Dienstag, 22. September 2026

Wenn die Nähmaschine ruft

Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, wieso ich nach anstrengender Arbeit trotzdem noch ausreichend Energie habe, um mich – wenn auch nur für kurze Zeit – an die Nähmaschine zu setzen.

Gestern musste ich nach öder Gartenarbeit unbedingt noch etwas nähen.

Unser Sohn hat ein neues Gestell für den Kompost gebaut. Deshalb musste das alte weg. Und wozu hat man Komposthaufen angelegt? Klar, um Gartenabfälle in gute Erde zu verwandeln.

 

 


Und das heißt: Alles muss gesiebt werden, damit die Erde jetzt im Herbst überall dort verteilt werden kann, wo sie Nutzen bringt.

Seit drei Tagen kämpfe ich nun schon mit dieser Erde. Das Smartphone liegt in der Nähe und ich höre spannende Kriminalpodcasts. Dadurch ist es nicht ganz so unerträglich langweilig.

Gestern Abend war ich mit meiner Kraft am Ende. Eigentlich hätte ich schon früher Feierabend machen sollen. Aber ich wollte unbedingt noch ein bestimmtes Ziel erreichen.

Aber da mein Nähzimmer gleich neben dem Bad ist, hörte ich fast unter der Dusche meine Nähmaschine nach mir rufen.

Es ging nicht anders. Ich musste dem Ruf folgen.

Neulich sah ich bei Doris (Lindlady) originelle Stiftetäschchen, die sie genäht hatte. Die gefielen mir. Und gestern Abend habe ich mich selbst an einem solchen Stifte-Täschchen versucht.

Das mit dem Reißverschluss in der Spitze war nicht wirklich lustig – zumal ich auch noch etwas zu dickes Vlies genommen hatte. Mein erstes (und wahrscheinlich auch letztes) Täschchen habe ich deshalb etwas größer gemacht, einfach um es einmal auszuprobieren.

 

 

Danke für deine Anregung, liebe Doris!

Es ist jedoch wie immer bei mir: Ich muss es einmal gemacht haben. Und dann ist es gut und wird zu den Akten gelegt. 

Abends bin ich, wenn meine Hände es noch mögen, mit der Hand und Schablonen dabei, meine Reste zu verarbeiten. Es soll – weil ich noch soooo viele Reste habe – irgendwann eine Decke werden.

 

 

 

Aber wer soll sie dann nutzen???

Ich habe doch schon so viele handgenähte Decken. Und als Spendendecke sind  mir Handgenähte Quilts dann doch viel zu sehr ans Herz gewachsen. Vorerst!

So, nun ist aber Schluss mit dem Post. Der Kompost im Garten wartet und während ich vielleicht heute den Rest schaffe überlege ich, was ich mir und meiner Nähmaschine heute Abend Gutes tun könnte.

 

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