Mittwoch, 12. Juni 2019

Patchworktage in Dinkelsbühl

Ich hatte euch versprochen, dass ihr auf dem Blog unserer Patchworkgruppe "QuilThuer" Fotos von den Ausstellungen in Dinkelsbühl sehen könnt.




Besucht uns auf dem Blog und hinterlasst uns auch gerne einen Kommentar.

Dienstag, 11. Juni 2019

Schon wieder vorbei...

...sind die Pfingstfeiertage.

Es war ja schönes Wetter, man konnte den ganzen Tag und auch am Abend draußen sitzen und die Ruhe genießen.
Wenn man so durch den Garten geht, sieht man die ersten Blumen verblühen. Und auch in dieser Phase haben sie einen besonderen Charme.


Die Taglilien und die ersten Pfingsrosen öffnen sich ...


...und auch Büsche zeigen ihre volle Pracht.


Unser Garten bleibt wie jedes Jahr so lange wie möglich ungemäht und ist für uns und unsere Bienen eine tolle Sache.


Und es blüht...


 ...und blüht.


Unsere Clivia hat ihre Anti- Blattlaus-Kur gut überstanden und die Ansage:
" ... wenn das nichts wird, fliegst du weg!" scheinbar verstanden.
Sie ist Blattlausfrei und dankt uns unsere Mühe und ihren derzeitigen Außenstandort mit reichlich Blüten.



Ich wünsche euch eine schöne Woche.



Donnerstag, 6. Juni 2019

Wieder zurück...

...bin ich von der Reise zu den Patchworktagen nach Dinkelsbühl.
Es waren schöne Tage in der wohl schönsten Fachwerkstadt die wir kennen.
Auf der Rückfahrt machten wir noch einige Abstecher, um uns noch andere schöne Dinge anzusehen. Ohne vorher festzulegen, wo wir übernachten werden, waren wir frei mit unseren Entscheidungen.
Das Wetter hatte uns sehr verwöhnt, manchmal war es uns sogar zu warm.
Am liebsten wären wir mal schnell in den Main gehüpft, um uns abzukühlen.
Vollgepackt und sehr abwechslungsreich war unser Programm in der Reisewoche.

In erster Linie waren uns aber am Wochenende die wunderbaren Patchworkausstellungen wichtig.





...bei der Ausstellung mit dem Thema "ROT-WEISS" passte sogar der Blumenschmuck am Eingang...


 Ich habe festgestellt, auch andere können ganz kleinteilig nähen.


Auch viele Detailfotos der Quilts habe ich gemacht. Nur so kann ich später sehen, wie das eine oder andere gemacht war.



Unter dem Motto "Orgel um halb" haben wir zwischen den Ausstellungen abgeschaltet und ein tolles Orgelkonzert in einer der Kirchen genossen.



Von manchen Ausstellungen lohnte sich auch mal ein Blick aus dem Fenster auf die alte Stadtmauer.



Wir haben leckeres Eis gegessen. Die Entscheidung bei diesem großen Angebot fiel schwer.


Und dann haben wir uns über nette Schilder amüsiert.


Wir konnten beobachten, wie man auf einem Dach die jungen Störche beringt. Dort oben gibt es eine Webcam, man hat über das Internet rund um die Uhr den Blick in das Storchennest.






An einem Tag besuchten wir die gerade eröffnete Bayrische Gartenausstellung in Wassertrüdingen, ganz in der Nähe von Dinkelsbühl. Der Spaziergang über das Gelände war sehr entspannend und kurzweilig.


Von einem Teil der Garten- Ausstellung zum anderen Teil fuhren wir statt mit dem Shuttle-Bus mit einer Pferdekutsche. Der Kutscher tat uns Leid, denn er wollte ja auch etwas verdienen.
Und so hatten wir noch eine kleine Stadtrundfahrt dabei. Hier sieht man, wie man unschöne Hausfassaden in der Stadt für die Gartenausstellung einfach mit Malerei aufgehübscht hat.



Auf der Nachhausefahrt haben wir die Aussicht von der Festung in Würzburg genossen...


...und dort oben deftig zu Mittag gegessen...


Wir sahen wundersame Skulpturen auf einem Marktplatz...




...und besuchten das Limeseum in einem Römerpark.


In der Ladenstraße der Patchworktage habe ich mir keinen Stoff, keine Garne, keine Lineale, keine Anleitungen und kein Nähzubehör gekauft. Aber einen Organicer für meinen Nähplatz.
Sogar meine größte Schere passt hinein und bleibt aufrecht stehen.
Ein tolles Teil, welches neu auf dem Markt ist.




Sicherlich werdet ihr jetzt sagen: Und Quilts- zeige uns doch mehr Fotos von Quilts.
Die werdet ihr im Blog unserer Patchworkgruppe QuilThuer sehen. Das dauert allerdings noch etwas.   Denn wenn man ein paar Tage nicht zu Hause war muss man sich um den Garten kümmern, die Blumen gießen, die Wäsche waschen und …
Ich werde dann Bescheid geben und den Block verlinken.
 

Dienstag, 28. Mai 2019

Kursergebnisse

Da ich von meiner Nähmaschine im Moment nichts Nenneswertes zeigen kann, präsentiere ich euch ein paar Ergebnisse aus meinen Kursen.
 
Angelika macht die letzten Handstiche an einem Viertel ihrer Kugel.





Monika hat die aufwändigen Näharbeiten soweit fertig. Stolz kann sie ihre Kugel zeigen. Jetzt fehlt nur noch der Rand. Und über diese Randgestaltung haben wir im Kurs gemeinsam gesprochen.





Helga ist am Weitesten mit ihrem Teil. Sie hat bereits alle Lagen zusammengefügt und wir haben gemeinsam darüber gesprochen, welches Quilten wir empfehlen würden. Ihren Plan, sichtbar neben den Nähten zu quilten, konnte ich ihr ausreden. Denn die Farbwechsel sprechen für sich und brauchen nicht noch ein sichtbares Quilting. Außer am Rand, da hat sie sich aber noch nicht ganz entschieden.




Christina hatte sich für eine bunte Kugel entschieden. Dieser Quilt ist schon fertig und hängt bereits an seinem Platz. Sogar mit Glitzersteinen hat sie gearbeitet. Eine gute Idee.


Es gibt auch noch einen Nachtrag von meinem Kurs in Suhl. Da habe ich noch Fotos zu zeigen zum Thema " Meine Heimat von oben". Aufgabe war es, eine Landkarte in Stoff umzusetzen. Egal ob gepatcht oder appliziert. Und einen Blick auf eines dieser Projekte zeige ich euch hier.



Anne hat durch das Quilten und das Einsetzen von 3 D- Effekten eine tolle Landschaft gestaltet.


Ich fahre oft ganz geschafft, aber glücklich nach Hause, wenn so ein Kurstag vorbei ist. Da ich seit vielen Jahren immer die gleichen Damen in den Kursen habe kann ich deren Weiterentwicklung deutlich sehen. Oft bin ich erstaunt ob ihrer Kreativität. Unsere Themen erstrecken sich immer über mehrere Treffen und es ist es schön, auch solche zeitaufwändigen Projekte anzugehen. Diese Projekte sind vom Entwurf bis zur Fertigstellung ihr eigenes Werk. Über das Ausgeben von Schablonen und stures Zuschneiden sind wir schon lange hinaus.


Sonntag, 26. Mai 2019

Spät dran...

...sind wir in diesem Jahr mit der Vorbereitung der Badesaison.

Erst heute war das Wetter und die freie Zeit so, dass wir endlich den Pool vom Winterschmutz befreien konnten. Drei Wochen später als im letzten Jahr.


Am Stand des Wassers können wir im Frühjahr gut erkennen, wieviel Schnee oder Regen gefallen ist.


Als erstes werden die Bauwerke im Becken entfernt, die die Abdeckplane bei viel Schnee halten. Es gab schon Winter, da haben wir Schnee von der Plane entfernen müssen, weil sich die Aluminiumrohre in der Plane durchgebogen haben. Seitdem stabilisieren wir im Herbst aus Vorsicht alles im Becken mit Fässern und Brettern.
Das Restwasser vom letzten Jahr war glasklar, nur auf dem Boden hatte sich feiner Staub abgesetzt.


Nun konnte es mit dem Hochdruckreiniger an die Reinigung gehen.


Auch die Abdeckplane muss von beiden Seiten abgespritzt werden.


Inzwischen ist das Becken voll. Die Temperatur zeigt gerade mal 12 Grad.


Wenn schönes Wetter wird, können wir bald die Badesaison eröffnen.

Und auch dann gilt wie schon im letzten Jahr:






Mittwoch, 22. Mai 2019

Sommernähen

Die Tage mit Starkregen, Hagel und Überschwemmungen in der Region sind hoffentlich vorbei. Die Temperaturen werden bald steigen, der Aufenthalt im Garten wird zur täglichen Routine, ob zum Arbeiten, Essen oder auch zum Entspannen. Entspannen bedeutet für mich aber nicht "Nichtstun". Nichtstun kann ich nicht. Meine Hände müssen aktiv sein, brauchen bewegung, brauchen auch draußen Stoff. Deshalb gibt es bei mir immer etwas zum Handnähen.
Bereits in den vergangenen Sommern hatte ich immer ein Handnähprojekt am Laufen. Die alten sind abgeschlossen, wenn auch nur als Top, noch nicht gequiltet.
Da ich Hexagons liebe habe ich mir wieder Schablonen in Miniaturgröße gedruckt und geschnitten.
Sie haben gerade mal 1cm Seitenlänge. Groß genug, um sie noch heften zu können und klein genug, damit man nicht gleich fertig ist.  Denn wie bei allen Handarbeiten gilt: Der Weg ist das Ziel.


Wie schon bei diesem Teil vom Sommer 2017 nehme ich nur Reste oder Stoffe, die mir nicht so am Herzen liegen und beginne einfach in der Mitte.
Ohne Plan. Mal schauen, wie es weiter geht. Hier hatte ich 7680 Hexagons aneinander genäht.


Habt ihr auch so ein jährliches Wintergarten- Terasse- Draußen Projekt? Habt ihr auch einen Karton, eine Kiste oder Korb mit den Nähsachen und schleppt das alles überall mit hin? Also ich kann niemals ohne Sticheleien sein. Wartezeit ohne Beschäftigung ist mir ein Graus. Da hab ich gerne immer etwas zum Nähen in "Reichweite". 
Und ihr ?


Donnerstag, 16. Mai 2019

So fing es an...

...oder Nachbemerkungen zum Muttertag.

Als DDR- Kind mit Handarbeitsunterricht in der Schule und Tochter einer Schneiderin wurde ich schon sehr früh mit Näharbeiten konfrontiert. Diese absolvierte ich jedoch nur, wenn es sein musste. Und ich, ein Kind des Jahrganges 1952, hätte niemals gegen etwas rebelliert.  Eher habe ich es geduldig ertragen, was die Handarbeitslehrerin so von mir forderte.  Zum Leidwesen meiner Mutter konnte ich mich auch nicht sehr dafür begeistern, mit ihr gemeinsam ihre sehr knappe Freizeit auf dem Sofa mit Handarbeiten zu verbringen. Ich war eher, wie würde man heute sagen,  ein Outdoor-Kind. 

Was würde ich heute dafür geben, noch einmal einen Abend lang neben ihr zu sitzen um zu handarbeiten und über Begebenheiten aus meiner Kindheit zu erzählen…

Leider konnte meine Mutter nicht als Schneiderin ihr Geld verdienen, sondern musste in der Landwirtschaft arbeiten. Auch konnte sie sich damals nicht mit künstlerischer Textilgestaltung beschäftigen. Aber sie hat gestrickt (meist mit aufgetrennter Wolle), sie hat genäht (oft aus Erwachsenenkleidung Kindersachen gemacht), sie hat gehäkelt, sie hat gestickt und natürlich gestopft. Bei vier Kindern war das oft nicht lustig, aber notwendig. Und doch hat sie ihre Kreativität genutzt, um die meist selbstgemachten Kleidungsstücke ihrer Kinder zu verzieren. 

Einmal hatte ich mir an einem Zaun zwei große Löcher in einen Pullover gerissen, er war fast neu und es gab ziemlichen Ärger. Denn normal war es, dass man sich nach der Schule alte Sachen angezogen hat, um draußen zu spielen. Die Löcher waren an einer Stelle, wo auch ein fachgerechtes Stopfen nicht schön gewesen wäre. Mutter häkelte viele kleine Blümchen aus Wollresten(die von mir geforderten gehäkelten waren leider nicht brauchbar) und applizierte sie in einer gebogenen Linie über das Vorderteil des Pullis, um die Löcher zu überdecken.  Als ich den Pulli (gegen meinen Willen) in die Schule anziehen musste, waren die Mädels in meiner Klasse begeistert von meinem tollen Pullover. Ich sagte ihnen, den Pulli hätte ich schon lange, der wäre aus einem Westpaket. Sie waren richtig neidisch. Ich kann mich nicht erinnern, meiner Mutter je von der Begeisterung meiner Schulfreundinnen erzählt zu haben. Schade.
Hier zeige ich euch ein paar Bilder aus meinem Fotoalbum.

Ich hatte ein rotes Mändelchen mit weißem Pelz, ein Kleid mit Stickerei, eine Trachtenstrickjacke und noch sehr viele andere schöne, ganz individuelle Sachen ...

Unsere Kleidung war immer etwas Besonderes. Ihre in sich schlummernde Kreativität und das in der Ausbildung gelernte konnte meine Mutter nur ausleben, wenn sie für uns Kinder etwas herstellte. So hatten die Brüder immer Gestricktes mit schönen Mustern oder wir Mädchen Genähtes mit allerlei Schnick- Schnack wie Schleifen, Spitze, Rüschen oder auch Stickereien. Das peppte die oft weniger schönen Stoffe auf und gaben der Kleidung immer etwas Besonderes.
Trotz ihrer knappen Zeit freute sie sich sehr, wenn Frauen aus dem Dorf kamen und sie baten, etwas für sie  oder ihre Kinder zu nähen. Sehr willkommen waren die paar Mark, die sie dafür bekam. Oft viel zu wenig. Aber viel mehr Wert hatte das Machen an sich und dass sie sich etwas kreativ ausleben konnte. Denn die Frauen überließen es ihrem Geschick und ihrer Fantasie, wie sie was nähte.
Und das machte sie, so wie ich das heute sehe, sehr glücklich.

Meine Mutter ist schon viele Jahre nicht mehr da. Ich bin ihr dankbar. Dankbar für sehr Vieles, für eine wunderbare, behütete, sorgenlose Kindheit, für ihre unabdingbare Liebe, für ihre Fürsorge und dafür, dass sie mir unnachgiebig den Umgang mit Nadel und Faden beigebracht hat. 
Aus ihrer Sicht als Vorbereitung für das Leben.
Es war jedoch auch unbewusst die Basis für meine heutige Beschäftigung mit schönen, vielfältigen, textilen Dingen.
Denn die machen mich glücklich.