten zu Hause mit Farbe gefällt es mir besser und es hängt nun im Wintergarten.





Hier sind 7 der 10 Ergebnisse der Gruppe zu sehen.


Es waren für mich kreative, aber auch entspannte Tage dort in Wahlsdorf. Unsere Truppe passte wieder gut zusammen. Wir haben uns bereits über das Thema für das nächste Jahr verständigt und den Termin im Kalender eingetragen.

Mein Dank geht an alle dort, die zum Gelingen beitragen. Man merkt, dass alle in der Familie an einem Strang ziehen und die Harmonie und die Atmosphäre stimmt. Ich fühle mich in der Pension, im Kursraum und im Laden immer so wohl, dass ich glatt dort einziehen würde.  Unsere Männer haben tagsüber die Gegend erkundet oder haben einfach mal im Garten gesessen und gefaulenzt. 
Fahrt mal hin, mal zum Schnuppern, zum Stoffeshoppen, zu einem kleinen oder großen Kurs. Ihr werdet es nicht bereuen. 


Dienstag, 11. August 2020

Sommerlich heiß oder ...

...wie man der Hitze entfliehen könnte.

Weil unser großer Schattenspender, eine alte Kiefer, weg musste, liegt unsere beliebte und viel benutzte Terasse den ganzen Tag in der prallen Sonne.



Wie könnten wir nur den Aufenthalt angenehmer machen? Darüber haben wir intensiv nachgedacht. Und sind zur Tat geschritten.

1. Wir haben beim Bau der neuen Pergola ein schönes helles Dach ( mit Lichtschutzfaktor!!!) geplant und montiert. Als Sonnenschutz und auch, weil man auch mal bei einem Sommergewitter entspannt sitzen kann, ohne gleich die Flucht zu ergreifen zu müssen. Zum anderen kann man auch mal alle Sitzkissen über Nacht liegen lassen, das Nähzeug samt Nähmaschine kann auf dem Tisch liegen bleiben, wenn man zum Einkaufen fährt. Eigentlich ist so ein Dach ganz nützlich. Eigentlich. Aber warm, zu warm, war es noch immer.

2. Wir haben, um der Hitze, die unweigerlich darunter ensteht, weil zwei Wände die Sitzfläche einschließen, einen großen Ventilator angebracht. Der kann in drei Stufen geschaltet werden, ganz bequem per Fernbedienung. Zur Freude unseres Enkelsohnes.
Eigentlich sollte das nun ausreichen, um ein angenehmes Klima bei solch einer Sonneneinstrahlung wie dieses Jahr, zu schaffen. Eigentlich. Aber warm, zu warm, war es noch immer.

3. Trotz dieser Maßnahmen ist es nur mit Sonnenbrille angenehm zum Sitzen. Die weißen Wände blenden sehr. Ein richtiger Sonnenschutz wie bei einem Sonnenschirm musste her. (Ich mag keine Sonnenschirme, weil sie nie dort Schatten spenden, wo man ihn braucht.) Also haben wir Seilzüge angebracht und ich habe Stoffbahnen als Sonnenschutz genäht.



4. Das müsste nun funktionieren. Eigentlich.
Aber in diesem Jahr 2020, in einem sich seit mehreren Jahren  wiederholendem "Jahrhundertsommer" sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass das immer noch nicht ausreicht.

Und nun werden wir die Natur, in der wir leben, ausnutzen. Denn an einer Seite der Terasse steht seit Jahren ein Blauregen, der bisher mal mehr und mal weniger üppig gewachsen ist. Die Kiefer hatte ihm über Jahre das Licht und die Sonne genommen. Und nun wächst er wie verrückt, wir müssen ihn bereits am Wachstum hintern. Und nun ist der Plan, seine Triebe unter dem Dach entlang zu leiten, damit er uns zusätzlich Schatten spendet. Wäre er auf dem Dach hätten wir keine Freude an seinen Blüten.

Bis dahin werden wir wohl doch unseren Platz lieber hinten in unserem Garten einnehmen. Ganz einfach im Schatten einer unserer Apfelbäume sitzen, der Wind streift durch den Garten, es ist angenehm, auch wenn die Sonne erbarmungslos scheint.



Da fragt man sich, warum man sich all diese Mühen macht, wo doch die Lösung so nahe liegt.


Montag, 10. August 2020

Einfarbig...

... ist das Wort der Woche bei der Fotoreise in Martins Blogzimmer.

Einfarbig, in einem schnöden beige, war letzte Woche meine aktuelle Näherei.  Was es damit auf sich hat, das berichte ich euch in den nächsten Tagen.
 Es grüßt euch

 PS: verlinkt in´s Blogzimmer.


Sonntag, 2. August 2020

Eine Überraschung...

...war vor einigen Tagen in meiner Post. Ein Päckchen von meiner Schwägerin Barbara.

Barbara ist auch eine, die immer etwas mit den Händen tun muss. Sie stickt, sie näht und sie patchworkt. Ach ja, sie kann auch malen. Das kann ich nicht, dafür habe ich ja meine kleine Schwester.

Beim telefonieren mit ihr hat sie mir mal erzählt, dass sie Inchies näht und bestickt. Inchies sind diese kleinen Dinger, die man so wunderbar gestalten kann. Mit allem, was man so in den Fächern und Schubladen findet. Sie sind so wunderbar klein, dass man mit so einem Teil Lust auf´s Kreativsein auch bei wenig Zeit ausleben kann.

Und irgendwann  klingelte dann der Postmann und brachte sie mir, diese kleinen wunderbaren Kunstwerke.

Schaut sie euch doch mal an. So vielfältig kreativ gestaltet.

Sie hat sogar nach Themen gestaltet wie Blumen, Bäume, Häuser, Landschaften...



Von nun an gingen mir diese Inchies nicht mehr aus dem Kopf. Ich wollte unbedingt etwas daraus machen.

Beim Überlegen kam mir dann die Idee: Unser altes Deko- Fenster im Wintergarten braucht ein neues Aussehen. Es wurde vor vielen Jahren mal mit Naturmaterialien gestaltet und wirkte doch schon recht "verstaubt".

Eigentlich wollte ich es mal mit alter Spitze gestalten. Aber nun lagen diese kleine Inchies vor mir und ich dachte nach.
Wie könnte ich sie in die Fensteröffnungen bringen, ohne sie aufnähen zu müssen.

Denn den Fenstercharakter mit der Durchsicht wollte ich schon beibehalten.
Das Aufnähen auf Stoff schied aus diesem Grund aus.
Fäden, ja, verbindende Fäden, das wäre die Lösung.

Ich suchte mir einen dicken Faden bzw. eine dünne Schnur, cremefarben, also neutral. Den legte ich nach dem Vorsortieren der Inchies auf die Rückseite und nähte an vier Stellen mit der Hand darüber.
Ich nähte so, dass ich die Inchies in den Stichen verschieben kann.


So konnte ich sie gut in den einzelnen Fächern des Fensters verteilen.



Sie hängen frei und können sich sogar im Wind etwas bewegen, wenn die Tür offen ist.


Und so sieht es aus, unser neues altes Fenster im Wintergarten.


Ich bedanke mich sehr herzlich bei Barbara für diesen Schatz. Ich wünsche ihr von Herzen alles Gute, dass sie noch viele gute Ideen hat und die Möglichkeit, sie alle kreativ umzusetzen.



Ich verlinke meinen Post zum Thema Überraschung bei der Fotoreise im Blogzimmer.

Mittwoch, 22. Juli 2020

Gardinenwechsel

In meinem Nähzimmer habe ich immer eine selbst gemachte Gardine am Fenster. Hier zum Beispiel eine gestickte Richelieugardine, die schon mehr als 30 Jahre alt ist. Im Sommer steht draußen am Fenster ein Blumenkasten, der regelmäßig von innen gegossen werden muss. Die Gardine lässt sich nicht so einfach wegschieben, weil sie mit Schlaufen auf einer Stange hängt.


Nun habe ich mir für die Sommermonate eine neue Gardine gemacht. Eine Scheibengardine aus Käseleinen und Applikation.

Ich habe das Käseleinen in der entsprechenden Breite zugeschnitten und mit Hilfe von Bügelvlies an der oberen Kante und den beiden Seiten umgebügelt und mit einer Naht versäubert.
An der unteren Seite habe ich ein paar Fäden gezogen, das geht bei Käseleinen sehr gut. Mit einem Zickzack- Stich  wurde ein Hohlsaum gemacht. Dazu sollte man sich Zeit nehmen, denn Käseleinen ist ganz locker gewebt und lässt sich nicht so easy nähen.




Dann habe ich aus einem Baumwollstoff  Mohnblüten ausgeschnitten und mit Hilfe von Steam a Seam aufgebügelt. Das Steam a Seam, die amerikanische Variante von Vliesofix,  hält so gut, dass ich die Blüten nicht nähen musste.



Aufgenäht habe ich dann nur die Stängel, die aus Wolle oder Garn bestehen.


Diese Gardine wird dann im Herbst wieder einer der anderen Gardinen weichen müssen.



Denn Gardinenwechsel gibt es bei mir hin und wieder.


Montag, 20. Juli 2020

Lecker

... das Thema bei  “52” – Die Foto-Reise # 8 in Martins Blogzimmer.


Ich backe sehr gerne nach überlieferten Rezepten meiner Mutter. So auch diese Zuckerschnecken, die meine Oma schon machte. Sie schmecken hervorragend, man kann sie einfrieren und sie auch gut und gerne mal eine Woche aufheben. Besonders mag ich sie mit Rumrosinen. Und am allerliebsten mit einem großen Glas schwarzem Tee - am besten Earl Gray mit einem Schuss Rum.



Verlinkt wird zu Martin.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Die Geschichte eines Regenschirms

Es war einmal ein alter Regenschirm. Kann man bei einer Lebensdauer von mehr als 40 Jahren da von Alter sprechen- ich glaube schon.
Ich kenne das Alter des Schirmes deshalb so gut, weil es ein Mitbringsel für meinen Mann von der ersten Westreise meines Schwiegervaters war. Er hatte diesen Schirm von einer Verkäuferin in einem Kaffeeladen als Geschenk  bekommen, als er für die Daheimgebliebenen Kaffee kaufte.
Der Schirm war beliebt bei allen Familienmitgliedern, denn er war superleicht und viel größer als die unsrigen.

Er war ein Begleiter auf dem Weg zur Arbeit, in den Urlaub und beim Einkaufen. Man konnte ihn auch mal gut als Spazierstock nutzen- wenn nötig.

Nach meinem Umzug hing er nun 3 Jahrzehnte im Windfang draußen vor unserer Haustür. Benutzt wurde er nur noch für den Gang zum Briefkasten, zur Mülltonne oder zu den Garagen. Dafür war er immer noch gut. Nur sein Bezug war schon lange etwas ausgeblichen.
Jetzt, ganz "plötzlich" entdeckte ich, dass sein Stoff Risse hatte. Ein Todesurteil für einen Regenschirm- eigentlich.



Bei der nächsten Müllaktion sollte er entsorgt werden.

Nun hatte ich ihn in der Hand, bei seinem letzten Weg zur Mülltonne. Wie ein guter Freund lag er in meinen Händen. Wehmut überkam mich. Schade dachte ich, du hast uns so gute Dienste getan. Dein Gestell ist immer noch in einem perfekten Zustand, die Mechanik funktioniert einwandfrei und auch sonst ist es schade für dich .

Ich legte ihn erst mal an die Seite und besah ihn mir. Es kam mir da so eine Idee. Ich könnte doch...

Ich befreite den Schirm von seinem Bezug. Alles kein Problem, denn es ist ja alles nur angenäht.






Dann trennte ich ein Stoffsegment heraus und machte mir einen groben Schnitt, denn die Seiten der Einzelteile sind gebogen.



Ich suchte in meinem Stofffundus weiße Baumwollstoffe, Reste von alter Bettwäsche, Spitzen und Borten und begann zu nähen.



Mit der Nähmethode Pojagi, bei der die Teile alle mit Kappnähten aneinander gefügt werden, um auf beiden Seiten saubere Nähte zu haben, entstanden  8 Segmente.
Ich wollte viele Reste verwenden, weil ich aus meiner Zeit der Pojagi- Gardinen- Näherei noch jede Menge vorrätig hatte.
Außerdem war ich mir nicht sicher, ob das Experiment überhaupt gelingen würde.

Nach dem groben Nähen wurde dann das Originalstoffteil aufgelegt und genau zugeschnitten.


Dann fügte ich die acht Teile mit einer großen Stichlänge zusammen. Erstmal zur Probe. Links herum legte ich den Stoff über das Gestell und steckte die untere Kante mit Nadeln fest. Falls ich noch etwas ändern muss, wäre es so am besten abzustecken. Alles passte auf Anhieb. Ich markierte die Stellen, an denen ich dann die kleinen Metallhülsen annähen muss. Nun konnte ich die Nähte richtig nähen und mit Zick-Zack- Stich versäubern.



Diese Markierungen habe ich mit einem Lineal verbunden. Das war die Linie zum Versäubern des unteren Randes.



Als Abschluss nähte ich eine langes Spitzenband an.
Die Metallhülsen wurden mit der Hand befestigt.


Die obere Mitte habe ich mit einem doppelten Faden  zusammengerafft und mehrfach gut vernäht.


Zum Abdecken dieser unschönen Stelle habe ich eine Spitzenrüsche angebracht.


Und nun ist er fertig, mein alter, neuer Schirm.

Zeitaufwand: ein Tag und ein Hörbuch
Materialaufwand: alles alte Bestände = null Euro
Ergebnis: Nähfreude

Unnütz eigentlich, werden jetzt manche denken, denn er ist nicht wirklich für etwas zu gebrauchen. Aber ich habe etwas altes gerettet und ihm neues Leben eingehaucht und außerdem habe ich einen wunderbaren Regentag an der Nähmaschine verbracht.







Montag, 13. Juli 2020

“52” – Die Foto-Reise # 7

Thema in dieser Woche:

Blüten und Blumen

Unter diesem Titel könnte ich, wie andere sicherlich auch, eine Unmenge an Fotos zeigen. Aber ich möchte nicht mit Rosen, Tulpen oder Nelken aufwarten, sondern mit einem Foto unserer Bienenweide.



Diese Wiese enthält eine Vielfalt an unterschiedlichen Blüten und ändert ihr Bild ständig.



Die Samen fallen nach der Blüte aus und geben der Wiese Nachschub für das nächste Jahr. Es wird auch erst im späten Herbst gemäht, wenn sich unsere Bienen längst zur Ruhe gesetzt haben.

Ich verlinke mein Foto zu Martins Blogzimmer.