Donnerstag, 12. Februar 2026

Was macht frau...

 ... wenn sich die Lieblingsnähmaschine endlich in der Kur befindet?

Klar, man  kümmert sich mal ganz intensiv um den Haushalt.

Staubwischen, Staubsaugen, Fensterputzen, Gardinen waschen, Schränke ausräumen und sortieren …

Aus meiner Sicht alles notwendig, aber total überbewertet.  

Oder Frau beschäftigt sich mit anderen Dingen, die einfach Freude machen, und tankt damit Energie, um die o.g. unabwendbaren Pflichten stemmen zu können. Morgen, übermorgen, nächste Woche, irgendwann … ist für Pflichterfüllung auch noch Gelegenheit. Hat jemand von euch schon mal erlebt, dass Pflichten weggelaufen sind und nie mehr wieder zurückkamen? Ich nicht.

Außerdem habe ich gerade Fieber, hohes Fieber, ganz hohes Fieber. Ich bin nämlich im Miniatur-Bastel-Fieber. 

Ich kann euch sagen, wenn ich so in meinem Zimmer sitze und bei einem Hörbuch oder Podcast so vor mich hinwerkle, habe ich weder Hunger noch Durst. Alles um mich herum ist ausgeblendet und ich bin so ganz und gar in einer anderen Welt. Jede Unterbrechung, egal welcher Art, stört mich in meinem Fluss. Es spielt keine Rolle, ob es sich dann doch um die notwendige Essenszubereitung für meinen Mitbewohner Herrn L. handelt, die Klingel ertönt und der Postmann vor der Tür steht oder unser Eierlieferant Nachschub bringt. Alles unterbricht mich und stört.

Am Ende des Tages, am späten Abend, bin ich dann oft selbst erstaunt, was ich so geschafft habe.  

Jetzt sagt ihr sicherlich: Die spinnt doch, was fängt sie mit so vielen Miniaturen an? Wo will sie die denn alle hinstellen?

Aber – ein Angler geht ja auch sehr oft stundenlang zum Angeln, um dann die gefangenen Fische wieder ins Wasser zu werfen. 

Nein, ich werfe die Minis nicht weg, keine Sorge. Die bekommen schon alle einen neuen Besitzer.

Bereits bei der Überlegung, in welcher Größe das nächste Objekt angefertigt wird, habe ich fast immer die spätere Besitzerin im Blick.

Materialien sind, wie bereits hier und hier erwähnt, (fast) immer im Haus vorhanden.  

Zuerst schaue ich mir das Behältnis an, in dem sich die Miniatur befinden soll. Denn danach muss ich dann alles andere in der Größe anpassen. Egal, ob es die Möbel sind...

 

 

 oder auch mögliche Trennwände bei größeren Miniaturen.

 

Sehr gerne mag ich solche Metalldosen, früher mal Aufbewahrung von Pralinen o.a. 

 

 

 

Die werden vor dem Einrichten erstmal mit Tapete ausgekleidet.

 

 

 

Dose, 6 x 9 cm groß. 

 

Oder ich nehme ein leeres Wurstglas, welches schön gerade ist und wunderbar mit einer Miniatur zu füllen ist.

 

 

Rückseite

 

Vorderseite

 

Viele Behälter, die mir momentan begegnen gucke ich an und überlege, ob sich da nicht eine Miniatur darin verbauen ließe.

Auch eine Schachtel, in der sich eine Auszeichnungsmünze aus DDR-Zeiten befand, ist toll zu verwenden. Die sozialistische rote Farbe werde ich mit Stoff kaschieren.






Und dann mag ich es auch noch kleiner. Warum nicht einmal etwas in einer Streichholzschachtel verstecken?

Schaut mal, was da alles reinpasst: Nähmaschine, Nadelkissen, Bücher, Stoffe Lineal, Wandquilt und sogar eine Deckenlampe. 

 

Das gefällt mir. Das sind so Mitbringsel, die ich gerne verschenke. Jetzt muss ich gestehen, dass ich für die Streichholzschachteln sogar in Serienproduktion gegangen bin. Zum Beispiel bei den Nähmaschinen. 

 

 

Jetzt muss ich allerdings gestehen: Noch kleiner geht es nicht!

 

 

 


PS: Weil all diese Dosen, Gläser und Schachteln zu öffnen sind, damit man das Innenleben genau ansehen kann, fülle ich mit diesem Post wieder ein Feld beim BINGO 2026.




11 Kommentare:

  1. Liebe Regina,
    das ist ja wirklich ganz zauberhaft! Eine ganz eigene Welt. Die Streichholzschachtel-Nähzimmer sind da natürlich das I-Tüpfelchen. Das geht doch alles nur mit Pinzette! *lach*
    Deine Nähmaschine ist auch in Kur? Wo bringst Du sie hin?
    Ich habe ja eine Janome, die bei uns in der Gegend nicht gewartet werden kann. Da hatte ich bei Marion Kunzfrau gelesen, dass sie ihre Janome nach Rudolstadt bringt. Dort bin ich am Mittwoch auf dem Weg in den Süden vorbeigefahren und nun ist sie auch in Kur. Montag kann ich sie hoffentlich auf dem Rückweg wieder abholen.
    Störungsfreie Tage!
    LG
    Elke

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  2. Echt, das alles in einer Streichholzschachtel?
    Was hast du denn für kleine Finger? Ich möchte bitte auch sowas! Liebe Grüße von Evi

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  3. Hallo, Regina,
    ich war bisher eine stille Leserin Deines Blogs, möchte mich aber nun doch einmal "zu Wort" melden. Da das Kommentieren bei mir nicht klappt (nach drei vergeblichen Versuchen), nun auf diesem Wege.
    Deine Miniaturen finde ich ganz entzückend. Mir gefallen Deine Patchworkarbeiten aber auch sehr, vor Allem die vielen unterschiedlichen Techniken.
    Ich habe bis vor ein paar Jahren auch gepatchworkt und möchte nun wieder damit beginnen.
    LG aus Forchheim/Oberfranken
    Sabine

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  4. Liebe Regina, was für eine winzige Bastel Arbeit. Ausser geschickten Fingern, viel Ausdauer musst du auch noch Augen wie ein Adler haben 😊. Ganz besonders für die schönen Miniaturen in der Streichholzschachtel. Kann verstehen, daß du darüber Zeit und Raum vergisst. Jedes einzelne ist ein Kunstwerk. Wünsche dir noch viel Freude an und bei deiner Arbeit. LG Doris .

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  5. Hallo Rela, du verrücktes Huhn!
    Wunderschön sind deine Miniaturwelten und da juckt es mich gleich in den Fingern...
    Statt dessen habe ich mich aber aufgerafft und angefangen, mein Regal im Arbeitszimmer zu re-organisieren (und entstauben* hust, hust*), denn meine NähMa ist vor dem nächsten Treffen auch noch zur Kur. Dabei sind mir schon viele Dinge wieder in die Hände gekommen, die unbedingt verarbeitet werden wollen.
    In diesem Sinne: Frohes Schaffen und herzliche Grüße
    Doris :o)

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  6. Berufsbedingt war/ bin ich ja gewohnt zehntelmillimetergenau zu arbeiten in Metall, doch _Deine_ Nähmaschinchen die sind herzig und originell! 😀👍🏻 Du machst Dir viel KLEINarbeit und erfreust die Menschen aber GROẞ! 😍

    Weiterhin viel Freude am Miniwerkeln!
    Liebgruß
    Tiger
    🐯

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  7. Reeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeela, das ist ja wohl der Hammer. So winzig kleine Wunderwerke. Sensationell.
    Liebe Grüße
    Anita

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  8. Ich kann es nicht glauben. Das ist der Hammer. Sogar in eine Streichholzschachtel passt so viel rein. Was für eine Lupe benutzt du, dass du das sehen kannst? Aber die Frage ist ja wohl eher, was hast du für Finger, die das vorher zusammenbasteln können? Oh Gott- wie wunderschön! Meine Hochhachtung- Gruss von Helga J.

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  9. Was für tolle Arbeiten!

    Gruß Marion

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  10. Wow, so winzig, die muss man ja mit der Lupe bestaunen. Ich bin fasziniert. Kein Wunder, dass Du darüber alles andere vergisst.
    Viele Grüße, Stefanie

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  11. Liebe Regina, es ist ein wahrer Zauber wie all diese winzigen Miniaturen zustande kommen, du bist wunderbar fantasiereich und dazu unendlich geduldig und einfallsreich um das alles zu verwirklichen und auch noch in winzigen Behältnissen aufs Schönste zu arrangieren. Bewundernswert - ich nehme an, dass dies (unabhängig vom Ergebnis) auch sehr intensive Meditationsstunden für dich sind, die dir sehr gut tun; ich kann's direkt fühlen. LG eSTe

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