Dienstag, 19. Februar 2019

Eine Kugel zum Nachmachen...

...hätte ich für euch.

Das soll ein kleines "Danke" sein an die Menschen, die mir mit ihren Kommentaren Freude machen. Leider kenne ich nicht alle Leserinnen meines Blogs, denn viele lesen und geben kein Wort von sich. Naja, vielleicht gefällt ja nicht allen mein Geschreibsel und ich sehe nur nicht ihre in Falten gezogene Stirn. Vielleicht haben sie nur keinen Mut zum Schreiben. Aber ich sage euch: kommentieren tut nicht weh und macht nicht krank und auch nicht dick.
Ich freue mich, wenn ich doch mal den einen oder anderen Namen lesen würde, wirklich.

Wie hier bereits versprochen, habe ich eine noch einfachere Form meiner Kugel gezeichnet.
Sie besteht aus 36 Teilen und ist dadurch sehr überschaubar. Die Schablonen sind so, dass die Kugel eine Größe von 40 cm hat. Für Kissennäherinnen eine ideale Größe.
Man kann sie farbig gestalten oder in schwarz-weiß. Man kann die "Löcher" in der Mitte auch weglassen, man kann hellen oder dunklen Hintergrundstoff verwenden...
Die Kugel kann gerade oder schräg ein-oder aufgenäht werden.
Es gibt viele mögliche Varianten.






Meine bunte Kugel ist fertig. Ich habe mich für ein ungleichmäßiges, strahlenförmiges Quilting entschieden. Vielen Dank für eure Quiltvorschläge. Und im Binding ist eine schmale, farbige Biese eingearbeitet.

Wer Lust hat, kann die kleine Kugel nacharbeiten. Schreibt mir einen Kommentar, wenn ihr das nähen möchtet. Diejenigen, die anonym schreiben und deren Mailadresse ich nicht kenne, sollten mir außerdem bitte eine Mail schreiben. (meine steht im Impressum).
Ich würde die Schablonen dann gerne als PDF-Datei verschicken.


Viel Spass beim Nähen und freundliche

Sonntag, 17. Februar 2019

Vom Eise befreit...

... sind Strom und Bäche...

Jedoch noch nicht die größeren Gewässer wie die nahegelegene Talsperre.
Ich habe meinen Herrn L. auf eine Kontrollfahrt in sein Jagdrevier begleitet. Unsere Weiterfahrt wurde jäh unterbrochen, weil der Weg noch so viel Schnee hatte, dass wir trotz Allrad-Antrieb kein Risiko eingehen wollten.
Vom Weg aus kann man an manchen Stellen wunderbar auf das Wasser schauen.
Überall gibt es noch eine geschlossene Eisfläche.

Wenn es ganz still ist, kann man hören, wie das Eis knackt.

Es kann sehr täuschen. Es ist kein blaues Wasser, sondern alles Eis.




Dort wo es ständigen Zufluss gibt geht das Eis schon langsam zurück. Und diese Zuflüsse sind sehr stark, kommt doch nun auch viel Schmelzwasser von oben.
Bei 15 Grad "Wärme" waren bereits viele Wanderer und Radfahrer unterwegs. Es kann nicht anders sein, der Frühling steht vor der Tür.

Freitag, 15. Februar 2019

Meine Kursmädels

Ich hatte euch ja hier berichtet, dass meine Kursdamen von meiner Kugel so begeistert waren und sie unbedingt auch nähen wollten. Nach ganz kurzer Überlegung habe ich zugesagt, denn ich traue es eigentlich allen zu.
Seit dem letzten Treffen waren sie fleißig und nun sind fast alle Teile vom ersten Viertel der Kugel genäht.


Das etwas knifflige Zusammennähen der Kugel mit dem Hintergrund zeige ich ihnen dann beim nächsten Mal. Und wenn sie das absolviert haben ist es eigentlich nur noch Fleißarbeit, denn alle Arbeitsschritte wiederholen sich noch 3 mal.

Hier zeige ich euch die ersten Ergebnisse.
Angelika überlegte lange, aber das Farbspiel in grün - schwarz mit den mittigen Farbtupfern ist ganz toll.

Birgit hat sich für die Variante in zwei Blautönen entschieden.

Helga blieb bei grau- schwarz mit leuchtenden Innenteilen.

Monika wollte auch den klaren Hell- Dunkel Kontrast, die Zentren sind blauer Batikstoff.
Christina konnte leider nicht kommen, aber sie wird alles nachholen.

Ich freue mich sehr, dass sie sich mit mir gemeinsam an so ein schwieriges Projekt getraut haben und bin gespannt auf die Endergebnisse.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Ich habe schon wieder "gekugelt"

Von meiner Vasarelykugel habe ich euch ja hier bereits berichtet. Nun habe ich ein weiteres Top mit einem  Kugelmotiv (fast) fertig.



Beweggrund für diese Variante war, so ein Kugel- Motiv in einer etwas leichteren Nähweise, mit weniger Aufwand und nicht so fehleranfällig zu nähen. Ich habe in meinen Kursen auch Frauen, die sich nicht so gerne an komplizierte Sachen trauen und denen möchte ich auch Gelegenheit geben, so etwas zu machen.
Da fiel mir ein, dass ich mir ein Foto einer ähnlichen Kugel mal gespeichert hatte, weil mir das Quilting so gut gefiel.  Die Kugel fand ich vor Jahren auf der Seite von Geta Gama.(Internetadresse gerne auf Wunsch)

Nun möchte ich euch den Werdegang dieser farbenfrohen Kugel zeigen.

Ich habe mit dem PC einen Entwurf in Grautönen gemacht. Diesen Entwurf habe ich dann in der entsprechenden Größe mit der Druckoption Kachel auf neun A4- Seiten ausgedruckt.

Diese Seiten habe ich dann zum Gesamtmotiv zusammengeklebt.





Alle Einzelteile haben eine andere Form. Das bedeutet, dass kein rationelles Zuschneiden möglich ist. Deshalb habe ich per Hand alle Teile auf Frezzerpapier übertragen. (Leider mag mein Drucker kein solches Papier bedrucken.) Eine vorherige Nummerierung war dabei günstig, denn es sind 84 Einzelteile.





Diese Schablonen wurden dann ausgeschnitten, wieder in der richtigen Reihenfolge angeordnet...
...und dann auf den Stoff gebügelt. Diese Teile habe ich mit der Schere grob und dann mit dem Rollschneider exakt geschnitten. Beim Entwurf hatte ich bereits bedacht, dass alle Teile außer am Außenrand gerade Kanten haben. Außerhalb  der Schablone muss die Nahtzugabe gleichmäßig zugegeben werden.




 Die Stoffauswahl habe ich von Teil zu Teil entschieden.





Alle Teile einer Reihe wurden aneinander gefügt. In jeder Reihe sollte die NZG in eine andere Richtung gebügelt werden.





Schrittweise wächst so die Kugel.

Dann wurden die "schwarzen Löcher" auf Vliesofix  gezeichnet, auf den schwarzen Stoff gebügelt, ausgeschnitten und mitttig auf die jeweiligen Vierecke gebügelt. Auch hier sind die Teile immer unterschiedlich.



So gefiel es mir schon ganz gut. Jetzt noch das Aufnähen der schwarzen "Löcher".




Das Auflegen der Kugel auf schwarzen Hintergrundstoff zeigte mir wie es fertig aussehen könnte. Die Stofffarben leuchten sehr schön.


Die Nahtzugabe an der Außenkante der Kugel habe ich vorher über eine Pappschablone  gebügelt. Dann geheftet und mit der Hand auf den Hintergrund appliziert. Als ich damit fertig war und das Foto auf dem Bildschirm sah, habe ich mich darüber geärgert, dass ich die Kugel  gerade zu den Kanten des Hintergrunds appliziert habe.



So würde es doch besser sein, oder?

Sollte ich das evtl. noch einmal verändern?
Der weitere Schritt wäre dann das unsichtbare quilten der Kugel im Nahtschatten.
Und der Hintergrund, wie sollte ich den quilten???

So oder so oder so oder doch ganz anders?

Schön wenn jemand einen Vorschlag hätte.
PS: Ich habe noch eine weitere Variante entwickelt, noch mehr vereinfacht und auch in der Größe für ein Kissen umsetzbar.Und nur mit 36 Einzelteilen. Ist doch überschaubar.
Wollt ihr das evtl. nacharbeiten? Dann schreibt mir einen Kommentar.

Sonntag, 10. Februar 2019

Kursergebnisse

Einen langen Kurstag gab es gestern, wie immer am 2. Samstag im Monat.
Geplant war eine "Nähen auf Papier- Methode", bei der die Kursteilnehmerinnen erst ihren eigenen Block entwickeln sollten. Erst dann konnten sie mit dem Nähen beginnen, um einen ganz individuellen Frühlingsläufer zu machen. Nach so vielen Kurs-Jahren schafften die Mädels das mit Bravour.

Besonders gefreut habe ich mich über drei mitgebrachte (fast) fertige kleine Quilts, deren Technik ich ihnen im November gezeigt hatte.
Inspiriert wurde ich bei diesem Thema durch Quilts von Alicia Merrett.
Ausgangspunkt für die Quilts waren Aufnahmen von G....Maps, die den Ort zeigen, in denen sie wohnen. Die Häuser, die Gärten, die Straßen, Gassen, Bäche...
Sozusagen: Mein Zuhause von oben.


Mein Anliegen bei diesem Thema war, dass meione Kursfrauen selbst den Entwurf machen und verschiedene Schneide- und Nähtechniken anwenden. Mit einem ganz unterschiedlichem Quilting sollten sie dem Ganzen  eine besondere Note geben. Außerdem wollte ich sie wieder an das freie Quilting heranführen. Denn manche trauen sich da nicht wirklich.
Diese drei ersten Ergebnisse sprechen für sich, weitere zeige ich euch später.
Der Quilt von Silvia in perfekter Verschneidetechnik und schönem Quilting.

Annes Quilt mit vielen wunderbaren Details, wie dem gequilteten Pflaster oder den Bäumen.

Und dies ist der kleine Quilt von Beate mit einer wunderbaren Stoffauswahl. Sie freut sich schon, den Flächen durch das Quilten Struktur zu geben.

Ich fahre immer erschöpft, aber sehr zufrieden nach dem Kurs nach Hause. Über 5 Stunden 10 schnatternde Damen in einem Raum (eigentlich 11, denn ich rede auch viel und gerne) ist schon eine Herausforderung. Auch wenn sich die Mädels manchmal viel zu erzählen haben, es wird auch fleißig gearbeitet. Das fordere ich als Kursleiterin, denn sie sollen alle mit einem zufrieden stellendem Ergebnis nach Hause fahren.



Montag, 4. Februar 2019

Sterne im Schnee...

...gab es heute in unserem Garten.
Alle Versuche, die "Stars in the Night" so zu fotografieren, dass man das Quilting gut sieht sind leider gescheitert. So habe ich kurzerhand den Quilt genommen und in den Garten getragen. In der prallen Sonne ging das dann wunderbar.
Und nun auf zu neuen Ufern bzw. neuen Quilts.

Freitag, 1. Februar 2019

Nun ist sie fertig...

...meine Vasarely- Kugel. Es ist schon erstaunlich, was man mit Stoff für Effekte erzielen kann. Man könnte denken, die Kugel platzt gleich auseinander.





Na ja, eigentlich ist sie noch nicht ganz fertig. Sie muss noch gequiltet werden. Aber damit habe ich ein kleines Problem. Es geht nicht mit der Maschine. Quilten möchte ich nur im Nahtschatten. Und immer in der jeweils passenden Farbe des Stoffes. Aber das ist sehr aufregend, wenn mal ein Stich daneben in den Stoff geht, ist das deutlich zu sehen und ich muss unterbrechen, trennen und neu ansetzen. Deshalb habe ich mich für das Handquilten entschieden. Und das wird dauern, aber es ist ja Winter und die Tage sind lang. Und ein nennenswertes Handnähprojekt ist zurzeit auch nicht vorhanden. Also sitze ich am Abend gemütlich auf dem Sofa, mache die Beine hoch und quilte.

Ich hatte euch hier versprochen, dass ich noch ein paar Tipps gebe, was man (aus meiner Sicht) beachten sollte, wenn man dieses Projekt angeht.

- Bei der Stoffauswahl darauf achten, dass man nicht zu dicke Stoffe verwendet. Zu dünn dürfen sie jedoch auch nicht sein, da man sonst jeden Fussel vom dunklen Stoff durchsehen kann. (Es muss auch nicht unbedingt schwarz mit weiß kombiniert werden, auch andere Farben sind möglich.)

- Es wird mit der „Nähen auf Papier- Methode gearbeitet. Ich habe die Schablonen auf 60g Papier gedruckt. Das ist etwas durchsichtig, dünn und lässt sich nach dem Nähen gut entfernen.

- Ich habe mit den Segmenten begonnen, die etwas komplizierter sind und außerdem im Bogen genäht werden müssen. Die großen Teile mit den rechten Winkeln waren zum Ende zu dann immer meine Belohnung.

- Die Stichlänge habe ich gleich auf 1,8 reduziert. Das Papier ist gut perforiert und entfernt sich leichter. Aber Achtung, beim Trennen sind solche kleinen Stiche nicht lustig. Wer mit dieser Nähmethode nicht so versiert ist, sollte die Stichlänge auf einer gut trennbaren Länge belassen.

- Die Streifen für die gebogenen Segmente habe ich im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, sie lassen sich dann nach dem Umklappen gut in Form ziehen und nach dem Bügeln bleiben sie auch so. Würde man im geraden Fadenlauf schneiden müsste man den Stoff genau in der Form zuschneiden. Das würde heißen, nach Schablone zuschneiden.

- Ich habe die dunkle NZG immer 1–2 mm mehr zurückgeschnitten als die helle. So habe ich vermieten, dass sie durch den hellen Stoff durchscheint. Deshalb habe ich auch alles mit hellem Garn genäht, da brauchte ich nicht jeden Faden abzuschneiden. Denn auch diese Fäden könnten dann durch den hellen Stoff sichtbar sein.
(Außerdem näht man ja immer einen hellen und einen dunklen Stoff zusammen.)

- Nach jeder Naht wird gebügelt! Deshalb habe ich rechts neben der Nähmaschine ein kleines Reisebügeleisen mit Bügelunterlage, so brauche ich mich nur auf meinem Stuhl drehen und nicht jedes Mal aufstehen (Was allerdings auch zwischendurch mal gemacht werden sollte!!!)

- Nur 4 Stellen im Quilt sind etwas problematisch. Hier kommen auf 2 x 2 cm insgesamt 16! NZG knapp nebeneinander zusammen. Die gestrichelte Linie auf dem Foto ist das Ende der NZG, bis hierhin wird der Stoff noch zurückgeschnitten. Die Ecke des dunklen Stroffes ist die Nählinie zum Nachbarteil.



- Deshalb habe ich zu einem Trick gegriffen, den mir schon meine Mutter verraten hat. Ich habe auf die Stelle etwas Stoff gelegt und mit einem Hammer mehrmals vorsichtig darauf geschlagen. Dadurch wird der Stoff weich und er lässt sich gut nähen und auch leichter umlegen.

- Ganz wichtig ist, dass alle äußeren NZG der Teile exakt geschnitten werden. Dadurch passt dann später alles gut zusammen.

- Ich habe immer erst ein Viertel der Kugel genäht. So ein Viertel besteht aus dem Teil der Kugel und dem geraden Rand. Diese beiden Teile habe ich separat genäht.  Wenn man sie zusammensetzen möchte hat man eine konkave und eine konvexe Außenkante. Diese beiden dann zusammenfügen und verhindern, dass bei den vielen Nahtzugaben nichts verrutscht, ist etwas schwierig.

Bildunterschrift hinzufügen
- Deshalb habe ich mir ein Stück Pappe mit diesem Bogen geschnitten. Die NZG am Bogen des Randes wird über diese Pappschablone gebügelt und nach dem Auskühlen geheftet. Diesen Bogen habe ich passgenau auf das Kugelteil gelegt und festgesteckt. Dann einfach mit der Hand appliziert. Passt!



- Dabei habe ich immer mit der jeweiligen Farbe genäht, die dem Stoff entsprach. Mit dem Leiterstich sieht man keinerlei Stiche.

- Als alle Viertel der Kugel fertig waren wurden sie dann zu einem Ganzen zusammen genäht, das wieder mit der Maschine.

Ich hoffe, ich kann die eine oder andere von euch animieren, so etwas zu nähen. Es ist nicht schwer, nur halt etwas aufwändig. Und soll ich euch etwas sagen:

Meinen Kursmädels aus Arnstadt hat diese Kugel so gut gefallen, dass sie darum gebeten haben, sie im Kurs zu nähen.

Das wird zwar eine Herausforderung, für sie und auch für mich.

Was sagte doch mal Frau M.: Wir schaffen das!




Mittwoch, 30. Januar 2019

Kino in der Streichholzschachtel...

...ist das denn möglich? Ja, ist es!

Gerne zeige ich es euch. Vielleicht ist es ja auch eine Idee, um es in den Winterferien mit Kindern oder Enkelkindern selbst zu machen. Man braucht nicht viel dazu.
Man nehme:
eine leere Streichholzschachtel (da fällt mir doch gerade ein, dass diese in meiner Kindheit  sogar aus ganz dünnem Holz waren)
Schaschlik- Spieße oder Draht
Holzperlen
Klebepistole
Papier
Schere, Cuttermesser und evtl. Lochzange



An den schmalen Seiten der Innenschachtel macht man je 2 Löcher.


Dort werden die Stäbe durchgesteckt.  Die Länge entspricht der Länge der Schachtel plus 2 x der Durchmesser der Kugeln. An den Enden der Stäbe werden die Perlen angeklebt.




Dann schneidet man zwei oder auch drei Papierstreifen etwa 1 cm schmaler als die Schachtellänge. Diese klebt man zu einem langen Streifen zusammen. Nun kann man sie bemalen oder vom Kind bemalen lassen. Alternativ kann man auch bedrucktes Papier verwenden. Meine Motive richteten sich nach dem Alter des Enkelkindes. Diesen langen Streifen habe ich dann einige Male vorsichtig über eine Tischkante gezogen, damit sich das Papier schon jetzt rollt. Dadurch lässt sich das Ganze dann leichter drehen.
Auf den Stab wird etwas Heißkleber gemacht und die Kante des Papierstreifens bündig aufgelegt. Darauf achten, dass er genau passend liegt, sonst wird er sich dann nicht gerade aufrollen lassen.  Nun kann man den Streifen durch Drehen einer Perle zusammenrollen.
Das andere Ende wird jetzt genauso am gegenüberliegenden Stab befestigt. Fertig.
Nun kann schon der erste Probelauf  beginnen. Durch das Drehen wird die Papierrolle bewegt und es wird immer ein anderes Bild sichtbar.
Die Schachtel in die Hülle stecken. Die kann man außen mit einem schönen Papier bekleben und / oder beschriften.
Weil die Innenschachtel alleine etwas instabil war habe ich in die Hülle eine Öffnung geschnitten.
So kann man die Schachtel im geschlossenen Zustand bedienen. Außerdem ist es ist für kleine Hände alles besser zu fassen und auch bei etwas größeren Druck verformt sich nichts. Wenn man den passenden Draht hat kann man die Holzstäbchen durch diesen ersetzen und sogar eine Kurbel biegen wie bei meinem "Kino".

Vor einigen Jahren habe ich so etwas ähnliches mit Nüssen gemacht. Die habe ich geöffnet, die Kerne entfernt, oben und unten ein Loch gebohrt und an der Seite eine schmale Einkerbung geschnitten. Mit einem Dremel ging das sehr einfach. An den eingelegten Holzstab wurde ein langer Papierstreifen geklebt, auf dem  ein Spruch gedruckt war. Beide Hälften wurden wieder zusammengeklebt. Wenn man den Spruch lesen wollte, musste man am Ende ziehen. Durch Drehen der Perlen konnte man alles wieder einrollen. Diese Nüsse habe ich damals Weihnachten an meine Kursmädels verschenkt und nur diese eine ist noch in meinem Besitz.

Nun bitte alle Platz nehmen, die Kinovorstellung beginnt.





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Sonntag, 27. Januar 2019

Nähpause oder Papier statt Stoff

Zwei Sachen habe ich jetzt zu quilten, per Hand und mit der Maschine. Das dauert erstmal und nicht jeden kleinen Fortschritt kann ich per Foto zeigen. Das würde euch sicher langweilen. Außerdem hat mich eine fiese Erkältung erwischt und deshalb zeige ich mal etwas ganz, ganz anderes. Ich habe immer solche Post´s in Reserve.

Dazu wieder vorweg eine Geschichte.

Im Jahr 1988 durfte ich zum ersten Mal zusammen mit meiner kleinen Schwester in den „Westen" fahren. Zum 80. Geburtstag einer Tante. Gerne gingen wir beide auch mal alleine in die Stadt. Dort interessierten wir uns aber weniger für Kaufhäuser,  Klamotten- und Schuhgeschäfte, sondern eher für Bastelläden.

Wenn wir am Abend von solch Tour zurückkamen und die Verwandtschaft uns fragte was wir uns angesehen haben konnten sie nicht glauben, dass wir nur in zwei Geschäften waren. Und statt im empfohlenen Restaurant haben wir unser Geld lieber ihm Bastelladen ausgegeben. Und in so einem sah ich zum ersten Mal  Pop-Up-Karten. 

Wenn man sie aufklappte kamen dreidimensionale Dinge zum Vorschein. Ich fand das zauberhaft. Etwas Ähnliches gab es in einem tschechischen Kinderbuch unseres Sohnes. Die Ladeninhaberin erklärte, dass es jetzt große Mode sei solche Karten selbst zu machen, sie würde auch Kurse dazu geben. So einen Kurs konnten wir uns jedoch nicht leisten. Sie verkaufte mir dann ein kleines Buch über diese Technik für die Hälfte des Preises. Ich war so glücklich. Die Vorlagen musste ich dann aber per Hand übertragen, weil es bei uns ja zu dieser Zeit keine Kopierer gab. Ich habe die Linien mithilfe von Stecknadeln auf dem Bügelbrett "kopiert". Und es funktionierte. Unzählige Karten habe ich gebastelt.

Bei der Ideensuche im Internet fand ich neulich zufällig solche schönen Pop-Up- Dinge. U.a. eine kostenlose Anleitung für ein Pop-Up-Haus. Mich  faszinieren ja alle Dinge, die man mit den Händen anfertigen kann, egal ob aus Stoff, Ton, Holz oder Papier. Und ich möchte so eine Idee schnell umsetzen und nicht erst viel Material kaufen müssen. Also  bastelte ein Pop-Up-Haus aus Papier und Pappe.



Alles was ich dafür benötigt habe war fester Karton, Zeichenkarton, Klebestift, Schere, Cuttermesser und etwas Zeit.
Ich habe die notwendigen Seiten auf starken Zeichenkarton ausgedruckt, denn es ist kein Buch nur zum Blättern, sondern man kann sich interaktiv damit beschäftigen.
Die Anleitung ist japanisch. Aber sie ist so gemacht, dass man anhand von Fotos alles gut nachvollziehen kann.

Das Haus besteht aus dem äußeren Eingangsbereich, der Küche, dem Bad und einem Wohnraum.
Der Vorgarten




Manches ist typisch asiatisch.Wie die Klimaanlage.
Der Wohnraum

Es gibt vieles, was man sogar bewegen kann. Die Einstellung der Klimaanlage zum Beispiel.





Das Bad

Im Haus lassen sich die Türen öffnen, ebenso die Schränke oder der Kühlschrank. Der Toilettendeckel lässt sich bewegen, das Handtuch an der Badewanne kann abgenommen werden, die Lampen lassen sich ein- und ausschalten und der Fernseher verstellen.

In den Briefkasten kann man eine Zeitung schieben und es gibt sogar eine Katzenklappe.


Die Küche
Die Wasserhähne kann man umlegen und man sieht einen Wasserstrahl.



So sieht das Buch geschlossen aus, mit zwei starken Pappen auf Vorder und Rückseite.


Nun werde ich mal das Internet durchforsten und mir viele kleine Bilder von Gegenständen  ausdrucken, die noch so in ein Haus gehören.



Die schneide ich dann aus und werde mit meinem Enkel das Haus noch weiter bestücken. Er kann dann entscheiden, ob ein Ball in die Küche gehört oder der Kochtopf in das Bad.

Das wird eine Freude für Emil und die Oma!



 PS: Wer möchte kann gerne von mir den Link zu der Seite mit der Anleitung haben.