... hat ein innerer Gartengeist mir heute Nacht geflüstert.
Da draußen passiert gerade wirklich was:
Die ersten kleinen Farbflecken im Beet. Kaum sind die Tage wärmer, sind sie da – mutig, leuchtend, fast trotzig. Sie erinnern uns: Es geht bald wieder los!
Während Schneeglöckchen zart und filigran wirken, stehen Märzenbecher etwas kräftiger da – wie die große Schwester mit stabileren Stielen. Winterlinge und Krokusse zeigen sich. Ich habe uns ein paar Zweige Forsythie ins Haus geholt. Wie bei einem Zaubertrick explodiert das Gelb – und draußen darf es sich noch Zeit lassen.
Und dann sage ich mir: Stopp, es ist erst der 2. März.
Es ist richtig klug, die Zeit noch für schöne Dinge zu nutzen, Dinge, die Kür sind und nicht Pflicht.
Diese Zeit vor dem großen Loslegen ist mir kostbar, eigentlich jedes Jahr.
- Noch kein Unkrautmarathon.
- Noch kein Pflanzplan-Stress.
- Noch kein „Warum habe ich so viele Blumenbeete?!“
Es ist diese Zwischenzeit. Die werde ich noch
genießen.
Mit Tulpen auf dem Tisch.
Mit Osterglocken in der Vase.
Mit einem Tee in der Hand und Blick in den Garten, der gerade erst aufwacht.
Vielleicht ist die eigentliche Botschaft meiner Traumstimme: Lass es ruhig angehen, du hast noch Zeit.
Sagt mal – seid ihr eher Team „Ich will sofort losbuddeln“ oder Team „Ich genieße noch die Vorfreude“?

