Donnerstag, 8. Januar 2026

Holz trifft ...

 ... Knetbeton.

Heute wieder ein Bericht aus der Konserve.

Im Sommer, oder war es im Herbst?... das weiß ich nicht mehr, war ich mal kurz bei meiner Schwester. Dort gehört ein gemeinsamer Spaziergang durch die Natur einfach dazu. Auf einer Wiese am Ortsrand lag seit langer Zeit ein umgestürzter alter Apfelbaum. Den wollte sie mir zeigen. Naja, was ist denn ein alter Apfelbaum schon für eine Sensation, wenn man nicht gerade Brennholz braucht? 

Sie hat mir unterwegs erzählt, dass sie gefragt hat, ob sie sich Äste absägen darf. Sie darf. Eine Säge nahm sie gleich mit. Es wurde spannend.

Und dann sah ich, was sie denn für Äste meinte. Ihr müsst wissen, dass meine Schwester Jana einen Blick dafür hat, wie man aus scheinbar Nutzlosem noch etwas (nicht immer Nützliches, aber immer etwas Schönes und Kreatives) machen kann. Könnt ihr euch noch an die Griffe in ihrem Bad erinnern?

An diesem alten Apfelbaum waren nämlich an vielen Stellen Baumperlen und andere Wucherungen gewachsen. 

 





So etwas sieht man nicht häufig. Die außergewöhnlichen Äste schienen ihr für eine weitere Verarbeitung geeignet.

Ich habe mir auch ein paar Äste abgesägt und zu Hause ins Wasser gelegt. Jana wusste, dass sich die Rinde dann einfacher entfernen lässt.

 

Mit Knetbeton habe ich dann ein paar Häuschen  geformt. Ja, schon wieder Häuser – ich habe nun mal eine Affinität zu Häusern. 

Die habe ich mit Löchern an der Unterseite versehen. In das Holz wurden Löcher gebohrt und mithilfe von  Zahnstochern und Heißkleber die Häuser befestigt.  

Noch ein wenig Deko aus Draht, Rinde, Moos und Geäst, und es kehrt Leben in die Collage ein.

Damit ihr euch die Größe vorstellen könnt, habe ich mal ein Lineal dazu gelegt. Der Ast ist nur 29 cm lang. Die Häuser 1,5 bis 2 cm hoch. 

 

 

Das Ganze wird später in einen tiefen Rahmen gesetzt. Aber erst im Frühjahr, wenn man draußen wieder basteln kann. Den Rahmen möchte ich aus Altholz anfertigen. 


Es soll ein Geburstagsgeschenk werden. 

 

PS: Weil wir zum "Ernten" unserer Äste UNTERWEGS waren streiche ich das nächste Feld bei Anitas BINGO.

Montag, 5. Januar 2026

Schon wieder eine Ausstellung?

Ja, schon wieder eine Ausstellung! 
 
Doch diesmal dreht es sich nicht um Patchwork. Es geht um etwas ganz anderes. Ich bin auch nicht die Künstlerin, sondern mehr die Strippenzieherin im Hintergrund.

Die Idee dazu entstand während einer unserer Patchworkausstellungen vor zwei Jahren in der Kulturscheune Mühlberg. Bei einem gemütlichen Imbiss am Tag des Ausstellungsaufbaus diskutierten wir über die Vielfalt von Ausstellungsexponaten. Plötzlich hatte ich einen Gedankenblitz: Warum nicht Kunst aus Abfall zeigen? Meine Schwester Jana ist zum Beispiel eine leidenschaftliche Künstlerin, die mit Hingabe Dinge verarbeitet, die andere für wertlos halten und wegwerfen.
 
 



Diese Diskussion inspirierte mich, das Thema weiterzuverfolgen. Ich sprach mit der Galerieleiterin und ihre Begeisterung war sofort spürbar. So etwas hatten sie noch nie präsentiert, und die Idee bekam schnell Gestalt. Ich begann, in meinem Bekanntenkreis nach Hobby- Künstlern zu suchen, die mit solchen Materialien arbeiten – und es stellte sich heraus, dass ich einige richtig talentierte Menschen kenne!

Die Vorbereitungen laufen bereits lange und ich freue mich darauf, bald die Ergebnisse dieser kreativen Köpfe zu präsentieren. Die Besuchenden werden staunen, wie viel Schönheit aus vermeintlichem Müll entstehen kann.


Freitag, 2. Januar 2026

Fundsache

 

Hallo liebe Leserinnen hier bei Relas Sticheleien.

Zuallererst möchte ich allen die besten Wünsche für das Jahr 2026 senden. Möge es so werden, wie wir es uns wünschen. Danke für eure Treue hier, auch wenn es manchmal zwischendurch eine Flaute bei den Posts gibt und auch geben wird. 

Um mich mal wieder zu melden, habe ich einen Blick in meine „Reservekiste“ mit bereits vorbereiteten Posts gemacht, und siehe da: Ich habe noch einen nicht veröffentlichten Bericht zum Regal-Quilt. Eigentlich ist das Thema für mich schon Geschichte, aber es steckt Zeit im Post und deshalb möchte ich ihn euch noch zeigen.

Außerdem beinhaltet er eine Fundsache, nämlich einen  kleinen Beitrag von Karin, der bisher noch nicht gezeigt wurde. Es wäre ihr gegenüber nicht fair, das nicht zu tun.

Ich hatte bereits im September (so alt ist der Postentwurf schon)von Karin eine Mail bekommen mit der Beschreibung, wie sie weitergearbeitet hat. Seht mal ihre genähte Sammlung an DVDs. Bei allen hat sie, das kann man vielleicht nicht so erkennen, die Beschriftung mit der Hand gestickt. Fein sieht das aus und es wirkt sehr lebendig. Sie schrieb:

Liebe Rela,

bevor ich mich für vier Tage ins Nähwochenende verabschiede, möchte ich Dir gerne noch das nächste Blöckchen für den Regalquilt senden.
Ein paar meiner Lieblingsfilme und Serien dürfen in dem Regal auf keinen Fall fehlen, denn sie begleiten mich oft beim Nähen. Sie haben den Vorteil das ich sie so oft gesehen habe, das ich beim Nähen nicht mehr hinschauen muss, und sie eigentlich mehr ein Hörspiel sind. :-)
Jetzt muss ich noch ein bisschen vorbereiten, damit ich genug zum Arbeiten dabei habe.
Ich freue mich wie immer auf die Blöckchen aller Mitnäherinnen.

Liebe Grüße Karin