Dienstag, 19. Mai 2026

Schön wars - eine Nachlese zu den Patchworktagen

Nun sind auch die Patchworktage in Suhl schon wieder Geschichte. Es waren drei Tage mit netten Leuten, tollen Quilts, hier und da einem Schwatz mit ehemaligen Kursteilnehmerinnen oder netten Bloggermädels. Es gab fachlichen Austausch mit denen, die bei den Ausstellungen Aufsicht hatten – und auch sonst war es einfach gut.

Ich war an drei Tagen dort, wobei zwei für den Aufbau und Abbau genutzt wurden. 

Hier ist noch alles voll in der Vorbereitung.

 

 

Am Sonnabend habe ich mir einen halben Tag Zeit genommen, um mir in Ruhe alle Ausstellungen anzusehen.

Hier sieht man gut, dass unsere Schwarz-Weiß-Ausstellung einen ganz exponierten Platz auf der großen Bühne neben den spektakulären Round Bobbins aus der Schweiz hat. Ein gelungener Kontrast.

Die Ausstellung der Schweizer Gilde entstand anlässlich ihres 35. Jubiläums.

 


Es wurden wunderbare Quilts in den Ausstellungen gezeigt – eine reiche Auswahl und für jeden etwas dabei. 

Zahlreiche Kurse konnten besucht werden, und es gab die Möglichkeit, sich spontan an Aktionen zu beteiligen.

Ein Blick in das Foyer mit Ausstellungen und Mitmachaktionen.

 

Natürlich standen auch Händler mit allerlei Dingen, die eine Quilterin braucht (oder auch nicht) mit ihren Ständen parat. 

Am Sonnabend konnte man auf den Rolltreppen im Foyer Patchworkkleidung bestaunen. So eine Modenschau gab es zu den PWT noch nie. 

 

 


Die Ausstellungen waren wieder sehr unterschiedlich. Viele kreative Frauen, Gruppen und auch ein Mann präsentierten ihre Werke. Für mich ist es immer besonders interessant, die einzelnen Quilts aus nächster Nähe zu betrachten und die ganz unterschiedlichen Techniken zu entdecken.

 

Oft verrät ein genauer Blick auch etwas über die Herangehensweise der Künstlerin. Deshalb fotografiere ich eher wenig, schaue mir alles lieber ganz genau an und mache dann gezielt einige Detailaufnahmen. Diese Fotos helfen mir später beim Betrachten am heimischen PC, um die eine oder andere Technik selbst auszuprobieren.

 

 

 

Unsere Schwarz-Weiß-Ausstellung bestand aus 90 Quilts und wurde direkt neben der Round-Bobin-Ausstellung aus der Schweiz präsentiert. Der Kontrast hätte kaum größer sein können: Bei den Schweizerinnen leuchteten viele kräftige Farben, daneben unsere eher minimalistisch gehaltenen kleinen Schwarz-Weiß-Quilts.

 

 


 

 

 

Und nun zeige ich euch einige Quilts. 

Ich versuche bei der Auswahl der Fotos, Motive zu zeigen, die nicht bereits bei anderen Bloggerinnen zu sehen sind.




















 






















Insgesamt wurden 28 unterschiedliche Ausstellungen präsentiert. 

Und nun noch eine tolle Nachricht: Am Sonntag, zum Abschluss, wurden die Preisträger der Ausstellungen bekannt gegeben.

Die Wertung durch die Besucher ergab, dass unsere Schwarz-Weiß-Ausstellung den 3. Platz belegte!!! 

 



 Den zweiten Platz belegte der Gilde -Dreiklang.

 


Der Sieger war die spektakuläre Ausstellung aus der Schweiz mit ihren Round-Bobbin-Quilts. Auch ich hatte meine Stimme für diese außergewöhnliche Ausstellung abgegeben. 

 

 

Ganz ehrlich – diese Wertung mit dem dritten Platz macht mich schon ein klein wenig stolz. Es ist schön zu wissen, dass sich all die Mühe, der Aufwand und die Gemeinschaft gelohnt haben.

Nun werde ich die Quilts wieder sortieren, verpacken und zur Post bringen.
Danach ruft mein Garten nach mir, und die Nähmaschine muss wohl noch eine Weile pausieren. 





Dienstag, 12. Mai 2026

Wir machen klar Schiff...

... so lautet die Herausforderung, zu der Marita und Ingrid aufgerufen haben: Den Stoffresten soll es an den Kragen gehen.

Da kann ich auch in der zweiten Zeigewoche etwas beitragen, auch wenn es noch nicht ganz fertig ist.

Guckt mal: Ich habe viele ungeliebte Stoffe in Streifen geschnitten, manche noch einmal zusammengesetzt, damit eine Länge von 25 cm herauskam, und diese dann wieder zu Blöcken aneinandergenäht.

Diese Blöcke wurden anschließend abwechselnd um 90 Grad gedreht und erneut zusammengesetzt.

 

 

Nun ist es ein Top in Deckengröße, muss aber noch warten, bis es weiterverarbeitet wird. Es wird wieder ein Quilt für das Kinderheim.

Es sieht aus wie CHAOS – nichts passt zusammen in Farbe und Muster –, aber ICH LIEBE ES!!!

Und weil noch mehr Streifen da waren, als ich für diese Decke brauche, habe ich noch andere Blöcke für eine neue Decke genäht. Ich hatte hier ja geschrieben, dass ich noch acht brauche, um die Zahl 100 zu erreichen. Lest gerne noch einmal nach.

Damit es nicht so langweilig ist habe ich mir allerdings ein Tessellation-Muster vorgenommen. Auch dafür habe ich wieder Blöcke genäht, die allerdings zunächst einzeln bleiben, damit ich sie später, wenn ich ausreichend davon habe, farblich sortieren kann.

 

 

 

Es ist wieder ein Chaos- Projekt, aber ideal, um es zu künftigen Nähtreffen mitzunehmen. Da muss man sich wenig konzentrieren und schafft trotz der Plaudereien in der Nähgruppe viel.

Um das Ganze etwas aufzulockern, habe ich den Block auch in kleinerer Form genäht, damit ich auch schmalere Streifen verarbeiten kann. Vier dieser kleineren Blöcke ersetzen dann unregelmäßig andere Blöcke.

 

Hach, wie ich mich freue, dass ich nähen kann, weil draußen „wunderschönes schlechtes Wetter“ ist. (Das ist ein Ausdruck unseres Enkels Emil, wenn er bei Oma und Opa etwas spielen wollte, was man nur im Haus und bei schlechtem Wetter macht).

Bitte seht es mir nach, dass es in dieser Woche kein fertiges Resteprojekt zum Zeigen gibt. Aber zum Quilten einer Decke komme ich wohl erst wieder im Herbst.


 

Diesen Post schicke ich zu Ingrids Nähkäschle  und verlinke ihn auch zu Anitas BINGO, denn ich kann mit ruhigen Gewissen das Feld CHAOS durchstreichen. 




 

 

Dienstag, 5. Mai 2026

Was macht frau...

... wenn sie nachts nicht schlafen kann?

Sie geht ins Nähzimmer, macht sich die Nähmaschine und ein Hörbuch an und legt los. 

Klingt ehrlich gesagt ziemlich crazy- so eine ganz eigene Welt im Nähzimmer mitten in der Nacht. 😊
Während alles schläft, entsteht plötzlich Raum für spontane, kreativen Ideen, ohne Druck, ohne Plan.

Und ja – dieses „nur mal kurz anfangen“ kenne ich gut… und zack, steckt man bis zu den Ellbogen in Stoffresten, probiert Kombinationen aus, die man tagsüber vielleicht nie wagen würde. Gerade bei Täschchen ist das ja perfekt – da darf’s wild sein, verspielt, experimentell.

Bei mir ist es eine Mischung aus: Watercolor-Quadrate, ein Dirndl-artiger Baumwollstoff, dazu sonst kaum benutzte Zierstiche – das hat schon fast was von textilem Durcheinander. 

 

 

Dinge, die eigentlich nicht zusammengehören, finden nachts plötzlich doch zusammen. Vielleicht, weil der Kopf freier ist?

 

Und ich sag es euch: Zierstiche nachts auszuprobieren hat auch was Meditatives, oder? Dieses gleichmäßige Rattern, das langsame Entstehen von Mustern… fast wie Zeichnen mit Faden.

 

Und man wird dann auch mal müde und ist bereit zum Schlafen.. 

Ich finde übrigens die Erfindung des Quiltergrid und den Stoffquadraten super – das nimmt einem dieses „perfekt planen müssen“ komplett raus. Einfach legen, schauen, austauschen, bügeln, festnähen. Sehr befreiend. Und auch mit anderem dünnen, preiswertem Bügelvlies machbar, wenn man nicht im rechten Winkel nähen möchte.

 

 

Dann mache ich manchmal noch eine Beschriftung auf die Täschchen.

Dieses freie Schreiben mit der Nähmaschine hat etwas sehr Persönliches, fast wie eine handschriftliche Signatur, nur eben in Faden. Gerade auf Leder wirkt das natürlich nochmal edler und gleichzeitig lässig.

 

Und ich mache manchmal gleich mehrere Labels „auf Vorrat“. Ledermusterstücke vom Möbelhaus zu verwenden ist übrigens auch ein Upcycling- Gedanke. Schön griffig, stabil, und oft in Farben, die man sonst gar nicht so leicht bekommt.

Freihand mit der Maschine zu schreiben ist ja auch gar nicht so einfach. Ich muss mich immer erst "einnähen". Aber diese kleinen Unregelmäßigkeiten machen aus meiner Sicht genau den Charme aus – es wirkt lebendig, nicht geschniegelt. Fast so, als hätte jedes Täschchen seine eigene Handschrift.

 

 

Macht ihr  solche Nacht-Nähaktionen auch – oder sind das nur meine und sonst recht seltene, spontane „Schlaflosigkeitsprojekte“? 


 


 

Meinen Post verlinke ich dorthin, wo es um die Resteverarbeitung geht:  zu Ingrid vom Nähkäschtle, zu Elke und zu Maritas Taschenparty. Außerdem streiche ich das Feld "buntes Treiben" bei Anitas BINGO 2026.

 


 

 

 

 

 

 


Sonntag, 3. Mai 2026

Bevor...

… bereits der nächste Termin da ist bei der Challenge "Wir machen klar Schiff" von Ingrid und Marita, muss ich schnell noch einen kurzen Post loswerden.

 

 Ich bin ja die Resteverarbeiterin schlechthin, denn das Zusammenpuzzeln kleinster Stoffteile – egal, welche Form sie haben – macht mir einfach Freude.

Heute nur ein kleiner Überblick über meine Restebehälter: Einiges ist sortiert in durchsichtigen stabelbaren Kästen, fast farbgetreu geordnet.

 




 

Dann gibt es noch eine größere Kiste mit größeren Resten unter meinem Zuschneidetisch. Da kommt schnell auch mal etwas hinein, was gerade im Weg ist.

 

 

 

Außerdem steht immer ein Utensilo auf dem Tisch, in den ich noch verwertbare Größen einfach hineinwerfe, daneben ein Abfallutensilo. Sortiert wird, wenn mal Zeit ist.

 

 

 

Morgen ist ja bereits der nächste Termin der Challenge.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

Ab morgen soll es bei uns regnen – da könnte es etwas werden mit der Resteverarbeitung.

Ich verlinke zu Ingrid vom Nähkäschtle.

Und weil ich auch bei meinen Stoffresten eine gewisse „Ordnung“ brauche, um den Überblick zu behalten, streiche ich das Feld „Ordnung“ bei Anitas BINGO.

 


Samstag, 25. April 2026

Der Countdown läuft...

 ... und unsere Schwarz-Weiß- Quilts hängen bald in Suhl.

Nur noch 18 Tage bis zu den Patchworktagen! Jetzt ist der Moment erreicht, in dem Vorfreude und leichte Spannung gleichzeitig einsetzen.

Die Phase des Planens, Organisierens und innerlichen Einstellens ist vorbei – jetzt werden die Tage gezählt.

Die Ausstellung ist inzwischen in der entscheidenden Feinschliff-Phase angekommen. Ich habe wieder alle Quilts aus der Region zusammengetragen. Es sind auch neue Arbeiten dabei, denn einige, die beim ersten Mal noch unentschlossen waren, haben nun doch mitgemacht: mit 1, 2 oder 3 Quilts – eine sogar mit 4 neuen Quilts! 

Wer die Ausstellung schon gesehen hat, wird also auch Neues entdecken.

Wir haben eine Ausstellungsfläche von 20 m und fast 90 Quilts lagern in meinem Nähzimmer. 

Besonders aufwändig war das Umwickeln der Stangen für die Aufhängung mit weißem Stoff – aber notwendig. Jeweils 5 Quilts werden mit Abstand auf einer Stange hängen. Wenn ich Patchworkausstellungen besuche, stören mich oft Details wie ganz unterschiedliche Stangen, dicke Besenstiele, durch die sich Quilts oben wölben. Oder Stangen, die links und rechts überstehen. Oder zu lange Drähte, die den Gesamteindruck stören...

Ich möchte, dass auch die sichtbaren Teile der Aufhängung ruhig, einheitlich und passend zur Schwarz-Weiß-Ausstellung wirken. Genau solche Details machen später oft den professionellen Gesamteindruck aus.( Weil ich in Kursen oft auch unnachgiebig Genauigkeit von meinen Mädels verlangt habe, nannte mich mal eine der Teilnehmerinnen, weil sie trennen musste, "Miss 100 %“.)

Jetzt werden noch die Namensschilder nach Vorgabe der Patchworkgilde gedruckt und an den Quilts befestigt. Hier und da musste ich auch noch einen Tunnel verändern.


 

In 18 Tagen hängen die Quilts dort – und Besucher sehen das Ergebnis, nicht den Aufwand dahinter. Aber genau dieser Aufwand sorgt dafür, dass es gut wird.

Und beim Aufbau kann ich mich wieder auf meine bewährten Helferinnen verlassen, die sicher hinter meinem Rücken wegen meiner Pingeligkeit auch mal die Augen rollen werden.

Am Ende ist es eine Gemeinschaftsarbeit – und hoffentlich eine, die uns und den Betrachtern Freude macht.

https://www.patchworkgilde.de/sites/default/files/dateien/oeffentlich/layoutbuilder/header-suhl.jpg

 

Wir sehen uns! Ich freue mich!

 

 PS: Ich streiche bei Annis BINGO 2026 das Feld "100 %".