Dienstag, 8. März 2022

Schaut doch bitte mal...

bei Anni auf ihren Blog.

 


 

Sie verkauft ganz tolle, von ihr genähte Sachen, um Spenden zu sammeln als Hilfe für die Ukraine.

Es ist nicht viel, was wir tun können, um die Situation der Menschen in der Ukraine zu verbessern. 

Mit dem Kauf eines Rucksackes oder einer Tasche bei ihr macht ihr euch nicht nur selbst eine Freude, sondern  tut damit auch noch Gutes.

Schaut doch mal rein bei Anni, denn diese Idee sollte man unbedingt unterstützen. 

 


 



Sonntag, 6. März 2022

Sie hängt,

 ... meine kleine Nähmaschine aus dem virtuellen Nähkränzchen.

 

 


Ich habe mich ja nur mit einer winzigen Miniatur beteiligt. Die Einzelteile waren beim Zuschneiden nur 2,5 cm im Quadrat.

Das fertige Quiltchen ist gerade mal 25 x 25 cm groß und besteht immerhin aus 343 Teilen.

Ich habe, weil die Teile auf Quiltersgrid genäht wurden, auch kein großartiges Quilting gemacht. Das Teil ist sehr fest und es hätte auch mit noch einer Lage Vlies keine Struktur gegeben.


Nun hängt es neben anderen Miniquilts an meinerWand im Nähzimmer. Ja, wo denn sonst?

Wer gerne noch andere solche Nähmaschinen sehen und die Geschichten dazu lesen möchte schaut einfach mal hier bei Katrin vorbei.

 

Für die Kommentare zu meinem letzten Post sage ich euch ein herzliches Danke. 

Nächste Woche werde ich 5 von meinen textilen Karten versenden.

Ich bitte Ruth Heinzen aus der Schweiz um eine kurze Mail mit ihrer Postanschrift.  Meine Mailadresse siehst du im Impressum.






Donnerstag, 3. März 2022

Miniaturen in Postkartenformat

Viele von euch haben sich für den Brief aus der Quiltaktion bedankt. Weil in einigen Mails die Frage gestellt wurde, wie ich denn diese Karten mache, möchte ich gleich hier eine Kurzanleitung zeigen.

Alles, was man dazu braucht, haben wir eigentlich zu Hause:

  • Zeichenkarton
  • Stoffe aus der Restekiste
  • Nähgarne
  • Reste von Volumenvlies oder Stickvlies
  • Reste von Vliesofix
  • Stickgarne
  • Nähmaschine und Quiltfuß
  • und viel Fantasie
Ich nehme mir einen einfarbigen Hintergrundstoff und zeichne mir ein 10 x 15 cm Raster auf. Ich bügle auf die Rückseite ein dünnes Vlies, da lässt es sich besser nähen, sowohl mit der Maschine als auch mit der Hand. Stets spanne ich meinen Stoff beim Sticken in einen Stickrahmen. Deshalb mache ich gleich mehrere Miniaturen auf einem Stück Stoff nebeneinander.

Am Beispiel dieses Motivs erkläre ich es euch.  Ein kleines Stück blauer Stoff wird die Vase. Ich schneide nicht rechtwinklig, es kann auch mal schief sein. Mit Hand oder Maschine nähe ich fest. Die Handstiche müssen etwas krumm und schief sein und unregelmäßig.

Dann schneide ich aus Stoff Blumen in entsprechender Größe aus und nähe sie mit Sticktwist mit einem Knötchenstich fest. Ich arbeite bei den Blüten ohne Vliesofix. Dadurch stehen die Blumenkanten etwas hoch, das gefällt mir. Aus grünem Stickfaden entstehen Blätter und Stiele.

 

Erst, wenn alle Stickereien auf dem Stoffstück fertig sind, schneide ich die Motive zurecht. Das hat den Grund, weil sich ein kleines Stoffstück nicht gut in den Stickrahmen spannen lässt, deshalb arbeite ich, sozusagen, gleich in Serie.

Am liebsten mache ich die Handstickereien am Abend vor dem Fernseher.

Einen Bogen A4 Zeichenkarton schneide ich in der Hälfte durch und erhalte so 2 Karten. Die falte ich in  der Hälfte. Meine Miniaturen schneide ich ca. 8 x 13 cm.

Auf die Vorderseite der Karte mache ich in der Mitte etwas Klebestift und lege die Miniatur mittig auf.

Mit einem Zickzack oder Langettenstich nähe ich den Rand auf den Karton. Dabei fange ich nie an der Ecke an, sondern an einer Seite und lasse die ersten und die letzten Stiche etwas überlappen.

Damit sich der Stoff beim Nähen nicht auf der Karte verschiebt, benutze ich den Doppeltransporteur und drücke beim Nähen mit einem Nahttrenner immer den Stoff vor dem Fuß etwas nach unten. So verschiebt sich nichts. Als Einlage nehme ich normales Druckerpapier, das schneide ich ebenfalls so zu, falte es und klebe die eine Hälfte auf die Innenseite, damit die Stiche vom Nähen verdeckt sind. Die Einlage lege ich mit dem Bruch genau in den Bruch der Karte und dann passt das genau zusammen.




Ganz zum Schluss schneide ich bei Bedarf nochmal alle drei offenen Außenkanten mit dem Rollschneider exakt zu.

Minimalistisch oder  ...
... kunterbunt.

...mit der Hand gemacht



... oder mit der Nähmaschine.





Manches entsteht einfach so beim Machen.







Ich würde mich freuen, wenn ich auf einem eurer Blogs sehen könnte, dass jemand auch solche textilen Miniaturen genäht hat.
Es macht Riesenspass, glaubt mir. Und es lenkt von all dem etwas ab, was derzeit in der Welt so vor sich geht. 

 
 
Unter denen, die hier einen Kommentar schreiben, werde ich 5 von meinen Karten verlosen.
 
 
 
Beim nächsten Mal zeige ich euch, wie ich die freien Stickereien mit der Maschine mache.
Also dann, ich lese von euch. 

 



Mittwoch, 2. März 2022

Endlich...

 sind wir wieder mal mit Herrn L. in sein Revier gefahren. 

Wir haben die letzen Äpfel und die von Emil gesammelten Kastanien an die Wildfütterung gebracht.

Noch liegt dort nämlich Schnee.

 

 

 

Wir haben Wildspuren im Schnee bestimmt und sogar drei Rehe gesehen. Leider waren sie zu schnell für ein Foto.

 

Unser erster Halt ist immer eine der Vorsperren der Ohratalsperre. 

Links ein Foto von der gleichen Stelle  aus dem Jahr 2019.



 

Die Schneeschmelze im Thüringer Wald lässt alle Bäche zu kleinen Flüssen werden. Es macht Spass, die Äste zu beobachten, die Mühe haben, sich aus einem Wasserstrudel zu befreien.

Emil könnte da stundenlang bleiben. 







Schön ist es zu sehen, wie sich die kleine Fichte auf einem abgestorbenen Baum entwickelt.











Montag, 28. Februar 2022

Zugluft...


gibt es in alten Häusern ja immer dann, wenn die Fenster nicht dicht sind. Ich kann mich erinnern, dass, als ich noch Kind war, bei uns im Winter immer auf allen Fensterbänken Zugluftstopper lagen. Eine Nachbarin hatte im Winter sogar die Fensterscheiben mit Zeitung beklebt, damit die Kälte etwas abgewehrt wurde. Doppelfenster oder Verbundglas kannte man ja damals noch nicht.

Vor vielen Jahren sagte mir unsere, leider inzwischen verstorbene, Nachbarin, dass sie für ein Fenster eine Zugluftrolle nähen möchte. Ich hatte mal in einem Katalog eines amerikanischen Handarbeitsladens einen sehr witzigen gesehen, den es als Materialpackung einschließlich Vlies für einen exorbitant hohen Preis zu kaufen gab. Die Idee fand ich aber so witzig, dass ich mir die Seite fotografierte und in meinen "Nochzumachen - Ordner" gespeichert hatte.

Das zeigte ich der Nachbarin und sie war hin und weg. Regina, das müssen wir nähen! Aber wir haben ja keinen Schnitt?




 

Ich machte also einen Schnitt, ich nähte, stopfte leicht aus, nahm die Füllung wieder raus, veränderte die Nähte, stopfte wieder aus und das wiederholte sich dreimal, bis es meinen Erwartungen entsprach.

Den Schnitt gab ich an die Nachbarin weiter, allerdings wollte sie alles verdoppeln, für ein breites Fenster.

Jede gestaltete dann ihre Schneemänner nach eigenem Geschmack.

So etwas macht mir Freude, da kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen und richtig mit Nadel und Faden und Stoffen spielen.

Bei der Bekleidung meiner Schneemänner kamen Stoffreste und Wollreste zum Einsatz. Auch ein Strumpf musste dran glauben.


 

 

 


 Wir selbst brauchten keinen Zugluftstopper. Deshalb nahm ich meinen mit zum Weihnachtsmarkt, um meinen Verkaufstisch zu dekorieren. Was soll ich euch sagen, das war das Erste, was ich verkauft habe. Die Käuferin ließ ihn jedoch bei mir, um ihn später, vor dem Nachhauseweg, abzuholen. Ich glaube mehr als 10-mal hätte ich ihn verkaufen können. Da merkte ich erst, dass die Leute ihn nicht als Zugluftstopper ansahen, sondern als nette Winterdeko auf dem Fensterbrett. Und ich merkte auch, dass ich den Preis eigentlich zu niedrig angesetzt hatte für die viele Arbeit, die beim Nähen notwendig war.



 

 

Aber ich dachte, lieber verkaufen, als zu Hause herumliegen lassen. Mir hatte es beim Machen viel Freude bereitet.


Unsere Nachbarin war eine nähbegeisterte, gute Seele. Sie war für fast jede Näharbeit zu haben. Sie fragte oft, ob ich nicht wieder was für sie hätte, was sie anfertigen könnte. Vor lauter Langeweile würde sie schon wieder Fenster putzen.  

Wo mögen nur all ihre Sachen sein, die sie auf meine Anregung hin all die Jahre angefertigt hat?