Dienstag, 17. März 2026

Gemeinsam...

... statt einsam – das trifft auch auf Patchwork zu. 


Unsere Patchworkgruppe, die sich im Museum Kloster Veßra trifft, näht in diesem Jahr wieder gemeinsam an einem Projekt. Wir machen mit beim Sew-Along 2026  der Patchworkgilde. Titel: Log Beauties.

 

 

Jede Woche bis Mai wird auf der Seite der Gilde  ein neuer Block mit Nähanleitung veröffentlicht.

Bisher gibt es bereits sechs Blöcke, fünf davon haben wir schon genäht.

 

Am vergangenen Sonnabend haben wir bei unserem monatlichen Nähtreffen ein kleines „Show and Tell“ mit unseren bisherigen Arbeiten gemacht. 

 

 

Es ist spannend zu sehen: Die gleichen Blöcke – und doch ganz unterschiedlich, weil jede andere Stoffe verwendet hat. 

 

 

 

Besonders schön finde ich, dass die eine oder andere die Blöcke auch individuell abgewandelt hat. 

 



Ich habe da eine Idee: Wenn das Wetter wieder schöner wird, bringe ich eine Wäscheleine zu unserem Treffen mit. 

 

Die Leine spannen wir dann zwischen die großen Bäume und hängen alle unsere Blöcke daran auf – so entsteht eine winzig kleine Ausstellung.

 

 

Mittendrin stellen wir unseren Tisch auf, denn bei schönem Wetter verbringen wir unsere Mittagspause sowieso immer draußen in der Sonne.

 

 

Hach, ich freue mich jetzt schon darauf!







 


Am meisten freue ich mich aber darauf zu sehen, was jede Einzelne am Ende aus ihren Blöcken macht. Erste Zeichnungen und Ideen habe ich schon gesehen – das macht es richtig spannend.

Bleibt also auch ihr neugierig!

Es grüßt euch 

P.S.: Ein paar Frauen aus unserer Gruppe kennen das Nähen auf Papier noch nicht oder mögen es nicht besonders. Aber gerade in der Gruppe bekommt man immer wieder Unterstützung. Selbst die anfänglichen Zweiflerinnen haben sich schließlich entschieden mitzumachen – auch wenn es anfangs etwas mühsam ist.

Deshalb kann ich mit dem heutigen Post ein Häkchen bei Anitas Bingo im Feld „Raus aus der Komfortzone“ setzen. 

Und das Schönste: Inzwischen sind alle froh, dass sie sich darauf eingelassen haben.

 


 


Sonntag, 8. März 2026

Einen schönen Tag...

… mit Nähmaschinen, netten Frauen und schönen Quilts zum Ansehen hatte ich gestern.

Die Patchworkgruppe um Brit Rentsch hatte zum zweiten offenen Nähtreffen nach Weimar eingeladen. Da der Termin am gleichen Tag wie unser monatliches Treffen war und unsere Patchworkgruppe QuilThuer ohnehin zusammenkommen wollte, haben wir unser Treffen einfach nach Weimar verlegt. Ich bin der Meinung: Wenn in der Region so etwas organisiert wird, sollte man auch daran teilnehmen.

 


 

Eingeladen war ins Mehrgenerationenhaus in einem Wohngebiet. Ein helles Haus mit viel Platz zum Nähen, zum Essen und natürlich auch zum „Show and Tell“.

17 Frauen waren da. Ein Gewusel und Geschnatter – aber sehr schön. Wir hatten alle Platz in einem großen Raum zum Nähen, jede hatte einen Tisch zur Verfügung. Ein Buffet mit ganz vielen mitgebrachten Leckereien stand bereit. Für jeden war etwas dabei, süß oder herzhaft.

Tee, Kaffee, Säfte und Wasser hatten die Organisatorinnen ebenfalls bereitgestellt und in greifbarer Nähe positioniert.

Daneben stand ein großer Flohmarkt-Tisch. Jede konnte dort Sachen hinlegen, und so manches wechselte seine Besitzerin.

Für mich ist es immer am schönsten, wenn man den anderen Frauen über die Schulter schauen und sehen kann, woran sie gerade arbeiten. Das beobachte ich sehr gerne.

Und soll ich euch etwas sagen: Nur unsere Gruppe kannte sich vorher. Alle anderen waren sich noch nie begegnet. Irgendwie sind Patchworkerinnen aber alle vom gleichen Typ – offen, freundlich, sympathisch und immer bereit für Gespräche und netten Austausch. Deshalb mag ich solche Treffen so sehr.

Da werden die Nähutensilien auf den Tischen begutachtet, über Vor-und Nachteile von diversem Handwerkzeug geplaudert, es wird über selbstgenähte Taschen diskutiert, über Schwierigkeiten erzählt, die man beim Nähen hatte, und es werden Tipps und Tricks ausgetauscht – und, und, und …

Solcher Erfahrungsaustausch ist eine gute Sache, die man, wenn möglich, unbedingt nutzen sollte.

Doch auch das Quiltgucken kam nicht zu kurz.

Am Nachmittag gab es dann „Show and Tell“.

 

Hier ein Quilt von Brit aus Männerhemden in freier Schneidetechnik.


 

Ein handgenähter Quilt in Atarashii - ich kenne die Technik unter der Bezeichnung "Japanische Faltmethode".



 

Das ist die Rückseite.

Es wurde immer auch darum gebeten, die Rückseite zu sehen. Nicht nur wegen des Stoffes, sondern auch, weil man da häufig die Quiltlinien besser erkennen kann.

Ute (123-Nadelei) zeigte einen bemerkenswert schönen, handgenähten "La Passacaglia".

 



Dann hatte sie noch einen ebenfalls handgenähten Quilt aus Hemdenstoffen dabei. Sie erzählte uns, wie es zu diesem außergewöhnlichen Design kam. Das einfache Zusammennähen von Würfeln wurde ihr irgendwann zu langweilig. Also hat sie einfach mit viel Geschick fließende Übergänge zwischen den Mustern gestaltet.

Eine tolle Arbeit.







Petra zeigte ein paar ältere Projekte. Hier eines mit den von ihr geliebten Stoffen mit Golddruck...

 

 

... und einen Paperpiecing aus einer Hasenbach- Challenge .

Eine der Frauen der Weimarer Gruppe nutzte die Möglichkeit, auf zusammengestellten Tischen drei Lagen ihres Kaleidoskop-Quilt zu heften, und fragte, welche Farbe für das Binding wohl am besten sei.

 

Auch an UFOs wurde gearbeitet. Hier ein bereits gut abgelagertes Exemplar von Eveline, welches sie wunderbar mit der Longarm verziert hatte.  


Jutta hatte ihren gerade fertiggestellten Temperatur-Quilt des Jahres 2025 dabei. 

 

Nicht alles habe ich fotografiert. Das nächste Mal werde ich auch etwas zum Zeigen mitnehmen.

Danke an die Frauen aus Weimar für die Idee, die Einladung, die Vor- und Nachbereitung und natürlich besonders für die nette Gastfreundschaft.

Es war ein schöner Tag mit Frauen vor dem Frauentag. 

 


PS: Weil das vielfälige  Angebot an Leckereien an so einem Tag dazugehört, streiche ich das Feld " Essen und Trinken..."    beim BINGO von Anita.

 Weitere Fotos könnt ihr bei QuilThuer ansehen.


 

Freitag, 6. März 2026

Vernissage

Im Februar erhielt ich eine Einladung zu einer besonderen Vernissage in der Kulturfabrik Langewiesen. In der Galerie eröffnete die Sonderausstellung „Textile Experimente“, die bis Mai 2026 das Thüringer Trio A präsentiert.

Die Textilkünstlerinnen Angelika Pischke, Antje May und Anne-Kathrin Müller geben einen eindrucksvollen Einblick in ihr gemeinsames künstlerisches Schaffen. Im Mittelpunkt ihrer Zusammenarbeit in der Gruppe steht die Handwerkskunst Klöppeln – doch wer hier traditionelle Deckchen oder Gardinen erwartet, wird überrascht sein.

Kontrast - Zarte Klöppelarbeiten im Schieferrahmen

 

 

Die drei Künstlerinnen beschäftigen sich intensiv mit dem Klöppeln, lösen diese Technik jedoch bewusst aus ihrem altbekannten Kontext. Ihre Arbeiten wirken modern, farbstark und experimentell. Fäden, Stoffe, Papier, Naturmaterialien und Farbe verbinden sich zu ausdrucksstarken Kunstwerken, die klassische Handarbeit mit freien künstlerischen Strategien verschmelzen lassen.

Neben dem Klöppeln kommen auch Sticken, Nähen, Färben, Collage, Druck und sehr vielfältige Materialexperimente zum Einsatz. 

 

 

 

 





Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie zeitgenössische textile Kunst zwischen Tradition, Experiment und individueller Handschrift ihren ganz eigenen, modernen Ausdruck findet.








 
 
 
 
 
Ecoprint auf alter Tischwäsche
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ecoprint auf alter Tischwäsche - Detail








Viele Exponate wurden in Rahmen hinter Glas präsentiert. Für den Betrachter schön anzuschauen. Leider aber durch die Spiegelung nicht gut zum Foto machen.




 

Am meisten fasziniert haben mich die Collagen aus Naturmaterialien und Mull. Das erinnerte mich an Arbeiten, die ich zu DDR-Zeiten in der Ausbildung "Künstlerische Textilgestaltung" angefertigt habe.

Die Ausstellung ist noch bis zum 9.Mai zu sehen. 

 


 

Montag, 2. März 2026

Hach, es frühlingt draußen, ...



... hat ein innerer Gartengeist mir heute Nacht geflüstert. 

Da draußen passiert gerade wirklich was:

Die ersten kleinen Farbflecken im Beet. Kaum sind die Tage wärmer, sind sie da – mutig, leuchtend, fast trotzig. Sie erinnern uns: Es geht bald wieder los!

Während Schneeglöckchen zart und filigran wirken, stehen Märzenbecher etwas kräftiger da – wie die große Schwester mit stabileren Stielen. Winterlinge und Krokusse zeigen sich. Ich habe uns ein paar Zweige Forsythie ins Haus geholt. Wie bei einem Zaubertrick explodiert das Gelb – und draußen darf es sich noch Zeit lassen.

 

 

Und dann sage ich mir: Stopp, es ist erst der 2. März.
Es ist richtig klug, die Zeit noch für schöne Dinge zu nutzen, Dinge, die Kür sind und nicht Pflicht.

 

 

Diese Zeit vor dem großen Loslegen ist mir kostbar, eigentlich jedes Jahr.

  • Noch kein Unkrautmarathon.
  • Noch kein Pflanzplan-Stress.
  • Noch kein „Warum habe ich so viele Blumenbeete?!“ 

 

 

 

Es ist diese Zwischenzeit. Die werde ich noch genießen.
Mit Tulpen auf dem Tisch.
Mit Osterglocken in der Vase.
Mit einem Tee in der Hand und Blick in den Garten, der gerade erst aufwacht.

Vielleicht ist die eigentliche Botschaft meiner Traumstimme: Lass es ruhig angehen, du hast noch Zeit.



Sagt mal – seid ihr eher Team „Ich will sofort losbuddeln“ oder Team „Ich genieße noch die Vorfreude“?

 





PS: Ich streiche mit diesem Post das Feld "Der Lenz ist da" bei Anitas BINGO.