Sonntag, 15. Oktober 2017

Patchworkkurs ...

...falsch, eigentlich war es am Samstag ein Entwurfskurs.

Wir wollten ein Bild mit Häusern nach Olivia Uffer gestalten. Dazu sollte jede Kursteilnehmerin Zeichensachen, Zeichenpapier in Größe des Keilrahmens, farbige Papiere (z.B. aus Illustrierten) und ihre Stoffe mitbringen.

Erst habe ich ausführlich erläutert, wie wir vorgehen wollen. Dann ging es an das Zeichnen. Ich habe  gebeten, von geraden Häusern wegzukommen und schiefe, gebogene, eben fantasievolle Häuser zu zeichnen. Nicht ganz einfach, wenn man von Haus aus technische Zeichnerin ist und sonst immer auf Exaktheit geachtet werden soll.


 Dann wurden die Zeichnungen noch etwas überarbeitet, die Formen aus Papier ausgeschnitten und angeordnet.

Dann kamen bereits die ersten Stoffe auf den Tisch und es wurde mit dem Zuschneiden begonnen.
Nur eine hat sich entschieden, vor dem Nähen mit Farbe zu arbeiten.
Ich war sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Diesmal gab es keine Hausaufgaben. Mit dem Nähen beginnen wir das nächste Mal gemeinsam.
Denn da gibt es vorher noch so einiges zu beachten. 
Und schaut mal, was für tolle Räume in einer alten, aber sehr gut erhaltenen Jugendstilvilla wir jeden Monat nutzen können.

Kein Wunder, dass die Kreativität meiner Kursmädels Flügel bekommt.

Freitag, 13. Oktober 2017

Fertig...

ist wieder ein Miniaturquilt. Die Größe beträgt  20 x 30 cm.
Morgen habe ich wieder einen langes Kurs. Wir wollen Bilder nach Olivia Uffer gestalten. Aber erst müssen meine Mädels Entwürfe machen, jede ihren eigenen. Da werden die Nähmaschinen erstmal noch Pause haben. 
Ich wünsche euch ein schönes Herbstwochenende.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Ich bin krank...

... denn mich hat ein grässlich- schöner Miniatur-Quilt- Virus erwischt.

Die ersten Anzeichen dafür waren schon zur Patchworkausstellung im Elsass spürbar. Ich dachte aber, es geht vorbei, ohne dass es mich so richtig heftig erwischt. Aber so ist es nicht, immer wieder begegnen mir Fotos von "normalen" Quilts und ich frage mich jedesmal, ob sich wohl dieser oder jener Quilt als Miniatur machen lässt? Ich habe heute Nacht schon davon geträumt, dass ich meinen Stoffmülleimer nach kleinsten Resten durchforste, bevor alles entsorgt wird. 

Mein Motto: Alles, was größer ist als zwei Nahtzugaben kann man noch verwenden und wird nicht entsorgt!!!

So hab ich ein Handnähprojekt und ein Maschinenprojekt in Arbeit.

Crazy- Blöcke in der Größe von 4,5 cm mit einem Schatten. Der Hintergrund soll schwarz sein, damit die Stofffarben richtig leuchten.
Und abends nähe ich Hexagons auf Schablonen, 1 cm "groß". Das ist vielleicht eine Fitzelarbeit. Ich bekomme manchmal sogar Krampf in den Fingern.

Einen Kompromiss gehe ich ein, ich lasse die Schablonen einfach drin. Die stören später nicht.

Mal sehen, ob ich die Mädels meiner Patchworkkurse für Miniaturen begeistern kann. Dann schreibe ich von jeder Variante eine Anleitung.

Habt ihr auch Interesse oder habt ihr Bedenken, ich könnte euch anstecken?

Sonntag, 8. Oktober 2017

Weiter geht es mit dem Mini




Die Vorarbeit ist gemacht, jetzt kann es an´s Nähen gehen.
Ich habe gleich eine kleinere Stichlänge eingestellt, damit sich das Papier später besser entfernen lässt. Vorsicht, das sollten aber nur die machen, die sich sicher sind bei der "Nähen auf Papier- Methode". Denn kleine Stiche auftrennen, wenn etwas nicht stimmt, ist nicht lustig. Außen auf der Nahtzugabe mache ich immer Rückstiche, so vermeide ich, dass sich die Nähte beim Herausreißen des Papiers lösen.





Wenn alle Teile auf Papier genäht sind, erst dann entferne ich das Schablonenpapier. Manchmal ist eine Pinzette hilfreich. Bei größeren Arbeiten mit dieser Methode mache ich die Schablonen auf dünnem Papier (80 gr/m2). Das lässt sich leichter entfernen.


 Fast alle "Gänse" sind fertig und werden auf den Plan gelegt.


Nun werden die Schablonen für den Hintergrund zugeschnitten...


 ...und alles aneinander genäht. Erstaunlicherweise hat alles einigermaßen gepasst. Nur ein paar Millimeter am Rand habe ich begradigt, damit alles im rechten Winkel ist.

Nun kommt die Überlegung, welchen farbigen Rand ich wähle. Ich möchte ja das Muster der "Gänse" mit Quiltstichen im Rand fortführen. Dafür scheint mir ein unifarbener Stoff am besten geeignet. Mal sehen- doch davon beim nächsten Post.




Freitag, 6. Oktober 2017

Ich habe mich getrennt...

...nach langer, schöner, gemeinsamer Zeit habe ich diesen schweren Entschluss gefasst.


Bis zum letzten Tag habe ich gehofft, dass ich mir diese Frage (noch) nicht stellen muß. Aber dann war es plötzlich soweit. 

Es war so eine schöne gemeinsame Zeit. Fast 18 Jahre. Wir konnten uns immer aufeinander verlassen. Er hat mich nie im Stich gelassen. Und ich habe alles getan, damit es ihm gut geht.

Wir hatten so viel schöne, gemeinsame Erlebnisse.
Wir waren viel unterwegs, bei Sonnenschein und Regen, bei Sommerwetter und bei eisigen Temperaturen und viel Schnee im Winter.


Nur einmal gab es eine Sache, die zu vermeiden gewesen wäre. Da waren wir dann auch knapp 2 Wochen getrennt. Dann war aber alles wieder gut. Wir haben uns wieder zusammengerauft. Ich war damals Schuld an der Situation. Aber er hatte es mir verziehen. Ich war damals froh, dass die Sache klimpflich ausgegangen war. Seit dieser Zeit mochte ich ihn eigentlich noch mehr und habe das, was er für mich tat, noch höher eingeschätzt.

 
Und nun musste ich mich trennen, von einer Minute auf die andere. 


Aber man kann es kaum glauben. Noch am gleichen Tag habe ich mich spontan in einen neuen verguckt. Eigentlich war es sofort Liebe auf den ersten Blick. Er ist fast der gleiche Typ. Er sieht fast so aus. Naja, er ist etwas jünger und flotter, aber ich denke ich habe eine richtige Wahl getroffen. Und, stellt euch vor, er hat den gleichen Namen. Da kann ich doch eigentlich beim Komplimente machen überhaupt nichts falsch machen.


Beim letzten Treffen habe ich ihn nochmal gestreichelt, mich nett verabschiedet und noch ein letztes Foto gemacht. Aber dann bin ich sofort zum "neuen" gegangen und habe ihn  glücklich in meine Arme geschlossen.


Wollt ihr ihn nochmal sehen, den alten und auch gleich den neuen kennenlernen?








Ich gehe doch davon aus, dass ihr bei meiner Geschichte nicht an etwas anderes gedacht hab, oder doch???

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Ein neues Projekt

...steht an - in unserer Patchworkgruppe "QuilThuer" in Erfurt.

Jemand hatte den Vorschlag gemacht, Miniaturquilts zu machen. Die Größe wurde nicht direkt festgelegt, aber für mich habe ich entschieden, je kleiner, umso besser. Ich möchte ganz einfach austesten, wie klein es wirklich geht.
Meinen ersten Versuch hatte ich euch ja bereits hier gezeigt. Nun bereite ich mich auf unser Treffen am Sonnabend vor und habe mich an den ersten Entwurf gemacht. Da ich täglich mehrmals durch unser Treppenhaus muss, sehe ich beim Herabgehen immer diesen Quilt hängen, den ich im letzten Winter gemacht habe. Solch fliegende Gänse mal in ganz, ganz klein zu machen, das wäre einen Versuch wert. Kann ja nur schiefgehen und ich bin um eine Erfahrung schlauer. 


Also habe ich zum Zeichenstift gegriffen und einen Entwurf in der Größe von 12 x 22 cm angefertigt. Mit einem Rand ergibt es dann die Endgröße von A4. Ob das nicht zu gewagt ist, wird sich zeigen.
Es ist natürlich eine abgespeckte Version vom Original, sonst ist es handwerklich nicht umsetzbar. Gute Dienste beim Zeichnen der gebogenen Linien tut mir mein flexibles Kurvenlineal. So werden die Bögen schön rund.


Der Entwurf ist nun grob fertig und ich scanne ihn mit dem PC ein. Dann wird der Entwurf gespeichert und einmal ausgedruckt. So "rette" ich immer all meine Entwürfe erstmal und kann bei Bedarf darauf zurückgreifen.

 




Nun werden die Einzelteile auf meinem Entwurf erst einmal alle mit Zahlen versehen. (Auf dem Monitor habe ich gesehen, dass eine Zahl fehlt, die habe ich "händisch" nachgetragen.)

Fast hätte ich etwas vergessen, ich muß den Entwurf ja erst spiegeln, wenn ich auf Papier nähen will.  Ich möchte das fertige Teil genau so haben, wie auf dem Entwurf.






Jetzt zeichne ich die Gänse in die entsprechenden Teile ein. 












Dann werden die Teile ausgeschnitten und wieder auf ein Blatt Papier geklebt.
Aber so im Abstand, dass man alle Nahtzugaben überall rund herum einzeichnen kann. 
Wieder scannen und fertig sind die Schablonen zum Ausdrucken und Ausschneiden.





Jetzt kann es an das Nähen gehen. Erstmal muß ich aber meine Stoffreste zusammenstellen. Denn kleinste Fitzelchen sind nun gerade "groß" genug zum Vernähen.

Aber davon erzähle ich euch die nächsten Tage.
 

Dienstag, 3. Oktober 2017

Nun kann ich es zeigen,

das Hochzeitsgeschenk.

In der Familie wurde geheiratet. Unsere Nichte hatte sich nach einigen Jahren der "wilden Ehe" nun dazu entschlossen.
Da das Brautpaar bereits einen kompletten Hausstand hat und auch sonst nichts benötigt, haben sie geäußert, dass ihnen Geldgeschenke sehr willkommen wären.

Doch einfach Geld in einen Umschlag stecken, das ist nicht meins. 
Also wurde eine"Verpackung" getöpfert.

Ich habe erstmal die Platten gemacht und nach dem Antrocknen zusammen montiert. Dann wurde gestaltet. 
Ihr wisst ja, dass ich Collagen mag und so ist meine Spardose auch wie eine Collage gestaltet. Ich habe da nie einen Plan, sondern alles ergibt sich einfach so, nach und nach, Seite für Seite.

Eine Öffnung zum "Geldrausholen" habe ich auch gemacht, denn es soll ja nicht die Dose kaputtgeschlagen werden, falls mal Engpass in der Haushaltkasse sein sollte. Das wünsche ich den jungen Leuten natürlich nicht.

Mögen sie so lange Geld reinstecken, bis sie bis ganz oben gefüllt ist. Und dann sollen sie ihre Silberhochzeit damit finanzieren. Ich werde dann wohl nicht mehr bei der Feier dabei sein, aber vielleicht denken sie ja dann noch mal an mich.


Auf jeden Fall wünschen wir ihnen eine gute Gesundheit, immer eine Arbeit, die ihnen am Morgen das Aufstehen leicht macht, immer etwas zu Essen auf dem Tisch, nie Ehestreit ohne Versöhnung, gesunde Kinder und, und, und...
Und ich hoffe, dass Ihnen unser Hochzeitsgeschenk gefällt.

Montag, 2. Oktober 2017

Die Woche habe ich ...

...in Bildern festgehalten. Von Vielem war etwas dabei.
meine Herbstastern blühen...
unserem Wein geerntet, entsaftet und einen schmackhaften Gelee daraus gekocht...
das erste Herbstlaub weggefegt...
mit der Freundin einen Kurztrip nach Oberhof gemacht und alte Arbeitsstätten angesehen...
einen schönen Garten bewundert...
meine Aussicht von der Nähmaschine mit der Kamera festgehalten...
die letzten Sonnenblumen bewundert...
meine Blumen auf den Fenstern das letzte mal gedüngt...
und Schönes in der Natur bestaunt.









Samstag, 30. September 2017

Mal kein Patchwork...

...sondern ein Sitzsack für den Enkelsohn wurde genäht. Naja, genäht hat die Mama, Regie geführt hat die Oma. (ich). Und gepasst hat alles und richtig genäht wurde auch, ohne trennen. Der Schnitt plus Anleitung war ein Freebook von hier.
Der Sack hat ein  Innenteil und eine Hülle mit Reißverschluss. Ideal zum Waschen.
Wir haben nur noch eine Schlaufe angebracht, damit der Enkel ihn dorthin ziehen kann, wo er ihn benutzen will. Und zwei zusätzliche Taschen an der Seite, die haben wir auch angenäht. Für  Bücher, Spielsachen und anderen Kleinkram....
Es ist eine kleine Version für Kinder. Es haben 100 Liter Styroporkugeln reingepasst. Gerade die richtige Menge, damit er nicht zu locker, aber auch nicht zu prall gefüllt ist. Getestet wurde er bereits, und für gut befunden.
Ich kann mir vorstellen, dass die äußere Hülle auch toll aussieht, wenn sie aus Jeans genäht wird.
PS: Auch der Katze gefällt´s.


Montag, 25. September 2017

...der Herbst steht auf der Leiter und malt die Blätter an.


Wenn ich aus meinem Arbeitszimmer schaue und unseren wilden Wein am Zaun sehe, merke ich, dass es Herbst ist.


 Zeit also, die erste Herbstdekoration zu machen.

Ich brauchte:
3 Styroporkugeln in unterschiedlichen Größen, goldenen Bouillondraht, Stecknadeln und bunte Herbstblätter.

Ich habe wie jedes Jahr Blätter von wildem Wein genommen. Es sind die ersten(außer die vom Ahorn) die bunt gefärbt sind. Außerdem sind sie schön weich und lassen sich gut verarbeiten. Natürlich gehen auch alle anderen Blätter, nur zu klein sollten sie nicht sein.

Die Blätter haben ich dann auf die Kugeln gelegt, reichlich überlappen lassen. Bitte dran denken, dass die Blätter etwas kleiner werden, wenn sie Feuchtigkeit verlieren. Mit Stecknadeln provisorisch befestigen. Dann werden die Kugeln mit dem Draht umwickelt. Die Nadeln können später wieder entfernt werden. Evtl. offene Stellen, an denen das Styropor noch zu sehen ist mit einem Blatt überdecken.
Die Kugeln dann auf eine Schale legen und noch etwas Deko dazu. Leider habe ich noch keine Kastanien und Nüsse, deshalb erstmal nur ein paar Blätter. Aber Kastanien mit offener Schale sehen besonders schön aus.

Die Farben der Blätter halten sich bis zum Winter. Dann werden auf die Schale einfach ein paar kleine Tannenzweige gelegt und fertig ist die Adventdekoration. 

Gefällt es euch? Dann macht es nach, es ist ganz leicht und kann auch gut mit Kindern gemacht werden. Und vorher alles selbst aus der Natur holen macht doppelt Freude.


Mein Miniaturquilt...

...ist fertig.
Wie ich schon habe anklingen lassen, wurde ich durch die Ausstellung einer Amishgruppe in St. Marie im Elsass inspiriert. Wir unterhielten uns mit einer Dame, die Miniaturquilts angefertigt hatte, die entweder auf Puppenbetten lagen oder auf einer Wäscheleine hingen.

Sie erzählte uns, dass sie die Streifen für ihren Log Cabin 0,75 cm breit geschnitten hat und mit einer Nahtzugabe von 2 mm mit der Hand genäht hat. Boah, haben wir gedacht, das geht doch garnicht. Zwei Millimeter Nahtzugabe! Am Abend im Ferienhaus mussten wir das ausprobieren.
Da in unserer Patchworkgruppe QuilThuer das Thema Miniaturquillt als nächstes auf dem Plan steht, war das eine gute Übung.
Der Quilt sieht ungerade aus, ist er aber nicht.
Der "kleine" ist 27 cm "lang". Die Streifen waren 1 cm breit und wir haben gemerkt, es geht wirklich so in Mini- Ausführung. Allerdings, mit der Maschine würde ich das nicht nähen wollen. Heike, die Flickenhexe, hat es gemacht. Sicher wird sie es bald zeigen.
Danke an die Dame der Ausstellung, die uns unbewusst diese Herausforderung gestellt hat.