Donnerstag, 5. Februar 2026

Schon wieder bzw. immer noch...

... beschäftige ich mich mit Miniaturen. Erlaubt mir bitte, dass ich euch weiter darüber erzähle. 

Letzte Woche hatte ich ja in einem Post so ganz nebenbei erwähnt, dass meine Nähmaschine zickt, ich mich jedoch nicht aufraffen kann, sie zu verpacken und in die Reparatur zu schicken.

Ich kann euch auch sagen, warum das so ist. Ich bin nämlich zurzeit mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Schaut doch mal meinen Arbeitstisch an, wo sonst die Nähmaschine steht. Ihr denkt sicherlich, dass das ein ganz schönes Chaos ist, was da bei mir herrscht. Aber manchmal brauche ich Chaos um mich herum – kreatives Chaos. 

 

 

Bei dem, was ich in diesen Tagen mache, muss ich ganz schnell zwischen Materialien und Werkzeugen hin- und herwechseln können. Da kann ich nicht ständig aufräumen. Am Abend dann, wenn ich Feierabend mache, da räume ich etwas auf, manchmal.

Klar werden dann alle Werkzeuge gesäubert und an die Seite gelegt.

Werkzeuge gibt es viele unterschiedliche: 

Ganz wichtig, eine handliche Pinzette. Skalpell und Cutter, kleine Scheren, große Scheren, Schere für Papier und Pappe und eine für Stoff. Dann gibt es kleine und größere Pinsel, welche für Farbe und welche für Kleber.

Dann noch unterschiedliche Zangen für das Biegen oder Schneiden von Draht. 

Materialien wie Papier, Pappe, alte Tapete, Architektenpappe, Zahnstocher, Schaschlikspieße, Rührstäbchen aus Holz vom Imbiss…

Plastikröhrchen, Verschraubungen von Tuben, Knöpfe... 

Farben und Kleber in unterschiedlichen großen und kleinen Behältern …

Ach, jetzt höre ich aber auf. Keine Ahnung, ob euch das wirklich interessiert.

Ganz wichtig ist mir, vorhandenes Material zu verarbeiten, welches sich in meinen Schubladen befindet. Klar könnte ich im Bastelladen das meiste Interieur fertig kaufen. In Größenmaßstab 1:12 für Puppenstuben und für viel Geld. Aber das möchte ich nicht, ich brauche Herausforderungen. Und meine kleinen Nähstuben-Collagen sind kleiner, sehr viel kleiner als 1:12.

Ein Beispiel: 

Einen Stuhl mit 2,5 cm Höhe, das entspricht einem Maßstab von ca. 1:40, mache ich aus dickem Kupferdraht, Schaumpappe und etwas Farbe.

 

Garnrollen, die kleiner als 1 cm sind, bestehen aus Garnresten, die auf Zahnstocher aufgewickelt werden. Manchmal mache ich richtige Garnrollen daraus. Die kleinen runden Plättchen dafür kommen aus einem Locher.

 

Ballen mit Stoff werden aus Pappstreifen und Stoffresten gewickelt. Eine Vielfalt an unterschiedlichen Stoffen habe ich noch aus 4 cm großen Stoffmustern, die Anfang der 90er von Patchworkläden kostenlos verschickt wurden. 

 Aus Pappe werden die Wände und die Möbel.

 

 

 

Bücher, die bei meinen Miniaturen im Regal stehen, bestehen aus Pappe und Papier, und die Cover schneide ich aus einem alten Patchworkkatalog aus. Manche Bücher mache ich etwas stärker, damit ich die Buchrücken auch mit Wörtern aus dem Katalog bekleben kann. 

  

 Zahnstocher werden zu 1,5 cm großen Buntstiften. 

 


 

Knöpfe und winzige ausgestopfte YoYo´s eignen sich, um daraus Mini- Nadelkissen zu machen.

 

 

Im Jahr 1999 habe ich von einem alten Schrank aus einem Nachlass, der entsorgt werden sollte, Zierleisten gerettet. Ich habe sie abgemacht und aufbewahrt. Nun kaschieren sie die Seiten der Wände an den Miniaturen.




Etwas ganz Wichtiges zum Schluss. Ich trage zu meiner Arbeit eine Schürze. Denn ich hantiere ja mit Kleber und Farbe. Und diese Schürze ist etwas ganz Besonderes.

Die hat nämlich echt Geschichte. Ich glaube, so um die 40 Jahre ist die mindestens schon alt. Das ist eine Schürze aus dem Nachlass unserer Mutter. Sie trug dunklere für den Alltag, hellere für den Sonntag. In meinen Erinnerungen trägt Mutter immer so eine Schürze. Sie waren immer aus gemustertem Baumwollstoff und natürlich selbst genäht. Da gab es so einen ganz  besonderen Schnitt dafür. Ich habe nach dem Tod unserer Mutter alle mitgenommen. Es waren noch ganz neue dabei, aber auch getragene. Ich wollte sie immer mal zu einem Quilt verarbeiten.



Weil diese Schürze zu einem meiner liebgewonnenen Kleidungsstücke bei solchen Bastelarbeiten zählt streiche ich das Feld "Zum Schutz von.." und verlinke zu Anitas BINGO 2026.




 

Wenn ihr möchtet, zeige ich euch beim nächsten Mal noch mehr von meinen Miniaturen. 

 


 

 

Montag, 2. Februar 2026

Upcycling- Ausstellung

Nun ist sie bereits wieder vorbei, die von mir organisierte Ausstellung:

"Upcycling- Zweite Chance- Kunst aus dem, was bleibt"

Schaut einfach mal hier, da habe ich darüber geschrieben. 

Es war erstaunlich, dass für die Jahreszeit ungewöhnlich viele Besucher die Ausstellung angesehen haben. In der örtlichen Presse wurde darüber geschrieben und sogar im Radio brachte man einen Bericht über die Ausstellung. Upcycling ist eben jedem ein Begriff. Und dass man aus solchen Materialien noch etwas Tolles machen kann, zeigen die Exponate der Ausstellung.

Von der Galerie wurden Plakate gedruckt und an exponierten Stellen angebracht. Da ist auf die Frauen dort immer Verlass. Mehr Werbung kann man eigentlich für eine Galerie nicht machen.  

Ich möchte euch nun einen kleinen Einblick geben, was dort so zu sehen war. 

Ausgestellt haben 8 Hobbykünstler, die sich mit der Wiederverwendung von Materialien beschäftigen, die sonst auf der Müllhalde landen. 

Ich möchte an dieser Stelle folgendes nicht unerwähnt lassen. Von den acht Ausstellern waren außer mir noch drei weitere Kreative aus unserer Familie:

meine Schwester Jana mit Papier- und Pappkunst und kleinen Malereien auf Schiefer, meine Schwägerin Rita mit Exponaten aus Jeans und der Mann meiner Nichte mit Kunst aus Schrott.

So nun genug geplappert. Macht einfach mit mir einen kleinen Rundgang durch die beiden Etagen. 

 

Es gab Schilder mit schlauen Sprüchen auf alten Schiefertafeln vom Dachdecker.






 

Skurile Kleider aus Schokopapier, Bändern von Musikkasetten uvm ...





 Kunst aus Altmetallen 


Gartendeko aus alt und neu kombiniert

 

 


Allerlei Getier aus Schrott.

Kleinkunst aus defekten Schrauben und Metallabfall.

Katzen in unterschiedlichen Arten.

Eine stylische Gartendeko

 

 

Biertisch-Platte mit Kronkorken in Epoxid-Harz 



Neues aus alten Jeans



Pinwand aus Korken auf altem Nähmaschinentisch



...nochmal Jeans, diesmal eine Jacke.

Mobile aus Pfirsichkernen und Federn



Weihnachtsschmuck aus alten Buchseiten



Bücher vor der Tonne gerettet


Ganz viele unterschiedliche Bilder und Bilderrahmen aus Wellpappe.





...und nochmal Wellpappe (das Baby auf dem Foto ist unsere Mutter).





Moderne Lampen - sehr aufwändig aus Milch- Tetrapacks gefaltet.








Röllchen aus Werbezeitungen werden zu Bildern. So...




oder so...





...oder auch so!






Sterne aus Teebeuteltütchen.



Papierkörbe aus alten Kalenderblättern






Das war mal eine Hose und ein Kaffeesack.





 

Miniatur, versteckt in einem alten Buch

 

 

Tasche aus Kaffeetüten, Hut aus Bändern der Musikkasette, Shirt mit alter Spitze aufgepeppt

 

  

 


T-Shirts - gefärbt und mit alter Spitze zum Tragen erneuert





Ein Dekokranz aus Handarbeits-Utensilien.


 

 

Omas Häkeldeckchen neu interpretiert.




Ausgediente Jeans sind ein allseits begehrtes Upcycling- Material.








 

 



 

 

 

 

 

 

Alte Spitze auf einem ausgedientem Regenschirmgestell.

 

 

Kettenanhänger aus gefaltetem Papier

Filigrane Ohrringe aus Papier oder Kaffeekapseln




Allerlei aus Karton, Papier,Stoffresten...



Mobile aus leeren Teelichtern



Collage- Kunst aus Porzellanscherben


So, das war ein kleiner Einblick in unsere Ausstellung. Sehr viele Exponate haben sogar einen neuen Eigentümer gefunden. Das war so überhaupt nicht vorstellbar. Schön war es auch, mit all den Beteiligten alles zu planen und zu tun. Gerne wieder, denn die Galeriedamen baten um eine Wiederholung.


 

 PS: Weil man selbst als Organisatorin einer Ausstellung bei anderen so viel Neues entdecken und ansehen kann, fülle ich das Feld  BEI ANDEREN GESEHEN bei Anitas BINGO 2026.