der diesjährigen Sommerwerkstatt in der Kreativ- und Patchworkbude Wahlsdorf lautete:
Traditionelles Patchwork modern interpretiert.
Auf
das Thema hatten wir uns bereits im Vorjahr verständigt. Wir wollten,
obwohl wir alle keine Anfängerinnen sind, traditionelle Blöcke in
Miniaturformat anfertigen und eine Auswahl dann in einen Quilt
integrieren. Wir arbeiteten Blöcke in unterschiedlichen Techniken.
Welche, die dreidimensional angefertigt sind, waren für einige neu. Bei mir kamen auch einige lange nicht mehr gemachte Techniken zum Einsatz.
Ich
hatte von zu Hause Stoff mitgenommen, denn ich wollte nicht zusätzlich
welchen kaufen. Mein Stoffbestand ist für meine Zwecke groß genug. Meine Stoffe waren
in Lila- und Grüntönen, Batiks, die schon gut abgelagert waren.
So
machten
wir unter Anleitung oder ganz individuelle Blöcke. Manche Blöcke
gefielen mir und ich habe sie auch mit den anderen genäht. Da ich jedoch immer sehr
schnell bin, fertigte ich
zwischendrin noch zusätzliche Blöcke an.

Schon am ersten Tag war viel erreicht.
Eines war bei mir bereits
bei der Kursvorbereitung sicher, ich wollte einen ganz bestimmten Stoff
als Unterlage verarbeiten, bei dem ich dann schöne, aufwändige
Quiltmuster aufbringen kann. Und die Blöcke sollten alle wie kleine
Quilts 3-lagig sein und aufgenäht, nicht eingenäht werden. Meinen
Hintergrund habe ich so zusammengesetzt.
Dann kamen noch zwei aufgesetzte Querstreifen dazu.
Als Ey-Catcher sozusagen arbeitete ich auch ein paar wenige schwarz-weiße Akzente mit ein.


Immer
wieder legte ich die Blöcke auf, nahm welche weg, fertigte neue an, bis
ich die endgültige Gestaltung im Kopf (und als Foto auf dem
Handy) festhalten konnte.


Die Position der kleinen Blöcke habe ich auf dem Hintergrund aufgezeichnet, um nicht unnütz darunter zu Quilten.
So wie auf dem Foto werde ich immer die Konturen des Stoffmusters nachquilten. An wenigen Stellen wird flächig Stippling gemacht.
Vor dem Quilten musste ich erst ein paar Probestückchen
machen, mich warmquilten sozusagen. Denn gequiltet hatte ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht
mehr.
Ich bin natürlich nicht
ganz fertig geworden. Aber ich habe die Blöcke für das vorläufige, finale Foto aufgelegt.

Nun wartet das Teil auf eine Schlechtwetterperiode, damit ich das Quilten weiterführen kann. Die
vollständige Fertigstellung des Quilts habe ich mir bis Anfang September
festgelegt. Dann kann er nämlich ausgestellt werden.
Die
Kulturscheune Mühlberg, wo unsere Schwarz-Weiß-Quilts ausgestellt
waren, feiert 25-jähriges Bestehen. Man hat angefragt, ob ich mit 6
anderen Künstlern gemeinsam die Galerie bestücken würde. Welch eine Ehre
für mich. Und der "Neue" hätte da wohl einen guten ersten öffentlichen Auftritt.
So, das war es von der Sommerwerkstatt. Eine kleine andere Technik hat
uns Michaela zwischendurch gezeigt. Es hat nichts mit Patchwork oder
Nähen zu tun.
Davon aber ein andermal.