Donnerstag, 9. Januar 2020

Kleine Raupe Nimmersatt

Nun mein zweiter Teil der kleinen Raupe. Wie es zu diesem Projekt kam und wie es entstand könnt ihr vorab hier lesen.
Es ist ein großes textiles Buch entstanden. Die Größe ist wie ein normaler Aktenordner und passt so in jedes Regal.
Damit die Kinder es leicht tragen können, habe ich auch Henkel angenäht und zwei Klettverschlüsse angebracht.


Aber nun zum Inhalt. Es beginnt damit, dass in der Nacht auf einem Blatt ein kleines Ei liegt. (Die Schrift ist in Wirklichkeit besser zu sehen.)

Und dann schlüpft aus dem Ei eine Raupe und macht sich auf den Weg...


...um Futter zu suchen...


...sie frisst sich durch einen Apfel...


...zwei Birnen...


... drei Pflaumen und so weiter.


Jedes Blatt hat eine Vorder - und eine Rückseite. Die Applikationen musste ich so aufbringen, dass das Loch dann auf beiden Seiten auch passt.


Nur bei dem Stück Torte ist mir das leider nicht gelungen, konnte es aber im Nachhinein nicht mehr ändern.




Die Schrift hat eine Größe von ca 1,5 cm.

 
Die größte Schwierigkeit war, das ganze dann auf einem Außendeckel so anzubringen, damit es eine Buchform bekommt. Der Buchrücken ist 13 cm hoch.


 

Als unser Enkel Emil "Probe gelesen" hat bohrte er mit seinem Finger gleich in die Löcher. Also kam mir die Idee: Wenn schon Löcher, dann muss noch eine Raupe her.
Sie besteht aus verschiedenen Holzperlen, die ich mit Heißkleber, einem Schaschlikspies und Zahnstochern verbunden habe. Mit etwas Farbe sieht sie aus wie die im Original-Buch.

Sie passt perfekt durch die Löcher, Tester Emil war zufrieden.

Ich werde noch eine als Ersatz machen, falls diese mal kaputt ist oder verloren gehen sollte.


Auf der ersten Innenseite ist eine kleine Tasche, wo sie aufbewahrt wird. 


Ich hoffe, dass das Buch beim Benutzen genau so viel Freude macht wie mir beim Anfertigen.


Sonntag, 5. Januar 2020

Neues Jahr- neue Nähpläne

Nach einer Blogpause möchte ich euch allen noch die besten Wünsche für das begonnene Jahr 2020 senden. Möge uns allen eine gute Gesundheit begleiten, es sollen uns nie die Ideen und die dazugehörigen Materialien ausgehen.

Mein erstes Nähprojekt habe ich, obwohl wir heute erst den fünften Tag im Jahr haben, bereits beendet.
Das liegt aber daran, dass ich freie Zeit und aufgestaute kreative Gedanken bereits vor Weihnachten und über die Feiertage genutzt habe.

In unserer Patchworkgruppe QuilThuer lautet das Thema für das erste Halbjahr "Erzähle (d)eine Geschichte". Und da ich bereits Schränke voller Quilts habe wollte ich etwas Nützliches nähen. Ich hatte mich entschlossen, eine Geschichte aus einem Kinderbuch in Stoff umzusetzen. Leider hat man aber meinem Ansinnen, ein anderes Format als das vorgegebene zu machen, nicht stattgegeben. Schade, also muss ich doch wieder einen Quilt nähen. Aber die Idee mit dem Buch habe ich trotzdem realisiert.


Viele von euch werden das Buch kennen. Unser Enkel Emil liebt es sehr und kann es bereits selbst erzählen.


Ich wollte mich an das kleine Buch halten und den Aufbau ähnlich machen. Also klebte ich erst einmal einen Papierentwurf.


Die ursprüngliche Idee, alles auf einen Keilrahmen zu machen, damit Kinder dann an der Wand blättern können, verwarf ich wieder.
Aber erst habe ich appliziert und manchmal mit Farbe etwas nachgeholfen.


Dann habe ich Löcher an den passenden Stellen ausgeschnitten...


und dann die Löcher mit Knopflochstichen mit der Hand versäubert.





Dann habe ich die Schrift mit einen löschbarem Stift geschrieben...




...und diese dann frei mit der Maschine gestickt. 


Dann wurden alle Seiten mit einem Einfassstreifen versehen.



Wie es dann weiterging??? Bleibt dran, ich erzähle es euch im nächsten Post.
Emil hat es bereits getestet und für gut befunden.



Sonntag, 22. Dezember 2019

Weihnachtsgrüße

Ich wünsche meinen lieben BlogleserInnen ein wunderschönes Weihnachtsfest, egal wo und mit wem ihr es verbringt.
Für das Jahr 2020 wünsche ich euch viel  Gesundheit und all das, was ihr euch wünscht oder brauchen könnt. Aber eigentlich haben wir doch (fast) alles, was wir brauchen. Oder nicht? Egal ob auf dem Konto, in den Schränken oder...

                            ....wir brauchen es nicht wirklich!


Und passt gut auf euch auf, denn Schutzengel brauchen ab und zu auch mal eine Pause.


In diesem Sinne

Montag, 16. Dezember 2019

Weihnachtsgans Mariechen

Meine Weihnachtsgans heißt Mariechen.

Hier möchte ich euch ihre Geschichte erzählen.

Im Jahr 2015 war ich zum ersten Mal mit Patchworkfreundinnen und unseren Männern beim großen Patchworkfestival in St. Marie aux Mines in Frankreich.
Vom Inhalt der wunderbaren Ausstellungen zu erzählen ist jetzt nicht der richtige Post.
Nach dem Anschauen der vielen Ausstellungen war der Abschluss eines jeden Tages ein Besuch der riesigen Ladenstraße.

Dort gab es Stoffe, Stoffe und nochmals Stoffe. Aber auch viele Bücher, Nähzubehör, fertige Quilts, Anleitungen und vieles andere mehr. Nun schaut mal, so sah einer dieser Verkaufsstände aus, an dem wir immer vorbei mussten. Über und über voll mit sehr schönen Sachen. Man entdeckte täglich etwas wunderbar neues.


Sie zeigten kleine und große Puppen, Tiere, Schnee- und Weihnachtsmänner, Hexen, Vogelscheuchen und, und, und..
Der Stand war immer sehr frequentiert.



Und dort habe ich sie gesehen, zwischen vielen anderen Figuren. Eine Gänsefamilie. Das heißt, eine alleinerziehende Gänselady mit ihren beiden Kindern. Ziemlich nah, man konnte sie berühren und der Funke von ihr zu mir war sichtbar übergesprungen.

Sie sprach zu mir: Nimm mich mit, nimm mich mit. Ich habe sie gesehen und war fasziniert. Kaufen konnte man aber keine fertigen Sachen, sondern die Anleitungen, um sie selbst zu nähen.

Täglich gingen wir an diesem Stand vorbei. Und immer hörte ich ihr Rufen: "Nimm mich bitte mit".
Einmal fragte ich dann nach der Anleitung und bin beim Preis bald  in Ohnmacht gefallen. Dann erklärte mir der nette Herr, dass es sich aber um eine Materialpackung handelt, dass also (fast) alles Material dabei wäre.


Alle Anleitungen an diesem Stand gab es nur  als Materialpackung.

Oh je. Da hat man zu Hause  jede Menge Stoffe, die zum Nähen gebraucht würden, uni, weiß, beige und orange, in Schachteln liegen meterweise Spitzen und hier sollte man für viel Geld all das kaufen, was man zu Hause vorrätig hat. Nein, sagte ich mir.
Nein, nein und nochmal nein!!!
Ich habe ohnehin etwas gegen Käufe bei solchen Events, weil vieles überteuert ist und oft den Preis nicht rechtfertigt.

Am letzten Tag, bei der allerletzten Runde durch die übervolle Verkaufshalle wurde ich dann, ihr vermutet es sichr, doch schwach.

Ich rechtfertigte den Kauf mit:

- ich rauche nicht
- ich trinke nicht
- ich esse keine Pralinen
- ich brauche keine teure Kosmetika
- ich kaufe nie teures Parfüm
- ich bin eine sparsame Hausfrau und so weiter und so weiter...

Den Preis der Packung verrate ich euch nicht.
Im Herbst dann fertigte ich sie an, meine Gans Marie mit ihren Sprösslingen. Die Anleitung war zwar französisch, aber ich verstand alles recht gut und ich konnte sie ohne Probleme nähen. Es hat mir viel Freude gemacht, sie wachsen zu sehen.

  Sie ist eine stolze Dame, schön dekoriert.


Selbst ihre Unterwäsche ist vom Feinsten, mit edler Baumwollspitze.


Eines ihrer Kinder ist bereits dem Babyalter entwachsen.


Das andere Gänsekind ist jedoch noch klein und trägt noch Windeln.

Da die Lady alleinerziehend und noch immer im Mutterschutz ist haben wir sie noch nicht als Weihnachtsgans...

Das könnt ihr doch sicherlich nachvollziehen.


Die Gänse- Familie sitzt im Wintergarten und freut sich ihres Lebens. Niemals habe ich meinen Kauf bereut, denn ich mag diese kleine Gänsefamilie sehr. Und deshalb wird sie weiterhin dort sitzen und uns ein Schmunzeln entlocken, wenn wir sie betrachten.




Mittwoch, 11. Dezember 2019

Vogelhaus- Die Fortsetzung

Heute möchte ich euch, wie versprochen, mein fertiges Vogelhaus zeigen. Es ist eines zum Befestigen auf einen Pfosten. Dafür habe ich in den Boden ein Loch zum Festschrauben gemacht. Es hat eine Höhe von  30 cm und ist das größte, welches ich bisher getöpfert habe.




Hier die Rückseite.


Gerne dekoriere ich mit Ton, aber auch das Farbige mag ich sehr.
Ich verarbeite meist hellen Ton, denn auf rotem Ton wirken die Glasuren nicht so gut.

Nach dem ersten Brennvorgang wird es farbig gestaltet. Obwohl ich schon mehr als 10 Jahre mit Ton arbeite habe ich mich immer noch nicht an das Bemalen mit Glasuren gewöhnen können. Denn wer es nicht weiß, die Glasuren bestehen, wie der Name schon sagt, aus vielen winzigen Glasteilchen.  Die Glasuren verschmelzen beim zweiten Brennvorgang und verbinden sich so mit dem Ton. Wenn man mit dem Pinsel arbeitet muss man immer wieder die Glasur umrühren, damit sich die abgesetzten Glasteilchen in der Flüssingkeit verteilen. Und noch etwas stört mich, die Glasuren sehen beim Bemalen ganz anders aus als nach dem Brand. Eine blaue Glasur sieht im Rohzustand z.B. hellgrau aus. Außerdem muss man darauf achten, dass alle Stellen auch wirklich mit Glasur versehen sind. Da kann man später manchmal unschöne Überraschungen erleben, wenn es matte Stellen gibt.


Die Schnörkel am Fenster sind einfach in den Ton geritzt und dann mit dunkler Glasur gefüllt.
Obenauf dann noch weiße Glasur.


Man muss ganz schön aufpassen, dass man nicht Tropfen auf eine bereits farbige Fläche bringt.


Das Dach habe ich mit Hilfe von Blättern geformt. Die Blattadern sind, so wie die Schnecken, dunkelbraun, man kann es nur auf dem Foto nicht richtig sehen.


Das Vogelhaus wird bald an die neue Besitzerin übergeben, damit sie sich freut und sich ihre Vögel am Futter laben können. 



Sonntag, 8. Dezember 2019

Jahreszeiten

lautete unser letztes Thema des Jahres 2019 in der Patchworkgruppe QuilThuer.
Wir haben sehr lange an diesem Projekt gearbeitet. Gut Ding will eben Weile haben. Am letzten Treffen des Jahres haben die, die anwesend waren ihre Quilts gezeigt.
Wer den Werdegang meines Quilts von Anfang an sehen möchte, kann  hier noch einmal nachlesen.

Ich hatte mich ja wieder für einen Miniquilt entschieden, da ich mittlerweile nicht mehr weiß, wo ich all meine Quilts hintun soll.

Nach dem Aufbügeln der Einzelteile mit Vliesofix auf den Hintergrundstoff ging ich daran, mit einem unregelmäßigen Zick- Zack- Stich alle Teile zu applizieren. Ich wählte dabei immer ein  passendes Garn aus.


Geplant war ein breiter, grauer Rahmen. Aber es sah fade aus. Also gab ich dem eigentlichen Bild noch eine schmale Einfassung. Nach vielem Probieren bin ich bei diesen beiden Stoffen geblieben. 



Und so sieht es fertig aus. Ich bin zufrieden mit meinem Ergebnis. Wer von euch noch weitere Arbeiten zu diesem Thema sehen möchte kann gerne mal einen Ausflug zu unserem Blog QuilThuer machen.


Beim nächsten Post geht es weiter mit meinem Keramik- Vogelhaus.


Montag, 2. Dezember 2019

Adventsrätsel

Wie ihr ja bereits wisst, ist mein Herr L. schon seit über 50 Jahren Jäger.

Und nun das Rätsel:

Warum braucht ein Jäger an seiner  Jacke Hirschhornknöpfe?

Überlegt mal und denkt auch mal um die Ecke.

Bevor ich euch die Lösung sage zeige ich euch, was ich heute gemacht habe. Ich habe Plätzchen gebacken. Besondere für meinen Hirsche jagenden Herrn L. - nämlich Hirschhornknöpfe.

Man nehme:
      300 g Butter
      200 g Zucker
      1 Ei
      1 Van.- Zucker
      400 g Mehl
      1 Prise Salz

und knete alles zusammen zu einem Teig. Dann formt man Rollen, ca. 3 cm stark, und stellt sie  kalt.

Dann mischt man

1Esslöffel Kakaopulver
2 Esslöffel Zucker und einen Teelöffel Zimt und wälzt die Rollen darin.

In 1 cm dicke Scheiben schneiden und eine halbe Walnuss hineindrücken.


Bei Mittelhitze 15- 20 Minuten backen.



Sie sehen schön aus und vorallem schmecken sie köstlich, auch Nicht- Jägern.


Nun nochmal zu meinem Rätsel. Warum braucht denn ein Jäger Hirschhornknöpfe an seiner Jacke?

Ganz einfach: Damit er die Jacke zu machen kann.









Samstag, 30. November 2019

Ich wünsche euch...

...einen schönen 1. Adventssonntag.

Solltet ihr Besuch erwarten, dann denkt daran, auch eurem Gäste-WC ein weihnachtliches Flair zu geben.

gefunden beim Onlinekaufhaus A...
Natürlich könnte man so etwas Ähnliches auch selbst nähen, wenn man zwischen Stollenbacken, Plätzchendekorieren, Putzen und Weihnachts- Geschenke- Einkaufs- Stress noch etwas Nähzeit übrig haben sollte.

Man könnte es natürlich auch sein lassen.

Apropos Weihnachtsputzen: Denkt bitte daran, dass an Weihnachten das Christkind kommt, nicht ein Kontrolleur vom Gesundheitsamt.


In diesem Sinne


PS: Die Adventszeit kann eine Zeit sein, in der man sich Zeit nimmt, darüber nachzudenken, wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen.

Sonntag, 24. November 2019

Oh je,...

...schon wieder eine gute Woche ohne Post. Aber irgendwie schaffe ich es gerade mal, Neues bei euch zu lesen. Deshalb auch die nur sehr spärlichen Kommentare. Seht es mir bitte, bitte nach.


Abends ist bei mir einfach die Luft raus. Ich komme mir an manchen Tagen vor, wie in einem Hamsterrad, und dabei gehe ich nicht mal mehr arbeiten. Gut, dass ich so manchen Post in der Schublade habe und euch wenigstens Dieses und Jenes  "aus der Konserve" zeigen kann.

Z. B. einen keinen Werdegang aus der Töpferwerkstatt.


Meine Schwester äußerte den Wunsch nach einem neuen Vogelhaus. Diesmal wollte sie aber keines zum Hängen, sondern zum Aufstellen auf einen Pfosten.

Und wie ich dieses Haus gemacht habe, zeige ich euch jetzt.


Und so beginne ich alle Vogelhäuser, von denen ich bereits viele gemacht habe.

Ich rolle aus einem Klumpen Ton den Boden aus.


 Den schneide ich dann zurecht zu einem Kreis.


Dann mache ich eine große Fläche als Hauswand. In dem Fall war die Höhe 30 cm und die Länge fast 70 cm. So eine große Fläche ist schwierig, denn sie sollte ja möglichst gleichmäßig stark sein. Profis machen das mit einer Maschine. Aber wir nehmen dazu ein gutes, altes Nudelholz.


Diese Fläche forme ich dann über ein Plasterohr zu einer Rolle. Das Rohr wird vorher mit einer Folie umhüllt, um es später problemlos entfernen zu können. Der Sinn des Rohres ist, dass es der Außenwand Halt gibt, damit sie nicht in sich zusammenfällt.

(Leider habe ich vergessen, diesen Schritt zu fotografieren.)


Die Wand mit dem Rohr setze ich dann auf die Grundplatte. Natürlich wird erst Schlicker (das ist ganz weiche, nasse Tonpampe) als Kleber dazwischen gemacht. Alles wird schön versäubert.


Dann kommt meine Lieblingsarbeit, das Dekorieren.
In die Außenwand schneide ich eine Tür und Fenster. Das, was ich bei einem Fenster ausschneide, nehme ich oft gleich als Fensterladen.


Oder ich mache ein paar Tonschlangen und forme daraus Fensterkreuze. Jedes Vogelhaus sieht bei mir anders aus.


 Um das Dach zu formen nehme ich gerne Blätter zu Hilfe. Gut geeignet sind Rhabarber- oder Wirsingblätter. Mir gefällt, dass man die Blattstruktur so schön in den Ton drücken kann. Und auch das ungleichmäßige mag ich sehr.



Um dem Dach mit seiner Form aber Halt zu geben, habe ich mir einen Kegel aus Zeitungspapier geformt und mit Folie überzogen. Denn ohne dieses "Gestell" würde alles in sich zusammen fallen. Ton hat schon so sein Gewicht.


Risse oder Löcher überdecke ich dann auch mal mit einer Tonschnecke. Mit solchen Schnecken dekoriere ich sehr häufig, sie sind sozusagen mein Markenzeichen. Aber denkt bitte nicht, dass sich da lauter unschöne Stellen darunter befinden.

Diese beiden Bauteile bleiben dann, gut verpackt in Folie, zwei Wochen bis zum nächsten Töpfertermin stehen. Der Ton verliert in der Zwischenzeit an Feuchtigkeit, wir sagen er wird "lederhart".


Dann werden das Rohr und der Kegel entfernt. Das Unterteil des Hauses hat nun so viel Stabilität, dass es das Dach ohne Probleme tragen kann. Natürlich muss die Verbindung der beiden Teile wieder mit Tonschlicker gemacht werden. Übrigens werden alle Teile mit diesem Schlicker an oder aufgeklebt. Da muss man immer das rechte maß finden. Alles was an Schlicker überquillt muss fein säuberlich mit Schwamm oder Pinsel entfernt werden. Dabei darf man aber seine vorherige Deko nicht wieder kaputt machen. Nimmt man zu wenig "Kleber" fällt beim Brennen alles wieder ab. Auch Fingerabdrücke sind nach dem Brennen sichtbar. Manchmal hört man in unserer Frauenrunde so manches Fluchen.


Den ganzen Sommer lang hat mein Haus dann warten müssen, bevor es zum ersten Mal in den Brennofen konnte. Weil es so groß war, musste erst der rechte Platz dafür da sein. Denn unsere Töpferin ist selbstständig und ihre Sachen für den Laden und die Märkte haben natürlich Vorrang. Das ist doch klar.

Und wie es dann weiter ging? Wollt ihr es wissen?