Montag, 24. Februar 2020

Es wird Frühling...

...denn die Störche sind da.


Entdeckt haben wir sie, als wir letzte Woche in der Therme und im dazugehörigen Gradierwerk in Bad Salzungen waren.


Nach dem Baden im Solebad und einem gemütlichen Mittagessen haben wir noch einige Runden im Gradierwerk gedreht. Das Einatmen der salzgeschwängerten Luft tut der Lunge und den Bronchien gut.



Vom Salzwasser sehen unsere Schuhe dann so aus.


Und nach dem Ausflug zu Hause noch eine Stunde quilten.  Das tut der Seele gut.




Allerdings hat sich mein Tiffany-Bild durch das Quilten nicht wirklich optisch verändert. Bei dieser "Größe" von 30 x 35 cm  kann man eigentlich auf das Quilten verzichten.

Beim Erklären im Kurs muss ich dann auf einiges achten.
Aber dafür mache ich ja solche Test- Näh- Arbeiten, damit im Kurs keine unangenehmen Überraschungen auftreten.




Samstag, 22. Februar 2020

Textiler Kalender...

...das derzeitige Thema im Patchworkkurs.

Wie ich euch hier schon angedeutet habe, mache ich in einem meiner Kurse einen textilen Kalender. Immer wieder werden mir in den Kursstunden Fotos gezeigt und ich werde gefragt, wie das geht und ob wir das eine oder andere auch mal machen könnten.

Manches ist als längeres Kursthema machbar, manches dauert aber viel zu lange, weil es nach Erlernen der Technik dann eher eine Fleiß-Arbeit für zu Hause ist.

Aber erklären möchte ich es meinen Mädels schon, schließlich kommen sie, um etwas zu lernen. Da ich Herausforderungen mag, versuche ich, diese mir gezeigten Techniken zu probieren und auszutüfteln, wie das wohl gemacht sein könnte. Für mich ist es auch befriedigend, wenn ich herausfinde, wie die eine oder andere Arbeitsweise ist. Anleitungen kaufen geht zwar schneller, aber…

Zur Not habe ich ja in meiner Patchworkgruppe QuilThuer Patchwork-erfahrene Frauen, die ich auch mal um Rat fragen kann. Deshalb habe ich dem Wunsch nachgegeben und werde in diesem Jahr viele unterschiedliche Techniken mit den Mädels nähen. Aber immer nur in kleiner Größe, so etwa 30 × 30 cm. Wer möchte, kann dann aus den kleinen Quilts einen Kalender machen. Beim richtigen Kalender klappt man nach Ablauf des Monats die Seite um und sieht ein neues Foto. Wir befestigen einfach mit zwei Stecknadeln einen neuen Quilt und wechseln das monatliche Kalendarium aus Papier aus.





So einfach. Fertig.

Möchte man nur eine Textiltechnik für einen Kalender verwenden kann man das Oberteil, den Quilt, auch fest mit dem Kalendarium verbinden. (Eine gute Geschenkidee).



Wer keinen Kalender mag, kann für seine Arbeitsproben auch ein anderes Format wählen und eine, derzeit sehr beliebte, Projekthülle machen.

Oder man macht daraus einen Bezug für einen Ordner. Auch meine Kalender-Quilts bewahre ich in einem solchen Qrdner auf – so richtig standesgemäß.



Fünfundzwanzig verschiedene Techniken habe ich bisher  dafür angewendet. Einen Teil davon seht ihr hier.



Mein Jahr könnte dann eigentlich 25 Monate dauern. Wäre das nicht toll? 12 Monate für die Pflichten und die zusätzlichen Monate nur für die schönen Dinge des Lebens. Nähen, kreativ sein, sich im Garten beschäftigen, in der Sonne liegen, schöne Bücher lesen, spazieren gehen, in den Urlaub fahren, im Cafe´sitzen, ins Theater gehen, sich mit der Freundin treffen...

Wenn es so einfach wäre würden sich alle Menschen eine Nähmaschine kaufen und anfangen, sich zusätzliche Zeit zu nähen.

Ob das so gut wäre???


Dienstag, 18. Februar 2020

Patchwork- Tiffany-Technik

In einem meiner Kurse mache ich mit den Mädels einen textilen Kalender. Ihr müsst euch das so vorstellen:
Wir machen 12 Miniquilts, alle in bisher noch nicht gemachten, textilen Techniken. Zum Kalender erzähle ich euch in einem der nächsten Posts näheres.

Einer dieser Miniquilts entsteht in der Tiffany- Technik. Ich mache ja immer alle diese Sachen zur Probe mindestens einmal, um die Schwierigkeiten zu erkennen und um den Mädels als Beispiel etwas "in die Hand" geben zu können.

Vor Jahren habe ich mal ein schönes Motiv im Internet gefunden. Fast jedes Bleiglasfenster ist ist als Anregung dafür geeignet. Von diesem Foto wird eine Zeichnung gemacht.
Da ich keinen Lichtkasten habe klebe ich die Zeichnung an die Fensterscheibe und kann die Konturen übertragen.


Nach dieser Zeichnung werden Einzelteile auf Steam a seam bzw. Vliessofix übertragen und die Stoffe entsprechend zugeschnitten.


 


Da die Teile so klein sind ist eine Pinzette beim Auflegen auf den dunklen Hintergrundstoff eine große Hilfe.

Ständig müssen Korrekturen gemacht werden und auch die eine oder andere Stelle nachgeschnitten werden. Das kommt dadurch, weil die Fugen zwischen den Teilen ja beim Zeichnen nicht berücksichtigt wurden. Beim nächsten mal, bzw. beim Erklären im Kurs muss ich das berücksichtigen.





Wenn die Teile richtig liegen können sie aufgebügelt werden.






Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, immer Fotos während des Entstehungsprozesses zu machen. Das erleichtert mir oft meine Erklärarbeit in Anleitungen oder im Kurs. Und diese Fotos sehe ich mir dann auf dem PC an. Und siehe da. Da erkennt man Fehler, die auf dem Handydisplay, aber auch bei der Arbeit nicht wirklich auffallen.





Hab ich doch tatsächlich Teile aus falschen Stoff geschnitten. Zum Glück habe ich es noch vor dem Aufbügeln bemerkt.





Der nächste Schritt ist das Quilten der Zwischenräume und des Hintergrundes. Und natürlich der Rand. Dann zeige ich es euch, versprochen.

Und auch eine ausführliche
Erklärung zu unserem textilen Kalender.

Bleibt einfach dran, eure

Donnerstag, 13. Februar 2020

Hallo, ich bin Charly......

...die Katze vom Friedrichsanfang Nummer 35.
Da wo ich wohne, geht es mir ziemlich gut. Im Vorderhaus wohnen meine Menschen, die tagsüber meist zu Hause sind. Und hinten im Garten wohnen die jungen Leute mit meinem Lieblingsmenschen Emil. Sie sind tagsüber fast immer unterwegs, keine Ahnung wo die immer hinfahren.
Bis vor einem Jahr war ich nicht die einzige Katze hier, da gab es noch meine Schwester Cleo.


Leider ist sie im Katzenhimmel. Ich vermisse sie, auch wenn wir uns manchmal nicht vertragen haben. Sie war ja auch eher eine Stubenhockerin. Stundenlang konnte sie neben der Nähmaschine  schlafen.



Ab und zu haben wir auch gemeinsam im Wintergarten auf unserem Katzenquilt geschlafen.



Wenn ich bei Emil bin, liege ich auf seinem Spieleteppich und werfe gerne die Sachen um, die er aufgebaut hat. Wenn er dann mit mir meckert, bin ich beleidigt und lege mich auf seinen Buch- Anschau-Sitzsack.



Schön finde ich es, wenn ich in der Sonne schlafen kann. Das ist fast wie Urlaub.



Draußen finde ich es immer am Schönsten. Nur drin sein, wie diese Stadtkatzen, nee, nee, das wäre nichts für mich. Ich brauche Natur, ich muss raus. Auch bei Kälte und Schnee. Na ja, Schnee, auf den mussten wir dieses Jahr lange warten.

In manchen Wintern ist der Schnee bei uns so hoch, dass mir sogar das Schlupfloch durch den Zaun versperrt ist.




Ich muss dann über den Zaun- das ist für eine alte Dame wie mich ganz schön anstrengend.




Am liebsten laufe ich, wie manche Skifahrer, durch den unberührten Schnee. Da kann ich dann auch von mir sagen, ich hätte auf dieser Welt Spuren hinterlassen.



Und wenn Schnee gefallen ist, müssen meine Menschen den auch wegräumen. Manchmal sogar mit der Schneefräse. Ich sag´s euch, das macht Freude. Besonders, wenn die dann den Schnee so hochwerfen und er durch den Wind in alle Richtungen fliegt.

Manchmal stelle ich mich auch auf den Schneeschieber, um meine Menschen zu necken.




Ja, das Katzenleben ist schön. Aber auch ich bräuchte mal einen Ortswechsel, eine kleine Auszeit sozusagen. Aber kein Tierarzt schickt mich mal zur Kur. Also sorge ich halt selbst für Luftveränderung.



Aber wenn schon, dann richtig. Ganz oben ist auch die Aussicht am Besten. Eine Etage tiefer sind außerdem die billigen Plätze. Die Sonne scheint hier oben hin, bis sie untergeht. Und wenn meine Menschen am Abend aus dem Schuppen Holz für den Kachelofen holen nehmen sie mich mit ins Haus. Dann kuschel ich mit meinem Lieblingsmenschen Emil auf dem Sofa.

Am Abend bekomme ich auch schöne, warme Milch.

Manchmal nasche ich auch etwas Schlagsahne.
Zuckerfrei natürlich. Aber die bekomme ich nur bei den  Menschen im Vorderhaus.  Denn die trinken jeden Nachmittag Kaffee. Na ja, Rentner halt, denen geht´s gut.

Ein schönes Katzenleben ist das, sage ich euch. 

Ich melde mich mal wieder, bald oder irgendwann mal.

Viele Grüße von eurer Charly






Montag, 10. Februar 2020

Emils Hose...

...oder "Nähen mal anders".

"Oma, meine Hose ist kaputt, kannst du sie bitte reparieren?"

Naja, ich muss mir den Schaden erstmal anschauen.
Oberflächlich betrachtet geht das schon. Ein Hosenbein hatte ein Loch, das andere war nicht weit weg davon.

Die spontane Zusage: "Klar, Oma macht das schon".


Vor dem Nähen kommt erstmal das Auftrennen. Jedoch nicht nur beide Seitennähte, eine davon noch doppelt abgesteppt. Die Hose hat natürlich auch ein Innenfutter. Um alles unter der Maschine zu bewerkstelligen, muss auch das Futter von Knie zu Knie geöffnet werden.


Beide Seitennähte sind offen, nun muss die Knieverstärkung ab.




An einem Hosenbein ist außerdem noch eine aufgesetzte Tasche, natürlich muss die auch ein Stück abgetrennt werden, da sie die Knieverstärkung überdeckt.

 

Zum Glück befindet sich in meiner Restekiste ein Stück graue Popeline. Die Stofffläche der Knieverstärkung ist der Form der Hose am Knie angepasst, ich muss mir also einen Schnitt erstellen und die kleinen Abnäher übertragen.





Die werden dann genäht. Die Säume, die aufgesteppt werden, habe ich etwas gebügelt.


So kann ich die Flächen leichter aufsteppen.





Es ist alles sehr eng unter der Maschine, weil man ja nur durch die offenen Nähte arbeiten kann. Ich glaube, eine neue Hose zu nähen ist einfacher.

Alles passt. Nun werden die Seitennähte wieder geschlossen.



Die vorher doppelt gesteppten Nähte mussten auch wieder abgesteppt werden.



Die Ecke der aufgesetzten Tasche kommt wieder an ihren richtigen Platz.



Die offenen Kanten wurden alle noch mit Zick- Zack- Stichen versäubert.


Ganz unten am Hosenbein gab es noch eine offene Naht, die wurde auch gleich mit repariert.




Nun konnte auch das Innen- Futter wieder zugenäht werden.


Fertig. Die Hose ist wieder heil, man kann nicht erkennen, dass da mal was defekt war, weil die Farbe des grauen Stoffes perfekt passt.


Vier! Stunden und mehrere Flüche später war die Arbeit beendet.

Flüche?

Warum?

Weil ich eine Nadel abgebrochen habe. Denn ich habe nicht bedacht, dass mein eingesetzter Nähfuß nicht für Zick- Zack- Stiche  geeignet ist.

Und drei! mal habe ich beim Nähen aus Versehen das Futter mit erwischt und musste die Nähte wieder trennen. Und weil die Nähte ja halten sollten hatte ich vorher die Stichlänge reduziert.
Ha, ha!

Egal, alles ist gut. Emil kann seine Hose wieder anziehen. Sie ist auch kindergartentauglich.

Stoffe zerschneiden und was neues nähen kann doch schließlich jede.








Mittwoch, 5. Februar 2020

Noch etwas für den Kindergarten

Ich höre oft von unserem Enkel den Satz: "Ich gehe gerne in den Kindergarten." Das ist auch für die Oma ein mehr als schönes Gefühl.
Sein Kindergarten befindet sich quasi nur um die Ecke, gleich am Wald. Sie haben ein schönes Außengelände und zwei Spielplätze im Wald. Emil nennt diese Spielplätze den kleinen und den großen Wald. Die Kinder sind sehr viel draußen, bei (fast) jedem Wetter. Die Kinderkleidung heutzutage macht das auch möglich.

Und weil sich Emil dort so wohl fühlt  möchte ich auch als Oma mal DANKE sagen.
Schon lange hat Emil ein Quietbook, mit dem er sich gerne beschäftigt. Da kam mir die Idee, auch für den Kindergarten ein solches zu nähen.
Die Seiten sind alle 25 x 30 cm groß und in einem Ordner eingeheftet. So kann sich jedes Kind individuell mit einer Seite beschäftigen und dann kann getauscht werden.

Der Inhalt:
Eine Seite mit schönen  Stoffdrucken...


 ...und auf der Rückseite in einer Tasche die passenden Puzzle- Teile dazu.







Hier soll sich eine Maus durch den Käse fressen.






Bei dieser Seite kann das Öffnen und Schließen der Reißverschlüsse geübt werden. Ich habe in meinem Fundus gebrauchte Reißverschlüsse  mit großen Zippern gefunden. Manche sind festgenäht, andere an einer Seite lose.







Auch verschiedene andere Verschlüsse sind gut für die Feinmotorik der Kinder.




Schleifenbinden war in meiner Kindheit auch nicht einfach zu lernen. Aber es musste sein, es gab noch keinen Klettverschluss. Hier kann das Fädeln durch die Löcher und das Binden von Schleifen probiert werden.





Ein Apfelpuzzle ist auch dabei.







Hier kann das Kind Kleidungsstücke benennen, sie in die Waschmaschine legen und dann auf die Leine hängen.







Das Zuordnen von unterschiedlichen Formen ist hier gefragt...







...und hier kann man eine Kordel durch unterschiedliche Schlaufen fädeln.







Ein Wurm als Puzzle...







... und eine  Seite, um das Zählen zu lernen.





Zum Schluss noch ein Apfelbaum, von dem die Kinder die Früchte ernten, in die Tasche packen und wieder an den Baum hängen können. Auch ein Igel ist dabei, der gerade einen Apfel stibitzt hat.







Bei allen Seiten habe ich Lochösen eingestanzt, damit die Erzieherin die Seiten leicht entnehmen und wieder einordnen kann.
Bei der Übergabe an den Kindergarten werde ich versprechen, dass, sollten mal Reparaturen notwendig sein, ich die selbstverständlich übernehme. Eine lebenslange Garantie sozusagen. Evtl. muss ja auch mal eine Seite ersetzt werden. Denn der Ordner soll ja nicht geschont in einem Regal stehen sondern benutzt werden. Und sollte das alles mal irgendwann verschlissen sein, würde ich mich freuen. Denn mit Spielzeug muss gespielt werden.



Der Ordner bekam natürlich noch eine standesgemäße Hülle mit dem Namen vom Kindergarten.


All das verarbeitete Material (außer die Ösen und die Perlen) hat sich in meinem Bestand befunden. Ich habe mit Filz und mit gebrauchten Baumwollstoffen gearbeitet. Viel selbstgefärbte Bettwäsche konnte ich endlich vernähen.

Nächste Woche, wenn ich am Omatag Emil aus dem Kindergarten abhole, werde ich den Ordner übergeben. Ich hoffe sie freuen sich darüber.