Sein Kindergarten befindet sich quasi nur um die Ecke, gleich am Wald. Sie haben ein schönes Außengelände und zwei Spielplätze im Wald. Emil nennt diese Spielplätze den kleinen und den großen Wald. Die Kinder sind sehr viel draußen, bei (fast) jedem Wetter. Die Kinderkleidung heutzutage macht das auch möglich.
Und weil sich Emil dort so wohl fühlt möchte ich auch als Oma mal DANKE sagen.
Schon lange hat Emil ein Quietbook, mit dem er sich gerne beschäftigt. Da kam mir die Idee, auch für den Kindergarten ein solches zu nähen.
Die Seiten sind alle 25 x 30 cm groß und in einem Ordner eingeheftet. So kann sich jedes Kind individuell mit einer Seite beschäftigen und dann kann getauscht werden.
Der Inhalt:
Eine Seite mit schönen Stoffdrucken...
...und auf der Rückseite in einer Tasche die passenden Puzzle- Teile dazu.
Hier soll sich eine Maus durch den Käse fressen.
Bei dieser Seite kann das Öffnen und Schließen der Reißverschlüsse geübt werden. Ich habe in meinem Fundus gebrauchte Reißverschlüsse mit großen Zippern gefunden. Manche sind festgenäht, andere an einer Seite lose.
Auch verschiedene andere Verschlüsse sind gut für die Feinmotorik der Kinder.
Schleifenbinden war in meiner Kindheit auch nicht einfach zu lernen. Aber es musste sein, es gab noch keinen Klettverschluss. Hier kann das Fädeln durch die Löcher und das Binden von Schleifen probiert werden.
Ein Apfelpuzzle ist auch dabei.
Hier kann das Kind Kleidungsstücke benennen, sie in die Waschmaschine legen und dann auf die Leine hängen.
Das Zuordnen von unterschiedlichen Formen ist hier gefragt...
...und hier kann man eine Kordel durch unterschiedliche Schlaufen fädeln.
Ein Wurm als Puzzle...
... und eine Seite, um das Zählen zu lernen.
Zum Schluss noch ein Apfelbaum, von dem die Kinder die Früchte ernten, in die Tasche packen und wieder an den Baum hängen können. Auch ein Igel ist dabei, der gerade einen Apfel stibitzt hat.
Bei allen Seiten habe ich Lochösen eingestanzt, damit die Erzieherin die Seiten leicht entnehmen und wieder einordnen kann.
Bei der Übergabe an den Kindergarten werde ich versprechen, dass, sollten mal Reparaturen notwendig sein, ich die selbstverständlich übernehme. Eine lebenslange Garantie sozusagen. Evtl. muss ja auch mal eine Seite ersetzt werden. Denn der Ordner soll ja nicht geschont in einem Regal stehen sondern benutzt werden. Und sollte das alles mal irgendwann verschlissen sein, würde ich mich freuen. Denn mit Spielzeug muss gespielt werden.
Der Ordner bekam natürlich noch eine standesgemäße Hülle mit dem Namen vom Kindergarten.
All das verarbeitete Material (außer die Ösen und die Perlen) hat sich in meinem Bestand befunden. Ich habe mit Filz und mit gebrauchten Baumwollstoffen gearbeitet. Viel selbstgefärbte Bettwäsche konnte ich endlich vernähen.
Nächste Woche, wenn ich am Omatag Emil aus dem Kindergarten abhole, werde ich den Ordner übergeben. Ich hoffe sie freuen sich darüber.




























































