Samstag, 18. März 2017

Süßes ohne Kalorien, geht nicht? Geht doch!




Vor längerer Zeit hatte ich mal im Internet ein Foto von selbst gemachten Pralinen gesehen. Nein, nicht solche mit viel Schokolade und Marzipan, mit Nüssen und allerlei Zeug, Nein nicht solche Pralinen, die man mit einer Hingabe isst und gleich, bevor der letzte süße Geschmack auf der Zunge vergangen ist, bereits das schlechte Gewissen hochkommt. Nein, es waren selbst gemachte „süße“ Sachen aus Stoff, aus Filz, mit Spitze und Perlen verziert- nur zum Anschauen gemacht. 
Im ersten Moment dachte ich- so was Doofes. Nun fangen die schon an und basteln sich textile Süßigkeiten, die man nur angucken kann. Wozu das? Es gibt ja viel Unnützes Zeug, aber Pralinen aus Stoff, niemals!!!
Aber man wird es nicht glauben, diese kleinen Dinger gingen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin ja gar keine, die bei Süßigkeiten, mögen sie noch so gut und teuer sein, dahin schmelzen würde. Ich greife eigentlich lieber zu einer Scheibe Käse oder zu einem Stückchen guter, geräucherter Knackwurst.
Aber manchmal sind mir solche süßen Sachen ganz angenehm, so als „Ohnmachtshappen“, wie mein Mann sagen würde. Und das ist so: In meinen Patchwork- Kursen wird immer mal eine Schachtel mit Süßem herumgereicht. Ich greife(der Höflichkeit halber) dann auch zu, entscheide mich aber wenn möglich für das, was in irgendeiner Form verpackt ist. Das landet dann selten in meinem Mund, sondern in einem Fach meiner Kurstasche. Dort kann es dann liegen und liegen und liegen…



Aber manchmal bin ich lange unterwegs und komme nicht dazu, etwas zu essen. Auf dem Nachhauseweg ergreift mich dann ein starkes Hungergefühl und dann denke ich  während der Fahrt an eine leckere Bratwurst, ein Fischbrötchen, ein Stück Pizza oder, oder…
Und dann kommen mir die gebunkerten Süßigkeiten in den Sinn und eines oder zwei davon helfen mir, die Zeit bis zu Hause zu überbrücken. Also doch ein Ohnmachts- Happen!
Aber nun wieder zurück zu den Pralinen. Wie schon erwähnt, gingen sie mir nicht mehr aus dem Sinn. Selbst wenn ich mal eine alte Pralinenschachtel in der Hand hatte, in der z.B. Knöpfe oder ähnliches gelagert werden, dachte ich beim Anblick des Inhalts auf dem Deckel, oh, auch dieses Stück könnte man aus Filz nähen.
Und ich denke ihr könnt es erahnen. Ich fing wirklich damit an, solche Dinger zu nähen. Und es machte einen wirklichen Spaß, die garnicht süßen Schwestern der echten nachzumachen. Eine ganze Zeit lang habe ich dann welche verschenkt, schön in Original Pralinenschachteln verpackt. Gut dass ich einen Mann habe, der gerne Süßes ißt. Denn dadurch kamen immer mal solche Schachteln ins Haus.
Die Beschenkten haben sich (meist) gefreut. Manche hat es leider als Wink mit dem Zaunpfahl aufgenommen, obwohl es nicht so gemeint war. Und eine hat mir erzählt, dass sie wirklich dachte, sie seien echt und hat es erst bemerkt, dass es nicht so war, als sie eine davon im Mund hatte.
Nur ein paar wenige hab ich noch. Nur die konnte ich fotografieren. Aber gefühlte 200 Stück habe ich sicherlich angefertigt und verschenkt.
Und so ist das: Sage niemals nie, und sage nie, das würde ich niemals nähen. Ich wurde eines Besseren belehrt.

Kommentare:

  1. Meine Güte, was sind diese Pralinen schön! Ganz wunderbar.

    Nana

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  2. Diese kleinen Köstlichkeiten sehen echt lecker aus, auch wenn ich keine „ Süße“ bin. Eine ganz tolle Geschenkidee, über die ich mich auch freuen würde.

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