... wenn sie nachts nicht schlafen kann?
Sie geht ins Nähzimmer, macht sich die Nähmaschine und ein Hörbuch an und legt los.
Klingt ehrlich gesagt ziemlich crazy- so eine ganz eigene Welt im Nähzimmer mitten in der Nacht. 😊
Während alles schläft, entsteht plötzlich Raum für spontane, kreativen Ideen, ohne Druck, ohne Plan.
Und ja – dieses „nur mal kurz anfangen“ kenne ich gut… und zack, steckt man bis zu den Ellbogen in Stoffresten, probiert Kombinationen aus, die man tagsüber vielleicht nie wagen würde. Gerade bei Täschchen ist das ja perfekt – da darf’s wild sein, verspielt, experimentell.
Bei mir ist es eine Mischung aus: Watercolor-Quadrate, ein Dirndl-artiger Baumwollstoff, dazu sonst kaum benutzte Zierstiche – das hat schon fast was von textilem Durcheinander.
Dinge, die eigentlich nicht zusammengehören, finden nachts plötzlich doch zusammen. Vielleicht, weil der Kopf freier ist?
Und ich sag es euch: Zierstiche nachts auszuprobieren hat auch was Meditatives, oder? Dieses gleichmäßige Rattern, das langsame Entstehen von Mustern… fast wie Zeichnen mit Faden.
Und man wird dann auch mal müde und ist bereit zum Schlafen..
Ich finde übrigens die Erfindung des Quiltergrid und den Stoffquadraten super – das nimmt einem dieses „perfekt planen müssen“ komplett raus. Einfach legen, schauen, austauschen, bügeln, festnähen. Sehr befreiend. Und auch mit anderem dünnen, preiswertem Bügelvlies machbar, wenn man nicht im rechten Winkel nähen möchte.
Dann mache ich manchmal noch eine Beschriftung auf die Täschchen.
Dieses freie Schreiben mit der Nähmaschine hat etwas sehr Persönliches, fast wie eine handschriftliche Signatur, nur eben in Faden. Gerade auf Leder wirkt das natürlich nochmal edler und gleichzeitig lässig.
Und ich mache manchmal gleich mehrere Labels „auf Vorrat“. Ledermusterstücke vom Möbelhaus zu verwenden ist übrigens auch ein Upcycling- Gedanke. Schön griffig, stabil, und oft in Farben, die man sonst gar nicht so leicht bekommt.
Freihand mit der Maschine zu schreiben ist ja auch gar nicht so einfach. Ich muss mich immer erst "einnähen". Aber diese kleinen Unregelmäßigkeiten machen aus meiner Sicht genau den Charme aus – es wirkt lebendig, nicht geschniegelt. Fast so, als hätte jedes Täschchen seine eigene Handschrift.
Macht ihr solche Nacht-Nähaktionen auch – oder sind das nur meine und sonst recht seltene, spontane „Schlaflosigkeitsprojekte“?
Meinen Post verlinke ich dorthin, wo es um die Resteverarbeitung geht: zu Ingrid vom Nähkäschtle, zu Elke und zu Maritas Taschenparty. Außerdem streiche ich das Feld "buntes Treiben" bei Anitas BINGO 2026.


Sie gefallen mir gut, deine Täschchen. Besonders die Beschriftung finde ich gut. Mich stören die unregelmäßigen Buchstaben nicht. Magdalena
AntwortenLöschenSchöne Täschchen sind so frei, frisch und bunt entstanden.
AntwortenLöschenNein, nachts kann ich nicht nähen..., Mietwohnung im Altbau, da würden meine an sich netten Nachbarn doch beschweren und mein Mann auch, denn der Nähtisch steht im Schlafzimmer...
Jetzt habe ich gar nicht gesagt wer ich bin, Sorry, liebe Grüße von Claudia aus dem Ruhrpott
AntwortenLöschenLiebe Regina,
AntwortenLöschenauweia... das sieht nach allerhand schlaflosen Nächten aus....
Ich kann spätabends noch gut nähen, aber nachts dann besser nicht. Zum Glück schlafe ich ziemlich gut.
Deine nächtlichen Aktivitäten haben zu feinen Täschchen geführt. Das freie Schreiben mache ich viel zu selten. Sieht toll aus!
LG
Elke
Das ist ja eine tolle Vielfalt von Stoffen, Nähten, Schnitten, Schriften, ... herrlich. Ich muss zugeben, im Moment arbeite ich oft bis weit nach Mitternacht und danach falle ich totmüde ins Bett, da ist nichts mit Nähen. Deshalb fehlt gerade die Zeit für so richtig kreative Sachen. LG Ingrid
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