…lautet das Thema, welches wir bereits im vergangenen Jahr als Projekt der Patchworkgruppe QuilThuer diskutiert hatten. Es gab in der Gruppe begeisterte und auch fragende Gesichter.
Poesie – ist das ein Thema für einen Quilt? Ich finde schon, denn bei diesem Thema kann man unendlich viele Inhalte hineinpacken. Poesie ist die Kunst der Dichtung. Man kann ein Lied, ein Gedicht, den Inhalt eines Buches oder aus meiner Sicht sogar auch ein Bild poetisch beschreiben bzw. als Basis für eine textile Umsetzung wählen. Herausfordernd ist es allemal.
Als dann noch in der Gruppe festgelegt wurde, dass alles individuell gestaltet werden kann, gab es Zustimmung von allen Seiten.
Größe, Material, Technik – alles sei möglich. Egal ob Patchwork, Applikation, Stickerei, Malen oder Drucken …
Gedanklich ging ich schwanger mit der Umsetzung eines Baumes. Das Lied „Alt wie ein Baum möchte ich werden …“ mag ich sehr, und ein Baum – textil umgesetzt – hätte den passenden Bezug zum Text.
Eigentlich wollte ich, als der familiäre Stress im letzten Jahr abgeflacht war, einfach nur mal wieder meine Nähmaschine „streicheln“. Ich nahm mir ein Stück grauen, groben, leinenähnlichen Stoff und wollte experimentieren – eine Arbeitsprobe für den Quilt machen und testen, ob sich der Stoff für meine Idee eignet. (Für echtes Patchwork ist er nämlich nicht zu gebrauchen.)
Ich legte zwei Lagen des Stoffes übereinander, die Gewebefäden jeweils schräg, denn bei meiner Methode hätte sich der Stoff sonst gedehnt. Er ist nämlich ein wenig lapperig. Ich zeichnete einen Rahmen und skizzierte grob einen Baum.
Dann nähte ich frei mit engen Zickzackstichen darüber. Beim Nähen stellte ich ganz langsam die Stichbreite kleiner, damit sich die Äste nach außen etwas verjüngen. Ein wenig knifflig, aber machbar.
Die Zwischenräume sollten dann zum Schluss aus der Fläche innerhalb des Rahmens herausgeschnitten werden.
Außerhalb des Randes nähte ich noch kleine Zweige.
Beim Ändern einer Bluse blieben einmal Ärmelteile übrig, die farblich prima passten. Weil das Material Polyester ist, franzt es nicht und eignete sich wunderbar zum Ausschneiden vieler winziger Blätter. Die sind nicht mal 1 cm groß und in unterschiedlichen Grüntönen.
Diese habe ich dann jeweils nur mit einem kleinen Handstich befestigt, sodass sie locker auf dem Stoff aufliegen.
Die Arbeitsprobe gefiel mir schließlich so gut, dass ich sie kurzerhand in den Status "einsetzbar“ befördert habe.
Wie es mit dem Projekt weiterging, zeige ich beim nächsten Mal.
Neugierig?
PS: Ich verlinke heute meinen Post zu Anitas BINGO und streiche das Feld "Gedicht".









